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November 8th, 2006David Hasselhoff mimt Homo-Regisseur
November 8th, 2006
Las Vegas - Schauspieler David Hasselhoff wird ab Ende Januar 2007 in Las Vegas für das Musical “The Producers” auf der Bühne stehen. Der Ex-Baywatch-Star wird in Mel Brooks’ Satire den schwulen Regisseur Roger DeBris spielen. Dies gaben Brooks und Hasselhoff auf einer Pressekonferenz in Las Vegas bekannt. Mel Brooks zeigte sich “überglücklich”, Hasselhoff fühlt sich “geehrt”, dass es diese Zusammenarbeit gibt. Der ehemalige TV-Rettungsschwimmer wird in einem paillettenbesetztem Kleid zu sehen sein und das – so der Komödienschreiber – sehr überzeugend: “Er ist für die Rolle bestens geeignet, weil er die schönsten Beine Hollywoods hat.” Die Story von “The Producers”, die erst vor wenigen Jahren verfilmt wurde, ist bitterböse: Der Buchhalter Leo Bloom rechnet seinem notorisch erfolglosen Chef, dem Impresario Max Bialystock, vor, dass finanziell gesehen ein veritabler Flop immer einem Hit vorzuziehen ist. Mit “Frühling für Hitler”, dem aberwitzigen Erguss des Nazi-Narren Franz Liebkind, ist nach langer Suche endlich das passende Stück gefunden, mit Roger DeBris, Motto: Keep it gay!, der entsprechend untalentierte schwule Regisseur. Nun kann eigentlich nichts mehr schief gehen - außer dass das Stück zum Riesenerfolg wird. (cs)
Oberstes Gericht erlaubt CSD Jerusalem
November 8th, 2006
Jerusalem - Der Oberste Gerichtshof hat gestern entschieden, dass der CSD wie geplant am Freitag in Jerusalem stattfinden darf. Drei Männer unter Führung des ultraorthodoxen Religionsführers Jehudi Meschi-Zahaw argumentierten, die Parade könne ein Blutbad auslösen und müsse daher verboten werden. Die Vorsitzende Richterin Dorit Beinisch, Präsidentin des Obersten Gerichtshofes, lehnte den Antrag nach einer kurzen Beratung ab und kritisierte die Anwälte der Antragsteller: “Sie können nicht vor einem Blutbad warnen, wenn sie gerade die Leute repräsentieren, die das Blutbad androhen. Es reicht wirklich: Es wäre jetzt Zeit für Deeskalation.” Sie ließ auch den Vergleich mit dem Tempelberg nicht gelten. Dort sind Einschränkungen in der Bewegungs- und Demonstrationsfreiheit in Kraft, weil Anschläge von radikalen Muslimen befürchten werden. “Das ist mit diesem Fall nicht vergleichar”, so Beinisch. “Der Tempelberg ist Teil einer internationalen Auseinandersetzung. Wir reden hier aber über Jerusalem.” Die Antragsteller wollen ihren Antrag bis Mittwoch verändern und erneut vor dem Obersten Gerichtshof vorsprechen, um den CSD doch noch in letzter Minute zu verhindern. (dk)
2 Schwule sterben an Party-Droge
November 8th, 2006
Köln - Zwei Kölner sind am Wochenende an einer Überdosis GBL (Liquid Ecstasy) gestorben. Wie der “Express” berichtet, fand ein 38-Jähriger seinen gleichaltrigen Partner im Stadtteil Ehrenfeld am Freitag tot auf. Am Sonntagmorgen erwachte dann ein 42-Jähriger neben seinem 34 Jahre alten verstorbenen Bekannten. Der 42-Jährige sagte, er habe in einem Schwulenclub mit dem Verstorbenen Liquid Ecstasy zu sich genommen. Der “Express” berichtet von einem weiteren Opfer am Wochenende, das im Krankenhaus noch gerettet werden konnte. Gamma-Butyrolaction (GBL) ist ein Lösungsmittel, das in der chemischen Industrie verwendet wird. Es wird im Körper zu Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) umgewandelt. Dieser Stoff ist in Deutschland seit 2002 verboten, deshalb stieg die Szene vermehrt auf GBL um, das nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Berichten zufolge ist es vermehrt in der Techno- und Schwulenszene verbreitet, da es stimuliert und eine aphrodisierende Wirkung hat. Außerdem wirkt es in größerer Konzentration einschläfernd und wird daher auch als Vergewaltigungsdroge verwendet (a href=http://www./szene_politik_international_detail.php?article_id=547 class=”bodytoplinks”> berichtete/a>). Bei Überdosierung oder in Kombination mit anderen Drogen kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen oder zum Atemstillstand führen. Gerade Erstkonsumenten seien gefährdet, warnen Gesundheitsexperten. (dk)
37 Prozent der Inder haben Homo-Sex
November 8th, 2006
Neu-Delhi - Einer Umfrage des Magazins “India Today” zufolge hatten 37 Prozent der jungen Inder schwule Erfahrungen - und das, obwohl Homo-Sex offiziell verboten ist. 62 Prozent gaben zudem an, sie schauten sich pornografische Filme mit Freunden an. Für knapp die Hälfte ist Sex “sehr wichtig” in ihrem Leben - ebenso viele hatten vorehelichen Sex. Dennoch hängen die meisten nach wie an einer traditionellen Rollenaufteilung: So wünschen 63 Prozent sich, dass ihre zukünftige Ehefrau eine Jungfrau ist. AC Nielsen-Org-Marg befragte im Auftrag von “India Today” repräsentativ 2.559 unverheiratete Männer zwischen 16 und 25 Jahren in elf indischen Städten. (dk)
Tag der Entscheidung
November 8th, 2006
Die Amerikaner wählen neue Parlamente und entscheiden in mehreren Volksabstimmungen über die Homo-Ehe.
Von Dennis Klein/
Selbst für US-Verhältnisse erwies sich der Wahlkampf 2006 als überaus gehässig: Kein Wunder, bangen doch die Republikaner um ihre Mehrheit im Parlament, die sie seit 1994 inne haben. Neuesten Umfragen zufolge ist es wahrscheinlich, dass das Repräsentantenhaus unter demokratische Kontrolle kommt. Alle Abgeordneten müssen sich hierin heute der Wiederwahl stellen. Dazu wird ein Drittel des Senates neu gewählt. Auch hier könnten die Demokraten die Mehrheit erringen, wenn sie einige Schlüsselsitze zurückerobern - allerdings ist hier das Rennen äußerst knapp.
Die Homo-Ehe spielt diesmal eine nicht so große Rolle wie im Präsidentschaftswahlkampf 2004. Damals hatte Präsident George W. Bush seine evangelikalen Anhänger mit “moralischen Themen” bei der Stange gehalten. Zudem litt die bisher propagierte moralische Überlegenheit der Republikaner durch allerlei Skandale, allen voran die Sex-Affäre des Abgeordneten Mark Foley, der Porno-Chats mit minderjährigen Praktikanten führte (a href=http://www./szene_politik_international_detail.php?article_id=5700 class=”bodytoplinks”> berichtete/a>). Die anhaltende Gewalt im Irak - denen auch täglich amerikanische Soldaten zum Opfer fallen - hat mehr Spuren hinterlassen, als dem Präsidenten lieb sein kann. Da nützt es wenig, dass ein irakisches Gericht mit gutem Timing die in den USA populäre Entscheidung bekannt gab, Saddam Hussein hinzurichten. Dazu gibt es Unmut über wirtschaftliche Probleme im Land. Allerdings sind die Republikaner auch bekannt dafür, ihre Anhänger bei den Abstimmungen zwichen den Präsidentschaftswahlen besser motivieren zu können als die Demokraten. Besonders die Evangelikalen gehen äußerst diszipliniert wählen - in einem Land mit weniger als 50 Prozent Wahlbeteiligung ein wichtiger Faktor.
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