Gegen ÖVP-Verhinderer: Grazer Grünen-Vizebürgermeisterin outete sich
März 26th, 2008
() Die öVP spielt beim Thema eingetragene PartnerInnenschaften am Standesamt auf Zeit, denn VP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer lieszlig; vergangene Woche verlautbaren, dass man bdquo;erst am Beginn der Arbeitldquo; stünde, wie der bdquo;Standardldquo; berichtet.
Das Ergebnis der letzten Sitzung der zwischen Justiz- und Familienministerium eingerichteten Arbeitsgruppe am vergangenen Donnerstag steht im Widerspruch zu den Festlegungen der öVP im September des Vorjahres. In der damals gegründeten bdquo;Perspektivengruppeldquo; sprach man sich für eine eingetragene Partnerschaft beim Standesamt aus. öVP-Chef Wilhelm Molterer versprach die Umsetzung und die Erarbeitung eines eigenen Gesetzesentwurfs.
Für Ende 2007 stellte man einen Kompromiss mit dem Gesetzesentwurf von Justizministerin Maria Berger (SPö) in Aussicht. Der Termin wurde auf Ende Jänner und dann auf März 2008 verschoben. Jetzt redet sich Donnerbauer auf den arbeitsintensiven U-Ausschuss aus und will keinen Zeitpunkt mehr nennen.
Donnerbauer betonte gegenüber dem bdquo;Standardldquo;, dass für ihn die bdquo;Expertenergebnisse aber keinesfalls verbindlichldquo; seien. Man hatte sich in der Arbeitsgruppe geeinigt, dass die Partnerschaft mit Zeremonie vor dem Standesamt stattfinden soll. Donnerbauer bleibt bei der von VP-Klubchef Wolfgang Schüssel vorgegebenen Linie, wonach die Partnerschaft nicht unbedingt beim Standesamt fixiert werden soll.
Wie bdquo;schmerzvollldquo; muss es für die bdquo;Gleichberechtigungsverhindererldquo; Schüssel und Donnerbauer sein, dass sich die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne; Bild), damit Stellvertreterin von Siegfried Nagl (öVP), vergangenen Freitag in ihrer Antrittsrede zur Homosexualität bekannte. Die 43-Jährige will als bekennende Lesbe für die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlich orientierter Menschen eintreten: bdquo;Normalität und Abnormalität ist keine Frage der Sexualität.ldquo; Sie meinte weiter im Zusammenhang zu den vergangenen Auseinandersetzungen mit dem Grazer Bürgermeister Nagl (öVP): bdquo;Ich weiszlig;, dass er lernfähig ist.ldquo; (cbox)
<
Tatchell: Iran ist wie Nazi-Deutschland
März 26th, 2008
() Der britische Homoaktivist Peter Tatchel (Bild)hat in einem Interview mit der BBC den Iran mit Nazi-Deutschland verglichen. bdquo;Jeder Schwule und jede Lesbe im Iran muss heute mit der Angst leben, das es nachts an die Tür klopft. Das ist so wie bei den Juden in Nazi-Deutschland. Das ist die Angst, die existiert.ldquo;
Tatchell war eingeladen, um eine Analyse zum Fall des iranischen Teenagers Mehdi Kazemi abzugeben, der derzeit von der Abschiebung bedroht ist. Die britischen Behörden hatten zuvor seinen Asylantrag abgelehnt und behauptet, Homosexuellen im Iran würde nichts geschehen, wenn sie sich diskret verhalten würden. Nach vielen Medienberichten wird der Fall nun noch einmal neu geprüft.
Tatchell meinte in Bezug auf eine frühere äuszlig;erung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, in seinem Land gäbe es keine Homosexuellen: bdquo;Wenn es wahr wäre, dass es keine Homosexualität im Iran gibt, wieso wird im iranischen Strafrecht diese Sexualität als Verbrechen eingeordnet, die mit dem Tode bestraft wird? Das ist doch ganz offensichtlich absurd. Und natürlich gibt es keine einzige offen homosexuelle Person im Iran, weil du sonst verhaftet, ins Gefängnis geworfen, bis zu einem Geständnis gefoltert und dann öffentlich hingerichtet wirst.ldquo; (cwq)
<
Heftige Kritik an deutscher Antidiskriminierungsstelle
März 26th, 2008
() Ausgerechnet ein Würdenträger der Katholischen Kirche soll auf dem 1. Antidiskriminierungskongress in Deutschland den einleitenden Vortrag halten: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat für den 23. April 2008 zum Thema bdquo;Wertegesellschaft als ökonomischer Faktorldquo; nach Berlin eingeladen ndash; mit Kardinal Karlnbsp;Lehmann (Bild)als Auftaktredner.
bdquo;Lesben und Schwule sind empört, dass ausgerechnet ein hoher Repräsentant der Katholischen Kirche den einleitenden Vortrag der Veranstaltung halten sollldquo;, kritisierte Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) und Mitglied des Beirats der Antidiskriminierungsstelle. Bruns wirft der Katholischen Kirche vor, selbst zu diskriminieren: bdquo;Die Katholische Kirche ist einer der gröszlig;ten Arbeitgeber Deutschlands. Die meisten katholischen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und Kindertagesstätten werden aber nicht von der Katholischen Kirche selbst finanziert, sondern zu 95 % und mehr durch Steuergelder und die Entgelte der Benutzerinnen und Benutzer. Trotzdem entlässt die Katholische Kirche alle Lesben und Schwule, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, und zwar auch in solchen Einrichtungen, in denen sie nichteheliche Partner, wiederverheiratete Geschiedene und Nichtchristen duldet und weiterbeschäftigt.ldquo;
Davon abgesehen versuche Papst Benedikt XVI. und die katholischen Würdenträger immer wieder, durch Appelle an Politik und bdquo;Wahlvolkldquo; zu verhindern, dass Lesben und Schwule die vollen Bürgerechte erhalten, so Bruns. bdquo;Dabei diffamieren sie Lesben und Schwule als defizitär und minderwertig und als Gefahr für den Fortbestand der Familien und des Volkes.ldquo; Viele dieser Appelle seien regelrechte Hasspredigten.
Bruns kritisierte, dass die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Frau Dr. Martina Köppen, mit dem Beirat der Antidiskriminierungsstelle nicht über ihre Absicht gesprochen hat, Karl Kardinal Lehmann einzuladen. bdquo;Der Beirat hätte ihr sicher klargemacht, dass sie sich anschickt, den Bock zum Gärtner zu machen.ldquo; (dk)
<
Missbrauchsprozess gegen Priester
März 26th, 2008
() Wieder erschüttert ein Missbrauchsprozess gegen einen katholischen Pfarrer die Reihen der Kirchengemeinde. Ein einschlägig vorbestrafter Priester aus dem deutschen Riekofen soll sich laut der Staatsanwaltschaft Ende 2003 in mindestens 22 Fällen an einem 11-jährigen Ministranten vergangen haben.
Mitte März wurde der 40-jährige Pfarrer Peter K. deshalb zu drei Jahren Haft verurteilt, die er allerdings in der Psychiatrie absitzen wird. Die geringe Haftstrafe resultiert aus einem Gutachten, in dem der Priester wegen einer Persönlichkeitsstörung nur eingeschränkt schuldfähig eingestuft wurde. Der Verurteilte entschuldigte sich bei dem Jungen und will 8.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Kopfschütteln bereitet vielen die Tatsache, dass der geständige Geistliche bereits während seiner Kaplanszeit im bayerischen Viechtach einen Jungen missbraucht und deshalb 2000 eine Haftstrafe auf Bewährung erhalten hatte. Die Auflage: er durfte während der dreijährigen Bewährungszeit nicht mit Jugendlichen arbeiten. Der 40-Jährige hielt sich aber nicht daran und veranstaltete für Ministranten bereits ein Jahr später Fahrten nach Rom oder Ausflüge.
Laut Anklage soll er die Jugendlichen auch zu sich nach Hause eingeladen haben, um mit ihnen Wasserpfeife zu rauchen und Alkohol zu trinken. Vor Gericht behauptete der Priester, mit dem 11-Jährigen eine raquo;Liebesbeziehung« gehabt zu haben. (cbox)
<
R.E.M.-Sänger ist nun offiziell out
März 26th, 2008
() Michael Stipe, 48, hat sich nun offiziell geoutet. Es überrascht natürlich niemanden und er selbst war erstaunt, dass das nicht ohnehin klar wäre.
Ich war immer offen mit meiner Band, Familie und meinen Freunden. Selbstverständlich auch mit den Menschen, mit denen ich Sex hatte. Ich dachte, es wäre allen klar. Ich habe jedoch noch nicht dieses dringende Gefühl gehabt zu sagen, das ist mein Freund. Vielleicht kommt diese Beziehung ja noch.
2001 hat er sich schon einmal geoutet und beschrieb sich danach als einen schwulen Künstler. Michael Stipe besitzt ein vegetarisches Restaurant und eine Filmgesellschaft.
Das neueste Album wird am 1. April veröffentlicht werden - Accelerate wird R.E.M.’s 14. Studio-Album sein. (ma)
<
Schwuler Poet darf weiterhin in Irlands Schulen gelesen werden
März 26th, 2008
() Cathal O’Searcaigh (Bild)hat in Nepal mit dem Gesetz Schwierigkeiten bekommen. Angeblich soll er minderjährige (16-jährige) Burschen zu Sex verleitet haben.
Seine Werke stehen aber in den Lehrplänen der irischen Schulen; die Bildungsministerin Mary Hanafin hat nun entschieden, dass es auch so bleiben soll. Die Anschuldigungen tauchten auf, als ein Fernsehteam eine Dokumentation über ihn in Nepal drehte.
O’Searcaigh: Sollte mein schwuler Lebensstil jemanden verletzt haben, so bedaure ich das. Dass ich aber Sex mit Minderjährigen gehabt haben soll, ist einfach nur lächerlich. (ma)
<
Science-Fiction Autor Clarke gestorben
März 26th, 2008
() Im hohen Alter von 90 Jahren ist der Autor Sir Arthur Clarke in Sri Lanka gestorben. Obwohl er über seine Sexualität nie wirklich Auskunft gab, so wird doch gemeinhin angenommen, dass er schwul war.
Sein berühmtestes Werk ist 2001: A Space Odyssey. 1953 war er für sechs Monate verheiratet.
In seinen letzten Jahren lebte er mit seinem Geschäftspartner Hector Ekanayake und dessen Frau zusammen. In 50 Jahren wird man mehr wissen, denn dann wird sein Privatarchiv geöffnet werden. (ma)
<
Griechische Kirche gegen unverheiratete Paare
März 26th, 2008
() Die griechisch-orthodoxe Kirche hat sich dagegen ausgesprochen, unverheiratete heterosexuelle Paare in das Land zu lassen, um ihre Beziehung legalisieren zu lassen.
Die griechische Regierung will allen Paaren die gleichen Rechte zugestehen, die auch verheiratete Paare haben. Die Synode hat von einer Katastrophenbombe gesprochen, die die griechische Gesellschaft schädigen wird und ein Schritt Richtung Prostitution ist. Dies betrifft aber nur heterosexuelle Paare. In der Frage von Homosexualität ist die Regierung immer noch auf einer homophoben Schiene. (ma)
<
« Previous Entries Next Entries »

