April 1st, 2006
Umstrittenes Urteil in Hamburg: Ein homosexueller Afghane soll in sein Herkunftsland zurückkehren und dort “heimlich” schwul sein.
Mit einer abenteuerlichen Begründung hat das Hamburger Verwaltungsgericht den Asylantrag eines jungen schwulen Afghanen abgelehnt, berichtet die Zeitung “taz Hamburg”. Omar K., der vor den Taliban geflohen ist und seit drei Jahren einen festen Partner in der Hansestadt hat, soll in seine alte Heimat abgeschoben werden. Schließlich könne er dort heimlich schwul sein, da die neuen Machthaber Homo-Sex weniger restriktiv verfolgten. Beleg für die Abnahme des Verfolgungsdrucks seien die Zunahme von Kindesmissbrauch und Prostitution, erklärte das Gericht zynisch. Es zitierte einen Bericht des US-Senders “Radio Free Europe”, wonach “Kandahar wie San Francisco bekannt für das dort weit verbreitete homosexuelle Verhalten” sei. Omar K. könnte deshalb “seine Neigung innerhalb dieser tolerierten Freizone im Verborgenen” ausleben.
Von einem Leben wie im Schwulen-Mekka San Francisco ist Afghanistan indes Lichtjahre entfernt. “Wir sind so gut wie sicher, dass die neue Regierung islamische Traditionen fortsetzen wird”, meint auch Faisal Alam von der islamischen US-Homo-Gruppe a href=http://www.al-fatiha.org/ target=”_blank” class=”bodytoplinks”>Al Fatiha/a>. “Ich denke und hoffe, dass Schwule nicht wieder exekutiert werden. Aber die Regierung wird Schwule nicht unterstützen.” Unter den Taliban galt eine strikte Auslegung der Scharia, des islamischen Gesetzes. Demnach wurden Schwule meist in ein Loch vor einer Mauer gestellt, die dann mit einem Panzer umgeschmissen wurde. Die Opfer wurden so erschlagen. Heute soll die Todesstrafe für derlei “Verbrechen” von Kabul abgeschafft worden sein, wenn auch die Zentralregierung auf viele Teile des Landes kaum Macht ausübt. Berichte über Verhaftungen gibt es meist nur, wenn Ausländer betroffen sind. So wurde im letzten Jahr ein amerikanischer Berater in der relativ liberalen Hauptstadt Kabul verhaftet, weil er Sex mit einem Afghanen in seinem Hotelzimmer gehabt haben soll. “Der Islam verbietet Homosexualität”, so die Begründung des Staatsanwalts. “Auf solches Verhalten steht bis zu 15 Jahre Haft”.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Rom Das Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft in Italien hat ein Anzeigenmotiv des Starfotografen Oliviero Toscani gestoppt. Die Kommission untersagte am Donnerstag die Veröffentlichung von Modeaufnahmen, die zwei Männer beim Berühren von intimen Zonen zeigen. Die Fotos seien “provozierend und vulgär”, urteilte LAP. Der 63-jährige Mailänder, der durch umstrittene Kampagnen für die italienische Modefirma Benetton bekannt wurde, geriet immer wieder in Kritik, weil er Homosexualität, Rassismus oder auch geistig behinderte Menschen für seine Kampagnen in Szene setzte. Nach Einschätzung von LAP zielt die neue Kampagne nur darauf, Aufsehen zu erregen. Dabei verletze sie das sittliche Gefühl der Italiener und sei zudem jugendgefährdend. Gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa erklärte LAP, das Verbot stelle keine Diskriminierung Homosexueller dar. “Wenn es um Heterosexuelle gegangen wäre, hätten wir genauso reagiert”, beteuerte das Kontrollorgan.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Berlin Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fordert aufgrund der gestiegenen Zahl von HIV-Infektionen eine Präventionskampagne in der Hauptstadt, berichtet die dpa. Besonders die Aufklärung junger Schwuler müsse gefördert werden, sagte der lesben- und schwulenpolitische Sprecher, Thomas Birk, am Donnerstag in Berlin. Eine solche Aktion müsse auch die Betreiber von Szenelokalen und -treffpunkten mit einbeziehen. Als Grund für die zunehmende Zahl der Neuinfizierten führte Birk die deutlich gesunkene Bereitschaft an, sich beim Sexualverkehr innerhalb der Schwulenszene zu schützen. Auch andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis und Gonorrhöe verbreiteten sich hierdurch zunehmend. Am Dienstag hatte das Robert-Koch-Institut von einer deutlichen Zunahme der HIV-Neuinfektionen unter Schwulen berichtet. Der gebürtige Krefelder Birk ist am 30. September für Jeannette Martins in das Berliner Abgeordnetenhaus nachgerückt.
Am Nachmittag kritisierte auch Farid Müller von der GAL in Hamburg die lokale Aids-Politik. “Der Senat muss den Kurs bei der Bekämpfung von Aids ändern. Bisher wurde Aids verharmlost. Dazu haben nicht zuletzt die drastischen Kürzungen bei der Prävention beigetragen. Die Anstrengungen zur Bekä¤mpfung der Krankheit wurden vermindert”, so Müller. “Zuletzt bei den Kürzungen für den Haushalt 2005/2006 haben wir Grüne gewarnt, dass Hamburg nicht weniger, sondern mehr Prävention braucht. Jetzt ist genau das eingetreten, wovor immer gewarnt wurde: Sparen bei der Prävention ist ein Spiel mit dem Feuer.” Einspareffekte würden durch die steigenden Behandlunskosten ohnehin beseitigt.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Das Relikt “ABBA – The Movie” aus dem Jahre 1977 erscheint überarbeitet auf DVD. Dazu gibt es witzige Partys.
Legendär oder schnell verdrängt – der ABBA-Film, der 1977 in die Kinos kam, spaltet heute noch die Fans in zwei Lager. Während die einen den Mix aus Dokumentation und Komödie als gelungen empfinden, sprechen die anderen von einem der größten Fehltritte in der Karriere der schwedischen Supergruppe. Der Film zeigt ABBA auf dem Höhepunkt ihrer Popularität während einer Tour durch Australien im Jahre 1977. Die tobende und europhärische Atmosphäre wurde gelungen in dem Filmwerk eingebunden – ebenso wie Auftritte der schwedischen Vier. Agnetha, Frida, Björn und Benny gaben live tatsächlich alles und waren auf der Bühne ebenso überschäumend fröhlich und enthusiastisch wie ihre Musik.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Endlich ist es da – das Album von und mit Barry Gibb: “Guilty Pleasures”. Wir verlosen drei Streisand-CDs und stellen das Album vor.
25 Jahre nach ihrem weltweit erfolgreichsten Album “Guilty” steht nun “Guilty Pleasures” in den Läden – der damalige Produzent und Songschreiber Barry Gibb von den Bee Gees ist wieder mit dabei. Auch vokal greift er der Streisand hilfreich unter die Arme. Man muss schon eine gewisse Affinität für seine hohe Falsett-Stimme haben oder zumindest seinen manchmal etwas säuseligen Gesang abkönnen, um einige der Lieder auf der CD genießen zu können. Für die Streisand gibt er aber stimmlich als auch kompositorisch sein Bestes und so ist es nicht verwunderlich, dass er einige seiner gelungensten Songs seit Jahren aus dem Hut zaubert. Da wäre zum Beispiel das unwiderstehliche “Stranger In A Strange Land” – man ahnt es schon, es geht um Amerikaner, die in den Krieg ziehen – mit seinem bombastischen Refrain und hörbarem Arrangieraufwand. Oder die knackige Dance-Pop-Hymne “Night Of My Life”, mit der die Streisand in der letzten Wochen erstmals seit 25 Jahren auch wieder in die offiziellen US-Dance-Charts einzog. “All The Children” klingt ein wenig, als ob es ebenso viele Jahre schockgefroren wurde, erinnert das Stück doch an Gibbs Aufnahmen mit Dionne Warwick oder Diana Ross.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
München Beim Münchner Oktoberfest sind Schwule und Lesben offenbar nicht mehr willkommen: zahlreiche Personen berichteten, ihnen sei beim “schwulen Sonntag” in der “Bräurosl” und beim “schwulen Montag” in der “Fischer Vroni” der Einlass verwehrt worden. Andere berichteten, dass Security-Personal hätte sie unfreundlich behandelt. Die Stadträte Thomas Niederbühl und Lydia Dietrich die die Vorfälle “äußerst besorgniserregend” nannten, haben in einer Anfrage an den Oberbürgermeistern Münchens auf die Vorfälle hingewiesen und Konsequenzen angefragt. Die Anfrage, online verfügbar, enthält weitere Details zu den Vorfällen. Der Geschäftsführer der “Fischer Vroni”, Fritz Kustatscher, sagte der “Süddeutschen Zeitung”, aufgrund vor Überfüllung habe man die Leute nicht hereingelassen. “Es war Zufall, dass lauter Homosexuelle vorm Zelt standen. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun.” Ein Homosexueller sagte der Zeitung jedoch, von Überfüllung hätte keine Rede gewesen sein können. “Hunderte” von Schwulen sei aber der Einlass verwehrt worden.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Erstmals ist die Vermutung, es würden sich wieder mehr Schwule anstecken, durch die Falllzahlen deutlich belegt.
Seit Jahren haben bundesweite Experten wie auch Mitarbeiter der örtlichen Aids-Hilfen gemutmaßt, es würden sich wieder mehr Menschen mit HIV anstecken. Doch die Zahl der neu gemeldeten HIV-Infektionen in Deutschland blieb die letzten Jahre über so gut wie konstant. Nun kann das Robert-Koch-Institut erstmals eine deutliche Steigerung der Neuinfektionen bei schwulen Männern melden.
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Hermes Phettberg wird am 5. Oktober 53 Jahre alt. Im -Interview spricht er über Verzweiflung, Kirche, Sex - und Hartz IV als Ende des Feudalismus.
“Publizist und Elender aus Wien”, so bezeichnet sich Hermes Phettberg selbst. Berühmt wurde der 53-Jährige 1995 mit seiner TV-Talkshow “Phettbergs Nette Leit Show”, in der er insbesondere seine Probleme und sexuellen Fantasien um “Jeansboys” und seinen chronischen Geldmangel schonungslos zelebrierte.
Du hast dich in den 90er Jahren als größter Fan der Lindenstraße geoutet. Bist du das immer noch?
Das hat sich relativiert. Ich schau sie nur noch an, wenn ich grad daheim bin. Früher hab ich noch den Videorekorder programmiert und hatte alle Folge auf Kassette. Das hat sich verflüchtigt. Nicht, weil die Lindenstraße schlechter geworden ist, sondern weil ich verzweifelter geworden bin. Gott sei Dank hab ich mich von dem Zwang befreit.
Die Lindenstraße war ein Zwang?
16 Jahre hab ich jeden Sonntag auf 18:40 Uhr gewartet. Das ist ein Zwang.
Read the rest of this entry »
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Popstar Elton John unterstützt die nepalesische Community, während Berichte von polizeilichen Misshandlungen die Öffentlichkeit erschüttern.
Bereits im Juni hatte die “Elton John Aids Foundation” 25.000 Pfund an die Blue Diamond Society gespendet, teilte Gründer Sunil Pant jetzt mit. Die BDS ist die einzige Homo-Gruppe in dem rund 28 Millionen Einwohner zählenden asiatischen Entwicklungsland. “Wir haben das Geld eingesetzt, um ein Hospiz für Aids-Patienten im Endstadium eingerichtet. “Wir schätzen, dass ungefähr fünf Prozent der Homosexuellen in diesem Land mit HIV infiziert sind.”
Posted in Allgemein | No Comments »
April 1st, 2006
Callboys, schwule Väter und Karriere-Lust: Am Montag gibt es wieder eine Ausgabe von andersTrend.
Am Montag gibt es um 23:30 Uhr auf RTL eine neue Ausgabe von andersTrend – diesmal wieder nur eine halbe Stunde lang. Frank Lukas und sein Team gehen unter anderem folgenden Themen nach:
Callboy-Jobs, der neue Nebenverdienst
2500 Einträge verzeichnet eine bundesdeutsche Callboy-Datenbank: Junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren, die ihren Körper verkaufen. Einer von ihnen ist Oliver. Der 29-Jährige ist seit drei Monaten im Geschäft. Er ist Vater eines neun Monate alten Kindes und kämpft um das Besuchsrecht. Um die Gerichtskosten bezahlen zu können, arbeitet er als Callboy. In Metropolen wie Berlin oder Köln hat sich die Zahl jener, die auf diese Weise ihre Körper zu Markte tragen, in den letzten Jahren vervierfacht. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit ein unaufhaltsamer Trend.
Read the rest of this entry »
Posted in Allgemein | No Comments »