August 31st, 2007

Washington - Der demokratische Kongressabgeordnete Barney Frank erklärte, dass Senator Larry Craig wegen seiner Verhaftung in einer Flughafentoilette nicht zurücktreten sollte. Frank ist der einzige schwule Abgeordnete im US-Kongress. Senator Craig war – wie erst vor kurzem bekannt wurde – bereits im Juni von einem Undercover-Polizisten verhaftet worden, weil der Politiker Klappensex angestrebt hatte (a href= http://www./news_detail.php?article_id=7496 class=”bodytoplinks”> berichtete/a>).
“Was er getan hat, war heuchlerisch”, erklärte Frank der Nachrichtenagentur AP. “Aber er hat sein Amt nicht missbraucht. Ich denke, Politiker sollten nur zurücktreten, wenn sie sich haben kaufen lassen.” Es sei eine Sache, wenn ein Politiker korrupt sei, aber eine andere, wenn er “alleine in eine Toilette geht”. Gleichzeitig kritisierte er das politische Wirken des republikanischen Senators scharf, der in Abstimmungen stets eine konservative Linie verfolgte: “Das ist Heuchelei, wenn man Schwulen und Lesben die selben Rechte vorenthält, gleichzeitig aber heimlich gleichgeschlechtlichen Sex hat”, so Frank.
Craig beteuert unterdessen weiterhin, bei dem Zwischenfall auf der Flughafentoilette habe es sich um ein Missverständnis gehandelt (a href= http://www./news_detail.php?article_id=7502 class=”bodytoplinks”> berichtete/a>). Seine republikanischen Parteifreunde distanzieren sich jedoch immer mehr von ihm.
Barney Frank wurde 1980 erstmals in den Kongress gewählt. 1987 hatte er sein Coming-out – und gewann bei den alle zwei Jahre stattfindenden Kongresswahlen seinen Wahlkreis stets souverän. (dk)
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August 31st, 2007

Budapest - Eine Budapester Radiostation hat zwei Angestellte fristlos entlassen, weil sie auf der Website des Senders einen offen schwulen Politiker in einer Fotomontage mit Rosa Winkel vor dem Konzentrationslager Auschwitz gezeigt hatten. Der sozialdemokratische Staatssekretär Gábor Szetey hatte erst vor kurzem sein Coming-out. Er erklärte nach Bekanntwerden des Fotos auf der Seite von Lánchíd Rádió: “Ich habe eine Nachricht für alle, die an dieser Aktion beteiligt waren und damit sympathisieren – Ihr könnt mich so nicht einschüchtern!” Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány stärkte seinem Parteifreund demonstrativ den Rücken und kritisierte gleichzeitig die aufkeimende neofaschistische Bewegung in Ungarn: “Es ist sehr traurig, wenn jemand nicht versteht, dass Ausschwitz eine der größten Tragödien in der europäischen Geschichte ist. Die Faschisten agieren wieder offener. Sie klopfen nicht an unsere Türe, sie sind schon unter uns.”
Paramilitärische Vereinigung gegründet
Er reagierte damit auch auf die Gründung der rechtsextremen Magyar Gárda, die am Wochenende öffentlich die ersten 56 “Gardisten” auf die Fahne vereidigt hatte. Die Gruppe ist der paramilitärische Arm der Partei “Bewegung für ein besseres Ungarn”. “Die ungarische Garde wurde gegründet, um die Ungarn zu retten und einen Regimewechsel herbeizuführen”, erklärte Parteichef Gábor Vona. Die Bewegung profiliert sich vor allem über ihre starke Ablehnung gegen Roma, Juden und Homosexuelle. (dk)
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August 31st, 2007

Berlin - Die Grünen kritisieren heftig die Warnung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) vor einem Homo-”Kult” (a href= http://www./news_detail.php?article_id=7509 class=”bodytoplinks”> berichtete/a>). “Schluss mit dem Homo-Diskriminierungskult, Herr Koch”, forderte Volker Beck, Parlamentarische Geschäftsführer der Ökofraktion im Bundesag. Der Ministerpräsident versuche sich “mal wieder in politischer Denunziation”, so Beck. “Koch will uns damit sagen, die spinnen die Homosexuellen! Was er genau unter seinem Popanz Homo-Kult versteht, sagt er uns nicht”.
Der Grünenpolitiker verlangt, dass sich Koch für gleiche Rechte für Homosexuelle einsetzen solle. Als Verhandlungsführer bei der Erbschaftssteuerreform habe er dazu Gelegenheit. Zuletzt sorgten Berichte für Aufregung, nach denen die Union Schwule und Lesben bei der Erbschaftssteuer gegenüber Hetero-Paare noch mehr benachteiligen wolle (a href= http://www./news_detail.php?article_id=7445 class=”bodytoplinks”> berichtete/a>). “Es gibt keinen Grund an dem Fetisch der Diskrimierung von eingetragenen Lebenspartnerschaften gegenüber der Ehe festzuhalten”, meint dazu Beck.
Auch die hessischen Grünen kritisieren in einem offenen Brief Ministerpräsident Koch: “Wir sind weiterhin sicher: Sie wären der Erste, der eine Unterschriftenkampagne gegen echte Homo-Gleichstellung lostreten würde, wenn Sie sich davon politischen Gewinn versprächen”, erklärte der Politische Geschäftsführer Kai Klose. (pm/dk)
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August 31st, 2007

Tipps von und gay-parship rund um Verführung, Verhandlung und Co.
Von Eric Hegmann/gay-parship/
Genauso unterschiedlich wie Männer sind die verschiedenen Wege, sie kennen zu lernen. Jeder Mann bevorzugt ein anderes Tempo: der eine wünscht sich zunächst Freundschaft als Basis für eine immer weiter wachsende Liebe, der andere sehnt sich nach der Liebe sofort auf den ersten Blick. Aber jedes Date ist auch ein wenig ein Spiel und ein Wettkampf. Und da zählt das richtige Timing. Deshalb ist wichtig zu wissen, in welche Phasen das Spiel unterteilt ist, um vorbereitet reagieren zu können.
Phase 1: Die Wahl
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August 31st, 2007
Eine ungarische Radio-Station hat zwei Mitarbeiter entlassen, weil sie auf der Website einen offen schwulen Politiker in einer Fotomontage gezeigt haben. Gabor Szetey (Bild)wurde vor dem KZ Auschwitz stehend abgebildet, auf dem Revers ein rosa Dreieck, das Zeichen fürnbsp;Schwule und Lesben in der NS-Zeit.
Szetey ist das erste Mitglied einer Regierung, das sich in Ungarn geoutet hat. Lanchid Radio hat die beiden Mitarbeiter, die dafür verantwortlich waren, sofort entlassen. Szetey selbst reagierte relativ gelassen: Ich habe eine Botschaft an die, die das gemacht haben und an die, die damit einverstanden sind - man kann mich nicht einschüchtern.
Lanchid Radio hat sich entschuldigt: Die Eigentümer und Manager verurteilen, was hier geschehen ist und entschuldigen sich bei Gabor Szetey und bei jedem, der sich gekränkt fühlt. Premierminister Gyurcsany und viele seiner Kollegen haben die Tat auf das Schärfste verurteilt. Gleichzeitig warnten sie vor der neuen Gefahr durch Neofaschisten.
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August 31st, 2007
Es hätte das erste Banquet der Americans for Truth Against Homosexuality werden sollen - in einem gediegenen Rahmen. Holiday Inn in Napervielle, Illinois, wurde auserkoren. Doch die Manager des Holiday Inn erkannten das Konfliktpotenzial und sagten das Festessen ab und verzichteten somit auf eine Einnahme zugunsten von politischer Korrektheit.
Der Präsident der seltsamen (christlich-fundamentalistischen) Vereinigung, Peter LaBarbera, teilte dem Hotel mit, dass es eventuell zu Protesten von Homosexuellen kommen könnte. Daraufhin stornierte die Leitung das Essen mit folgender Begründung: Sie bezeichnen sich als christlich, doch in Wahrheit ist ihre Gruppe einzig und allein darauf aus, gegen Homosexualität aufzutreten und Stimmung zu machen. Wenn eine Firma, wie unsere, so eine Veranstaltung ausrichtet, dann müssten wir uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir homophob sind - was sicher nicht zutrifft. Wir unterstützen keinesfalls ihre verdrehten Ideen und Ansichten. Holiday Inn ist weder anti-christlich noch anti-religiös. Wir sind gegen Hass und für Akzeptanz.
LaBarbera meinte, dass es ein trauriger Tag für Amerika sei, wenn eine kleine Minderheit eine Versammlung von aufrechten Christen beeinflussen könne.
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August 31st, 2007
Die Stadtregierung von Shanghai hat angeordnet, dass Vermieter in Zukunft nicht mehr an gleichgeschlechtliche und heterosexuelle, aber unverheiratete, Paare vermieten dürfen.
Die Regierung möchte, dass nur mehr Familien und Singles Wohnraum mieten dürfen. Ob das auch für schwule Singles zutrifft, wurde nicht gesagt.
Man will damit Lebensabschnittspartnerschaften verhindern. Man könnte auch eine andere Absicht herauslesen: Shanghai ist übervoll. Es gibt kaum Wohnraum. Vielleicht möchte man Neueinmietungen von vornherein abwenden? Auszlig;erdem wird ein Mindestwohnraum pro Mieter vorgeschrieben und Untermieten werden erschwert.
In Shanghai ist es üblich, dass Zeitarbeiter und Studenten einfach nur ein Bett mieten. Obwohl Homosexualität nicht ungesetzlich ist, sieht sich die dortige Gemeinde einem akzeptierten Druck von Justiz und Polizei ausgesetzt: Lokale werden aus fadenscheinigen Gründen geschlossen, Menschen werden schikaniert, nur weil sie möglicherweise schwul sein könnten, schwule Websites werden gesperrt usw. …
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August 31st, 2007
Die Linkspartei fordert im Streit um das Erbschaftssteuerrecht, alle Lebensweisen gleichzustellen. bdquo;Alle Erbinnen und Erben sollen einen einheitlichen Freibetrag unabhängig vom Verwandtschaftsgrad zum Erblasser erhaltenldquo;, erklärte Barbara Höll, steuerpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Nur so lasse sich eine gerechte Erbschaftsbesteuerung erreichen. Die SPD habe nun die Chance, ihren bdquo;im Sommer mehrfach bekundeten Willen, sich für eine Gleichstellung von Lebenspartnerschaften einzusetzen, endlich zu realisierenldquo;, fuhr Höll fort.
nbsp;Zuvor hatte ein Entwurf der Unionsfraktion vorgesehen, die Benachteiligung von Eingetragenen Lebenspartnern gegenüber Eheleuten in Deutschland noch zu verschärfen. Demnach wollten CDU und CSU den bisherigen Freibetrag für Lebenspartner in Höhe von 5.200 Euro komplett streichen, dafür aber den Freibetrag von Heterosexuellen von bislang 307.000 Euro fast verdoppeln.
nbsp;Gestern beriet eine Expertengruppe des Bundes und der Länder über die geplante Reform der Erbschaftsbesteuerung. Unionspolitiker fordern derweil, wie in Schweden oder Italien die Erbschaftssteuer komplett abzuschaffen. Hintergrund ist auch die Entscheidung der öVP/SPö-Regierung in österreich, 2009 keine Erbschaftssteuer mehr zu erheben. So unterstützte auch Otto Bernhard, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, einen entsprechenden Vorschlag der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung. Mit der SPD sei das allerdings nicht durchsetzbar, erklärte Bernhard in der bdquo;Bildldquo;-Zeitung.
nbsp;Derzeit betragen in Deutschland die jährlichen Einnahmen aus der Erbschaftssteuer rund vier Milliarden Euro, die komplett den Ländern zuflieszlig;en. Eine Neuregelung der Steuer wurde notwendig, weil das Bundesverfassungsgericht die unterschiedliche Besteuerung von Immobilien und anderen Vermögen als verfassungswidrig erklärte.
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August 31st, 2007
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat davor gewarnt, aus der Homosexualität seiner Kultusministerin Karin Wolff (CDU) in Deutschland einen bdquo;Kult zu machenldquo;. Wolff hatte im Juli in der bdquo;Bildldquo;-Zeitung ihr Coming-out, was innerhalb der Union für Unruhe sorgte.
Erstmals hat sich nun Koch in einem Interview mit der Zeitschrift bdquo;Bunteldquo; zu dem Sachverhalt geäuszlig;ert: bdquo;Ich achte unterschiedliche Lebensformenldquo;, sagte der hessische Landesvater. Schwule und Lesben dürften bdquo;nicht diskriminiert, Homosexualität darf nicht tabuisiert werden.ldquo;
Der CDU-Bundesvize schränkte dann ein: bdquo;Gleichzeitig sollten wir aber auch die Kraft haben, daraus keinen Kult zu machen.ldquo; Vorbild bleibe für ihn die traditionelle Familie: bdquo;Es ist die Form, in der die meisten Menschen in diesem Lande lebenldquo;, erklärte Koch. Für seine Kultusministerin hat er derweil nur Lob übrig: bdquo;Ich kenne Karin Wolff seit über 30 Jahren, bin mit ihr befreundet. Und ich habe ihr von ganzem Herzen ein glückliches Leben gewünscht.ldquo;
Der deutsche SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kritisierte, dass Koch bdquo;unterschwellig Stimmung gegen Homosexuelleldquo; mache. bdquo;Ich warne ihn vor der Wiederholung seines Versuches von 1999 auf Kosten von Minderheiten einen populistischen Wahlkampf zu führenldquo;, so Heil zur Nachrichtenagentur ddp. Er bezog sich damit auf einen Unterschriftenkampagne gegen die doppelte deutsche Staatsbürgerschaft, die international als Kampagne gegen Ausländer interpretiert wurde.
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August 31st, 2007
Nach der verlorenen Wahl im letzten Jahr hat die öVP eine groszlig;e Reformdiskussion gestartet. Unter dem Titel raquo;Perspektiven 2010« hat sie ihre Basis aufgerufen, im Internet und in Impulsgruppen zusammen mit ExpertInnen, PolitikerInnen und der allgemeinen Zivilgesellschaft die traditionellen Positionen zu überdenken und die Zukunft der öVP zu erarbeiten.
Eine der 16 Impulsgruppen widmete sich dem Thema raquo;Familie und Kinder« und einer deren vier Arbeitskreise raquo;Familie und Recht«. In diesem Arbeitskreis wurden auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften diskutiert, und RKL-Präsident, Dr. Helmut Graupner, war am 21. Juni dort eingeladen, einen Vortrag zu halten. Dabei plädierte er für das Standesamt und insbesondere für die Aufhebung des Eheverbotes als jene Variante, die als einzige wirkliche Gleichbehandlung mit sich bringt. Die Diskussion wie die gesamte Veranstaltung waren für ein spannendes und hochinteressantes Erlebnis (Link siehe unten).
Und nun einige Wochen später folgte die Sensation. Der Arbeitskreis raquo;Familie und Recht« präsentierte seine Ergebnisse und fordert für gleichgeschlechtliche Paare die Aufhebung des Eheverbotes und die Ermöglichung der Zivilehe.
Gleichgeschlechtliche Ehepaare sollen dabei mit kinderlosen verschiedengeschlechtlichen Ehepaaren völlig gleichgestellt werden (Adoption soll nicht möglich sein). Diese sensationelle Entwicklung wird noch erstaunlicher wenn man bedenkt, dass der Arbeitskreis nicht vom liberalen Flügel der öVP sondern von ProponentInnen des Familienbundes dominiert war, die zum konservativen Kernbereich der öVP zählen.
Es steht uns somit ein heiszlig;er Herbst bevor, in dem sich weisen wird, ob die Leitung der Perspektivengruppe und die öVP-Spitze dem folgen oder sogar ihrer eigenen Basis trotzen wird. Der nächste Schritt wird die Präsentation der Ergebnisse der 16 Impulsgruppen und ndash; laut Perspektivengruppen-Website ndash; raquo;somit auch der Zukunft der öVP« durch den Leiter der Perspektivengruppe Bundesminister Josef Pröll sein.
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