März 29th, 2007

Clearwater - Ein Mann aus Ohio will seiner Ex-Frau keinen Unterhalt mehr zahlen, weil sie sich inzwischen einer Geschlechtsanpassung unterzogen hat. Ein Gericht in Florida muss nun entscheiden, ob die Scheidungs-Vereinbarung null und nichtig ist.
Lawrence Roach und seine Frau Julia haben sich 2004 nach 18 Jahren Ehe getrennt. Der 48-jährige Angestellte hatte zugestimmt, seiner Frau 1.250 Dollar (930 Euro) pro Monat Unterhalt zu zahlen. Seitdem hat sich Julia Roach einer Geschlechtsanpassung unterzogen. Der 55-Jährige hat den Namen Julio Roberto Silverwolf angenommen.
Kein Unterhalt wegen Homo-Ehe-Verbot?
“Es ist illegal, wenn ein Mann einen Mann heiratet. Also sollte es auch illegal sein, wenn ein Mann einem Mann Unterhalt zahlen muss”, so die Arguementation von Roachs Anwalt. Silverwolfs Advokat sieht das ganz anders: “Herr Roach hat zugestimmt, seiner Frau Unterhalt zu zahlen, bis sie stirbt oder erneut heiratet. Beides ist nicht eingetroffen.” Noch ist offen, wann das Urteil gesprochen wird. (dk)
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März 29th, 2007

Bornheim - Die Baumarktkette Hornbach will eine Werbekampagne zum Thema Toleranz starten. In einer Anzeige, die nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa in großen Magazinen geschaltet werden soll, werden zwei sich umarmende Männer in Heimwerkerumgebung gezeigt. Die Werbung soll mit dem Text “Du kannst alles sein - nur nicht ungeschickt” überschrieben sein. Neben Schwulen sollen auch Behinderte und Ausländer dargestellt werden. Mit der Werbekampagne wolle das Unternehmen “mit unseren Mitteln Verantwortung übernehmen”. Hornbach hat deutschlandweit 88 Märkte und beschäftigt 12.000 Mitarbeiter. (dk)
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März 29th, 2007

Wien - Die Menschenrechtssituation in Russland für Homosexuelle und andere Minderheiten wird prekärer und fällt immer mehr auf den Stand vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion zurück. Das beklagt ein Bericht der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte (IHF), eine aus 45 Nichtregierungsorganisationen zusammengesetzte Gruppe, die sich den Schutz der Menschenrechte in den Staaten der OSZE auf die Fahnen geschrieben hat. Die Rede- und Versammlungsfreiheit werde im Putin-Reich erheblich eingeschränkt, so das Ergebnis der Untersuchung. Nina Tasgankina von der Moskauer IHF-Gruppe warnte nach Angaben der AP vor einer “Gesamtverschlechterung” und sagte, die Behörden würden nun sogar friedliche Proteste und Demonstrationen verhindern. Als Beispiel nannte sie das Verbot einer Homo-Gruppe im westsibirischen Tjumen, das mit der sinkenden Geburtsrate begründet wurde. Aktivisten seien von den Behörden systematisch bedroht worden. “Die Aktionen der Polizei erinnern an die Intoleranz, die zur Zeit de Sowjetunion das Land überzogen hat”, erklärte IHF-Sprecher Aaron Rhodes in einer Presseerklärung. “Russland kehrt zurück zu einem Ein-Parteien-System. Politischer Pluralismus ist ein Fremdwort.” Die Organisation kritisierte auch Deutschland wegen seiner Asylpolitik, Antiterror-Maßnahmen und rassistischer Gewalt. (dk)
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März 29th, 2007

Der Sänger der englischen Band Babyshambles macht erneut Schlagzeilen wegen Nacktfotos und Stricherkarriere.
Von Carsten Weidemann/
Pete Doherty, der Sänger der englischen Band Babyshambles, macht erneut Schlagzeilen. Diesmal allerdings ist es nicht sein Drogenkonsum, oder seine Versuche davon loszukommen. Doherty ist nackt in einem französischem Magazin zu sehen. So sahen ihn auch seine schwulen Kunden während seiner Zeit als Stricher, wie er jetzt in einem Interview erzählte.
Der “Berliner Kurier” zitiert aus einem Interview, das der 28-Jährige der “Vogue” gab: “Ich schämte mich nicht, weil es doch nur einsame und besoffene alte Schwule waren. Und 20 Pfund (rund 30 Euro) waren eine Menge Geld.” Von seinem Stricherhonorar bezahlte er seinen Drogenkonsum.
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März 29th, 2007
Oscar Gewinnerin und Schauspielerin von Dreamgirls Jennifer Hudson und Sängerin Patti LaBelle (Bild)waren die unbestrittenene Stars der GLAAD Awards am Montag.
Hudson überreichte der Rhythm amp; Blues Diva Patti LaBelle einen Spezialpreis für ihren Einsatz für schwule und lesbische Rechte und für die Teilnahme am Kampf gegen AIDS. Es war dies die 18. Preisverleihung der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation - schwulen und lesbischen Vereinigung gegen Verleumdung. Die GLAAD kämpft für eine faire und umfassende Vertretung von LGBT-Menschen in den Medien als ein Weg der Bekämpfung von Homophobie. Die Preisverleihung wird mit den Attributen fair, korrekt, allumfassend und unmöglich glamurös beworben.
Als LaBelle den Preis erhielt, scherzte sie in Richtung Hudson: Ich wusste gar nicht, dass Du so nett bist, ich dachte du wärst eine Zicke. Anschlieszlig;end sangen beide eine a capella Version von Nobody Knows The Trouble I’ve Seen.
Die Fernsehsendung Project Runway, die Möchtegerndesignern auf ihrem Weg folgt, gewann den Preis für die beste Reality TV-Show. Die Preise für die besten schwulen Vorbilder gingen an den Designer Tom Ford und die Komödiantin Kate Clinton. Bester alternativer Film wurde Quinceanera, in dem ein schwangerer Teenager von ihrem schwulen Cousin versorgt wird. Bester Dokumentarfilm wurde All board! Rosie’s Family Cruise - der Bericht über die schwullesbische Kreuzfahrt mit Rosie O’Donnell. Geehrt wurde auch die Tennislegende Billie Jean King,nbsp;die heute als eine dernbsp;Begründerin der Homosexuellenbewegung gilt. Weitere Preise gingen an Thenbsp;Oprah Winfrey Show - Wivesnbsp;confess they are gay,nbsp;nbsp;die Nachrichtensendung Nightline, die Zeitungen The New York Times, The Los Angeles Times, Washington Post und annbsp;den Journalisten Frank Rich. Presenter waren unter anderem Julianne Moore, Cynthia Nixon, Hilary Duff, John Waters, John Amaechi.
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März 29th, 2007
Im Mai wird George Michael ein Konzert in Sofia, Bulgarien, spielen um die Aufmerksamkeit auf die fünf bulgarischen Krankenschwestern zu lenken, die in Libyen im Gefängnis sitzen und auf die Vollstreckung der Todesstrafe warten.
Im Rahmen seiner Sommertour will er dieses Konzert unter das Motto You are not alone stellen. Die Krankenschwestern wurden angeklagt, absichtlich 426 Kinder mit AIDS infiziert zu haben. Im November 1998 wurde bekannt, dass eine AIDS-Infektion ein Kinderspital in Benghazi, Libyen, erreicht hatte. Die Behörden verhafteten die bulgarischen ärzte und Krankenschwestern. Am 7. März 1999 wurden sechs davon angeklagt.
Untersuchungen der WHO haben ergeben, dass die Infektionen mehrere Ursachen gehabt haben kann - katastrophale hygienische Zustände und Praktiken im Spital war eine davon. Dies wurde auch von Luc Montagnier und Vittorio Colizzi, zwei der weltbesten HIV-Experten, bestätigt. Die Untersuchungen wurden von der Verteidigung dem Gericht vorgelegt. Auszlig;erdem wurden den Angeklagten durch Folter ein Geständnis abverlangt.
Libysche Untersuchungen ergaben natürlich genau das Gegenteil und so wurden die Krankenschwestern und ärzte im Mai 2004 für schuldig befunden und zum Tode durch Erschieszlig;en verurteilt. Der Einspruch war erfolgreich, jedoch erkannte das Gericht die Frauen und Männer im Dezember 2006 erneut für schuldig.
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März 29th, 2007
In Clearwater, Florida, stimmte Lawrence Roach zu, seiner Ex Alimente zu zahlen. Doch nach einer Operation war diese Ex ein Ex und somit meint Mr. Roach, dass er keine weiteren Zahlungen zu leisten hätte.
Die Anwälte und Richter gaben zu, dass es sich hier um eine neue Dimension in Scheidungsprozessen handelt.
Nach 18 Jahren Ehe lieszlig;en sich Lawrence und Julia scheiden, er zahlte ihr seitdem monatlich $ 1.250 Alimente; seit ihrer Operation nennt sich Julia nun Julio Roberto Silverwolf. Die Anwälte argumentieren nun, dass es in Florida illegal sei, einen Mann zu heiraten und daher auch illegal sein muss, an einen Mann von einem Mann Alimente zu zahlen. Die Gegner sagen, dass Hr. Roach zugestimmt hat, Alimente zu leisten, bis Julia stirbt oder sich wieder verheiratet.
Derzeit schaut es so aus, dass Lawrence Roach die Alimente weiterhin zahlen muss, weil das Gesetz in Florida Sex-Change-Operationen nicht anerkennt und daher der Status des Geschlechts bei der Geburt ausschlaggebend ist.
nbsp;
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März 29th, 2007
Im Rahmen seiner Diplomarbeit raquo;Empirische Analyse des räumlichen Verhaltens von homosexuellen Männern in Wien« führt Michael Kaufmann eine Online-Umfrage durch und bittet die User von rainbow.at und gayboy.at um tatkräftige Mithilfe.
Dazu hat er uns diesen Infotext für euch übermittelt: Zuallererst, was heiszlig;t überhaupt raquo;Raumforschung«? In aller Kürze: Raumforschung beschäftigt sich mit sozialen und wirtschaftlichen Phänomenen, deren räumlichen Verteilung und Auswirkungen. Aber was hat das mit uns, den raquo;Schwestern«, zu tun?
Schwule wurden in den letzten Jahren als eine der wichtigsten Zielgruppen für konsumorientiertes Marketing erkannt. Darüber hinaus wird die Gay Community mittlerweile, ausgehend von der US-amerikanischen Raum- und Stadtforschung, sogar als treibende Kraft in der Stadtentwicklung gesehen. Diese Entwicklung ist nunmehr auch in Europa angekommen. Schwule werden nicht nur als potenzielle Konsumenten gesehen, sie sind sogar zum Aushängeschild für ein kosmopolitisches und tolerantes Milieu geworden.
Der amerikanische Soziologe Robert Florida erkannte eine hohe Korrelation zwischen dem Gay-Index (Prozentsatz der Schwulen in der Gesamtbevölkerung), dem wirtschaftlichen Hightechsektor und dem Talent-Index: Schwule ziehen mit ihrem toleranten, kulturgeprägten und hedonistischen Lebensstil die raquo;creative class« magnetisch an. Diese raquo;Kreativen« werden im heutigen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zum immer wichtigeren Standortfaktor für Städte, da sie für Innovation und Fortschritt stehen.
In meiner Diplomarbeit untersuche ich das räumliche Verhalten von homosexuellen Männern in Wien. Die Hauptfrage meiner Forschung ist, welche Auswirkung hat das Schwulsein auf alltägliche Verhaltens- und Raummuster? Ganz einfach gesagt geht es darum, wo und wie leben Schwule, welchen Bezug haben sie zur Community, wie sieht ihr Freizeitverhalten aus. Ziel ist es, Besonderheiten zu erkennen und eine Basis für gezielte Stadtentwicklungsprojekte zu erarbeiten.
raquo;Wien ist anders«, um unsere Stadt aber weiter zu verändern, (noch) lebenswerter für Gays zu machen, bitte ich euch, ein paar Minuten eurer Zeit zu investieren und an meiner Online-Umfrage teilzunehmen!
Mike Kaufmann, Institut für Geographie an der Universität Wien
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März 29th, 2007
Die Menschenrechts-Organisation raquo;International Gay and Lesbian Human Rights Commission« (IGLHRC) hat die politischen und religiösen Führer in Israel aufgefordert, die Sicherheit der Teilnehmer der ASWAT-Konferenz in Haifa zu gewährleisten.
ASWAT ist die die einzige Organisation lesbischer Palästinenserinnen in Israel, deren 5. Geburtstag heute in Haifa gefeiert werden soll. Auf der Veranstaltung raquo;Home and Exile« soll auch ein Buch vorgestellt werden, das die Belange und Nöte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender-Identitäten zum Thema hat.
Im Vorfeld hatte es deswegen Drohungen islamischer Führer gegeben, die um die Sicherheit von Konferenzteilnehmerinnen fürchten lassen. Man geht davon aus, dass etwa 150 Menschen an der Konferenz teilnehmen werden. Die IGLHRC hatte deshalb israelische Führer gebeten, sich für die Meinungs- und Redefreiheit stark zu machen. Der Redaktion ist bisher nicht bekannt, ob einige Politiker bzw. Geistliche dieser Bitte nachgekommen sind. Dagegen wurde berichtet, dass religiöse Führer ein Verbot der Veranstaltung gefordert haben: ASWAT sei raquo;ein fatales Krebsgeschwür, dem man verbieten sollte, sich in der arabischen Kultur und Gesellschaft auszubreiten«.
Im Jahr 2006 hatte die IGLHRC die Vorsitzende von ASWAT, Rauda Morcos, mit dem raquo;Felipa de Souza-Award« ausgezeichnet: für ihren Mut, ihre Führungsstärke und ihren Einsatz für die Menschenrechte.
Bild: ASWAT Feier
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März 29th, 2007
Eine neue Studie aus den USA hat herausgefunden, dass jede dritte lesbische Frau ein Kind zur Welt gebracht und jeder sechste schwule Mann einem Kind ins Leben verholfen oder ein Kind adoptiert hat. Laut Studie, die vom Williams Institute und dem Urban Institute durchgeführt wurde, leben 65.500 adoptierte Kinder in den USA bei gleichgeschlechtlichen Paaren.
Allein in Kalifornien leben 16.000 Kinder bei Gay-Paaren, die sie adoptiert haben. Laut der Studie ziehen lesbische Mütter und schwule Väter 4 Prozent aller in den USA adoptierten Kinder gross. Die Autoren der Studie erklären, dass dieser Prozentsatz noch sehr viel höher sein könnte, wollen doch mehr als die Hälfte der schwulen Männer und 41 Prozent der lesbischen Frauen ein Kind. Das würde laut Gary J. Gates (Williams Institute) bedeuten, dass etwa 2 Millionen Gays an der Adoption eines Kindes interessiert seien. raquo;Homosexuelle sind eine nicht genutzte Ressource - und das trotz der Tatsache, dass die Kinderfürsorge so händeringend nach Pflegefamilien sucht, die bereit sind, ein Kind bei sich aufzunehmen, dass so einen harten Start ins Leben hatte.« Die Studie basiert auf Daten folgender älterer Studien und Statistiken: U.S. Census (2000), National Survey of Family Growth (2002), Adoption and Foster Care Analysis (2004) und Reporting System (2004).
Derzeit leben eine halbe Million Kinder in den USA in Pflegschaft und mehr als 100.000 Pflegekinder warten auf ihre Adoption. Die einzelnen Bundesstaaten müssen Eltern finden, die nicht nur daran interessiert sind, ein Kind zu adoptieren, diese Eltern müssen auch in der Lage sein, ein solches Kind aufzunehmen. Laut der Studie seien gleichgeschlechtliche Paare, die ein adoptiertes Kind aufziehen, meisten älter, hätten eine bessre Ausbildung und mehr finanzielle Mittel zur Verfügung als andere Adoptivelternpaare. Ausserdem konnte die Studie feststellen, dass die meisten Kinder, die von Gay-Paaren adoptiert wurden, bei der Adoption noch sehr klein waren und im Ausland geboren wurden. Die Studie warnte die einzelnen US-Bundesstaaten davor, Gay-Adoptionen zu verbieten, wie das derzeit in Arkansas diskutiert wird. Mit so einem Verbot würden die einzelnen Staaten auf Mehrkosten von 100.000 bis zu 27 Millionen Dollar kommen. Ein nationales Verbot der Gay-Adoption würde Folgekosten in Höhe von 87 bis 130 Millionen verursachen.
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