März 31st, 2006
Rom Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Camillo Ruini, ist bei einem Auftritt in Siena von einer runf 50 Personen starken Gruppe ausgebuht worden. Ruini hatte sich in der letzten Woche in die Debatte um einen Vorstoß von Romani Prodi zur Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft für Homo- wie Heteropaare in Italien eingeschaltet und sich gegen Homo-Ehen ausgesprochen. Zugleich hatte sich Ruini für eine Ehe Light ausgesprochen, die nur Heterosexuellen offenstehen soll. Bei einer Preisverleihung am letzten Freitag schrien die Studenten “Freie Liebe in einem freien Staat” sowie “Wir sind alle homosexuell”, bis sie aus dem Saal geführt wurden. Politiker mehrerer Parteien verurteilten daraufhin den Affront gegen den Kardinal, das deutsch-erzkatholische Portal “kreuz.net” nannte die Protestierer “Extremisten”.
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März 31st, 2006
Wir befinden uns im Jahr 2005 nach Christus: Deutschland ist von den Flensburgern besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Eine kleine, von unbeugsamen Berlinern betriebene “Klitsche” hört nicht auf, der Übermacht Widerstand zu leisten! Im Nordosten Berlins, dort wo die Straßen noch ebenso holprig geflickt sind wie zu besten DDR-Zeiten, wurde 2004 am morschen Küchentisch einer zugigen Plattenbauwohnung unter Alkoholeinwirkung die Firma Clickpool gegründet. Unter www.dildoking.de eröffnete man einen virtuellen Sex-Shop, der auch für Schwule jede Menge Spielzeug, Nützliches und andere Überraschung bereithält. Die Auswahl an Dildos ist riesig – vom dicken Superknüppel “Pretty
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März 31st, 2006
Nach Pop- und Hollywood-Extravaganzen besinnt sich Faith Hill wieder auf ihre Wurzeln und macht Country. Die aktuelle CD heißt “Fireflies”.
Faith Hill hatte sich eigentlich schon aus dem Country-Fach verabschiedet, klang doch ihr letztes Album “Cry” so fett produziert wie die Mainstream-Produktionen von Celine Dion oder Mariah Carey. Da wurde nichts dem Zufall überlassen, die Country-Fraktion rümpfte enttäuscht die Nase und auch in den Charts rutschte die Sängerin allmählich aus den oberen Regionen, obwohl sie in den Alben-Hitlisten weiter auf Platz eins rangierte. Mit der CD “Fireflies” hat sich Hill nun auf den Anfang ihrer Karriere besonnen, als sie in den 90er Jahren neben Shania Twain auch dank ihres großartigen Aussehens zu einer der Königinnen des Country-Pops aufstieg. So singt sie dann auch in der Single “Mississippi Girl”, dass man ein Mädchen mit ihrer Herkunft nicht so einfach ändern kann und das ihre Ambitionen als Schauspielerin nur das Verfolgen eines Traumes sein. Das möchte man ihr nur allzu gerne glauben, obwohl es natürlich bezeichnend ist, dass fast zeitgleich auch LeAnn Rimes wieder Country-Pop trällert und Dance-Sounds à la “Can’t Fight The Moonlight” hinter sich lässt, weil er zuletzt nicht mehr so ertragreich war. In den USA klatschten sich beide Ladys gerade in den Top-10 der Country-Single-Charts ab – der Erfolg gibt ihnen somit Recht. Und Hills Album platzierte sich passend dazu von null auf Platz eins sowohl in den Pop- als auch in den Country-Charts.
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März 31st, 2006
Der schwule Comic-Meister im Morgenland: Leset von den prachtvollen Arschbacken eines Jünglings im Harem des Grosswesirs!
Endlich, die “königlose” Zeit ist vorbei: Im Rowohlt Verlag ist Ralf Königs neuer Band “Dschinn Dschinn” erschienen. Den schwulen Comicmeister verschlägt es diesmal in die Welt von Tausendundeiner Nacht:
“Höret also die Geschichte von der Schönheit und der Lust, die man in eine alte Teekanne sperrte!”, verheißt der Klappentext. “Höret vom elenden Haschischfresser in Indien, den ein verliebter Dämon in der Hochzeitsnacht raubte, höret von den prachtvollen Arschbacken eines Jünglings im Harem des Grosswesirs, die so rund und prall waren wie zwei leuchtende Monde!”
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März 31st, 2006
Jeder weiß, was “französischer Sex” ist. Aber man kann es auch Indisch, Holländisch oder Liechtensteinisch treiben.
Die Schwaben und Schotten sind geizig, die Engländer haben schiefe Zähne und die Amerikaner sind freundlich bis zum Erbrechen - so ein paar Klischees über Länder oder Länderteile. Natürlich haben sich diese - nur zum Teil wahren - Vorurteile auch in die Sex-Sprache eingebürgert. Meist bleibt die genaue Herkunft des Wortes im Dunkeln. In Zeiten des Internets verbreitet sich alles, was mit Sex zu tun hat, ohnehin wie ein Lauffeuer.
“Französisch”, sprich Oralsex, ist der Klassiker, der weltweit verstanden wird. Dabei gibt es noch die Varianten “mit Aufnahme” - hier spritzt das Sperma in den Mund des Empfängers. Bei “Franzöisch total” wird die Soße auch noch hinuntergeschluckt. In Zeiten des Safer Sex ist das zwar eher russisches Roulette, aber “Russisch” bedeutet in der Welt des Sex noch etwas anderes, wobei hier die Meinungen zwischen den Sexperten auseinander gehen. Für manche ist das Oberschenkelsex, für andere eine anale Ölmassage. Manche eher kleinere Länder haben dort schon klarere Bedeutungen: “Albanisch” soll die Befriedigung des Mannes mit den Kniekehlen des Partners sein, während “Liechtensteinisch” der Sexakt mit extrem kleinem Schwanz sein soll. Bei “florentinischem Sex” wird die Haut der Peniswurzel mit der Hand straff nach hinten gezogen, was den Penis standhafter machen soll. Und “Holländisch” ist das Spiel mit den - meist eigenen - Exkrementen.
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März 31st, 2006
Boston Die römisch-katholischen und evangelischen Kirchen im US-Bundesstaat Massachusetts haben sich mit einem ungewöhnlichen Schritt in den Kampf gegen die Homo-Ehe eingeschaltet. Am 2. Oktober sollen unter dem Stichwort “Protect Marriage Sunday” während der Messe Unterschriften gesammelt werden, um die benötigte Erlaubnis für ein Volksbegehren zu bekommen. Sammeln die Gemeinden mindestens 65.826 Unterschriften, könnten die Bürger des Bundesstaates 2008 über eine Gesetzesvorlage abstimmen, die die Verfassung so ändert, dass Homo-Ehen verboten werden. Die Unterschriften müssen jedoch zuerst überprüft werden und jeweils fünfzig Abgeordnete der beiden Kammern des Parlaments für eine Durchführung stimmen. Seitdem das Oberste Gericht des Bundesstaates 2003 die Ehe für Homo-Paare geöffnet hatte, hat es zahlreiche politische wie juristische Versuche gegeben, die Homo-Ehen zu unterbinden. Erst letzte Woche war eine entsprechende Verfassungsänderung in einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Kongress gescheitert.
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März 31st, 2006
Madrid Die angekündigte Verfassungsklage gegen die Homo-Ehe in Spanien hat für Streit innerhalb der Volkspartei gesorgt. So hat sich die konservative Präsidentin der Region Madrid, Esperanza Aguirre, gegen eine Prüfung ausgesprochen. Aguirre bezeichnete den von PP-Generalsekretär Angel Acebes am Montag angekündigten Plan als politisch nicht opportun und “schlecht beraten”, weil er in der Öffentlichkeit als Attacke gegen die Homosexuellen verstanden würde, berichtet die “Wiener Zeitung”. Zuvor habe es bereits in der PP-Parlamentsfraktion eine Auseinandersetzung über diese Frage zwischen Fraktionsführer Eduardo Zaplana und dem Madrider Abgeordneten Francisco Villar gegeben. Villar, zugleich Kabinettschef von Parteiführer Mariano Rajoy, verteidigte die frühere Gesundheitsministerin Celia Villalobos, die als einzige PP-Abgeordnete dem Gesetz über die Homosexuellen-Ehe zugestimmt hatte. Rajoy hingegen verteidigte die Klage, da das dem Wunsch der Bevölkerung entspreche.
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März 31st, 2006
Ann Hampton Callaway wurde als Sängerin des Titelsongs der Sitcom “Die Nanny” berühmt. Wir stellen die starke Jazz-Sängerin und ihre CDs vor.
“The Nanny Named Fran” - der Titelsong zu der Sitcom “Die Nanny” mit Fran Drescher machte Ann Hampton Callaway Mitte der 90er Jahre schlagartig bekannt. Das von ihr selbst geschriebene Lied war ebenso quirlig und temperamentvoll wie die Hauptfigur in der Serie. Während Callaway in den USA eine respektable Jazz-, Musical- und Entertainment-Karriere aufbauen konnte, blieb sie in Deutschland weitgehend unbekannt. RTL ging sogar soweit, den Song auf Deutsch zu übersetzen und von einer anderen Sängerin interpretieren zu lassen – bei Wiederholungen der Sitcom entschied man sich aber wieder für das englische Original. In ihrer Heimat arbeitete Callaway mit vielen Größen der Showbranche zusammen. So nahm Barbra Streisand einige Songs von Callaway auf, die die Schwulenikone sogar auf ihrer Hochzeit mit James Brolin zum Besten gab 2000 gewann Callaway einen Tony Award als beste Schauspielerin für das Musical “Swing!”. Aber auch auf CD ist sie regelmäßig in der Musikszene vertreten: Ihre letzten Alben waren bislang nur schwer in Deutschland zu bekommen – oft musste man horrende Import-Preise bezahlen.
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März 31st, 2006
Didi Zill, einst Fotograf bei der “Bravo”, öffnete erneut sein Archiv: Heraus kam der neue Bildband über Pop-Legende Neil Diamond.
“Bravo”-Fotograf Didi Zill hatte Anfang der siebziger Jahre die Gelegenheit zu zahlreichen Shootings mit Neil Diamond – sowohl auf Konzerten und Tourneen als auch im Studio und sogar bei einer ausführlichen Homestory. Neil Diamond gehörte in dieser Zeit zu den größten Pop-Stars der Welt und stand auf dem Höhepunkt seiner Karriere. In den USA hatte er zwischen 1966 und 1971 bereits über 20 Hits in den Charts platziert, darunter der Nummer-eins-Hits “Cracklin’ Rosie” der auch in Deutschland sein Durchbruch bedeutete. Hits wie “Solitary Man”, “Cherry, Cherry” “Kentucky Woman” “Red Red Wine” “Sweet Caroline”, “Holly Holy” und “I Am…I Said” gingen entweder in seinen Versionen oder in den unzähligen Cover-Fassungen um die Welt. So ist zum Beispiel auch der Evergreen “I’m A Believer” von den Monkees eine Neil-Diamond-Komposition. Selbst das deutsche Jugendmagazin “Bravo” riss sich um den 1941 in Brooklyn geborenen Amerikaner. Zill traf Diamond erstmals 1971 – das erste Fotoshooting fand in München statt. Des weiteren begleitete er ihn auch bei seinen Deutschland-Tourneen 71 und 72, begleitete ihn aber auch bei Auftritten in den USA.
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März 31st, 2006
Paris Zum dritten Mal veranstalten Schwulengruppen einen “Gay Day” im Disneyland Paris. Er findet dieses Jahr am 1. und 2. Oktober statt - für deutsche Besucher ideal, da Montag, der 3. Oktober hierzulande ein Feiertag ist und man nicht ins Büro zurückstürmen muss. Die Veranstalter erwarten zirka 100.000 Besucher an den beiden Homo-Tagen. Bei disneyferien.de können Komplettpakete für schwule Reisende gebucht werden.
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