März 26th, 2008
() Das Schweizer Bundesamt für Migration will einen schwulen Mann aus Kamerun in seine Heimat abschieben. Dort drohen ihm wegen seiner Homosexualität Haft und Misshandlungen.
Der 18-jährige Anatole Zali reiste am 3. Februar 2008 aus Kamerun in die Schweiz ein und beantragte am Flughafen Zürich Asyl, da man ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung bedroht hatte. In Kamerun soll Anatole Zali seinen Angaben zufolge Drohungen von der Polizei erhalten haben, zuerst in der Hauptstadt Yaounde und dann in Douala, wo er sich zu seinem Schutz bei seinem Cousin aufhielt. Sein Cousin wurde später unter dem Verdacht der Homosexualität von der Polizei festgenommen, schlieszlig;lich wurde auch für Anatole Zali wurde mit derselben Begründung ein Haftbefehl ausgestellt. Um der Festnahme zu entgehen, floh Zali in die Schweiz. Sein Asylantrag wurde jedoch am 14. Februar 2008 abgelehnt.
Das Kameruner Strafgesetz kriminalisiert Homosexualität. In Abschnitt 347 heiszlig;t es darin: bdquo;Wer sexuelle Beziehung mit einer Person gleichen Geschlechts unterhält, wird mit Haftstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft und muss eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 bis 200.000 Francs (etwas 30,50 bis 305 Euro) zahlen.ldquo;
amnesty international weiszlig; von mindestens elf Männern, die zwischen dem 19. Juli und 1. September 2007 in Kamerun unter dem Vorwurf der bdquo;Ausübung der Homosexualitätldquo; festgenommen wurden und betrachtet sie als gewaltlose politische Gefangene. Berichten zufolge werden Personen, die sich in Kamerun aufgrund ihrer angeblichen sexuellen Orientierung in Haft befinden, häufig zum Ziel von Misshandlungen.
Um die Abschiebung Anatole Zalis zu verhindern, ruft amnesty internationalnbsp; dazu auf, E-Mails, Telefaxe oder Briefe an das Schweizer Bundesamt für Migration zu schicken: Dr. Eduard Gnesa, Direktor des Bundesamts für Migration, Quellenweg 6, CH - 3003 Bern-Wabern, Schweiz - (korrekte Anrede: Dear Dr Gnesa) - Telefax: (0041) 31 325 86 82 - E-Mail: eduard.gnesa@bfm.admin.ch (ma)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Die Bürgermeister von Riga (Lettland) und Tallinn (Estland) werden sich nicht einer Kampagne für die Versammlungsfreiheit von LGBT-Menschen in Europa anschlieszlig;en.
Die International Gay and Lesbian Association wollte, dass diese beiden Städte sich den anderen 19 in Europa anschlieszlig;en. Keine Probleme gab es bei Paris, Nicosia, Amsterdam, Winterthur, London, Stockholm, Köln, Barcelona, Venedig, Wien, Bologna, Manchester, Kopenhagen, Budapest, Ljubljana, Zürich, Berlin, Dublin und Luxembourg. Die baltischen Staaten gelten in als die homophobsten in Europa. (ma)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Die Proteste gegen die bevorstehende Abschiebung des schwulen Kameruners Anatole Zali aus der Schweiz in sein Heimatland haben Wirkung gezeigt. Das Bundesamt für Migration (BFM) habe sich bereit erklärt, den Asylantrag erneut zu prüfen. teilte Amnesty International mit. Der 18-Jährige sei bereits aus der Ausschaffungshaft entlassen worden.
Amnesty hatte zuvor eine Protestbriefaktion wegen des Falls ausgelöst. Der junge Kameruner reiste am vergangenen 3. Februar auf dem Flughafen Zürich-Kloten in die Schweiz ein und begründete sein Asylgesuch mit seiner Homosexualität. Ihm drohten in der Heimat wegen seiner sexuellen Orientierung die Verhaftung und Misshandlungen.
Am 14. Februar war Anatole Zalis Gesuch abgewiesen worden, und auch
der Einspruch dagegen, den er nach Angaben von Amnesty International ohne Unterstützung eines Anwalts selber habe formulieren müssen, war erfolglos geblieben. (cwq)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
()Ein in der lokalen Schwulenszene in Florida bekannter und sehr beliebter Barbesitzer und sein Freund wurden tot gefunden.
Die Polizei von West Palm Beach spricht von Mord und Selbstmord. Die Beziehung von Michael Brown, 50, zu Brant Hines, 27, war immer schon ein Auf und Ab. Letzte Woche dürfte es zu einem handfesten Streit zwischen dem Besitzer von H.G. Roosters und seinem jüngeren Freund gekommen sein.
Brown wurde geschlagen und erstochen, Hines ging dann noch mit den Hunden Gassi und erhängte sich am nächsten Tag. Die Community hat eine Gedenkfeier abgehalten. (ma)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Die FPö erteilt der Forderung der Grünen, mehr Budgetmittel für Schulprojekte über Homosexualität zur Verfügung zu stellen, eine klare Absage. In einer Presseaussendung lehnte, Monika Mühlwerth, die Schulsprecherin der FPö-Wien, auch die Aufnahme des Themas in Lehrplänen und Lehrerausbildungen ab.
Im Gegenzug soll wegen des hohen Ausländeranteils an Wiens Schulen laut Mühlwerth bdquo;die Unterrichtsstunden zum Erlernen der Grundkenntnisseldquo; verwendet werden. bdquo;Das Erlernen der Kultur und Sprache ist mit Sicherheit wichtiger als sich pausenlos über irgendwelche Kampagnen zum Thema Homosexualität Gedanken zu machenldquo;, so Mühlwerth weiter. (cbox)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Die deutsche Bundesregierung sieht keinen akuten Reformbedarf zur Gleichbehandlung von Ehepaaren und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern im Adoptionsrecht. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion Deutschlands hervor.
Darin erklärt die Bundesregierung weiter, dass die gemeinsame Adoption durch homosexuelle Lebenspartner solide und sozialwissenschaftlich diskutiert werden müsse, weswegen das Bundesjustizministerium die Situation von Kindern in Lebenspartnerschaften untersuchen lasse. Da man die Ergebnisse abwarten wolle, sei mit einer Gesetzesänderung in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu rechnen.
Dennoch wird das Europäische Adoptionsabkommen nach Einschätzung der Bundesregierung voraussichtlich dieses Jahr überarbeitet.
In einer weiteren Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion äuszlig;ert sich die deutsche Regierung zu der Aufforderung der Europäischen Kommission, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nachzubessern. Dazu fänden zurzeit Abstimmungen unter den Bundesressorts statt, heiszlig;t es. Allerdings könne man nach derzeitigem Beratungsstand keinen Nachbesserungsbedarf erkennen könne. Brüssel habe der Regierung eine Frist bis 1. April gesetzt, ein Kommissionsschreiben vom 31. Januar dieses Jahres zu beantworten. (pm)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Der Vorsitzende der nigerianischen Homosexuellenvereinigung wurde in der vergangenen Woche von Unbekannten zusammengeschlagen, bespuckt und beschimpft. Das berichtet die britische bdquo;Lesben- und Schwulenorganisation Changing Attitude England.ldquo;
Der Vorfall ereignete sich während einer Trauerfeier. Als die Anwesenden einen Choral sangen, wurde das Opfer von einem anderen Mann angesprochen und gefragt, ob er auszlig;erhalb der Kirche etwas mit ihm besprechen könne. Dort wurde er dann von insgesamt sechs Männern geschlagen, angespuckt und beschimpft. Unter anderem sei gerufen worden: bdquo;Du stadtbekannter Schwuler - glaubst du, dass du vor uns davonlaufen kannst, damit deine berüchtigte Gruppe mehr Scheuszlig;lichkeiten in unserem Land verbreiten kann?ldquo;
Das Opfer glaubt an einen gezielten Angriff: bdquo;Meine Angreifer waren so gut über uns informiert, dass ich glaube, ein Insider oder ein Führer unserer anglikanischen Kirche hat hier seine Finger im Spielldquo;. Die Angreifer hätten zudem damit gedroht, Mitglieder der nigerianischen Homosexuellenorganisation umzubringen, weil sie bdquo;junge Burschen verführenldquo; und mit ihren Angriffen nicht aufzuhören, solange sich Schwule für ihre Rechte einsetzen.
Nigeria gilt als eines der homophobsten Länder der Welt. Letztes Jahr sollte ein repressives Anti-Homo-Gesetz verabschieden werden, das sogar einen gemeinsamen Restaurant-Besuch von zwei Schwulen verbietet. über das Gesetz, das sowohl von islamischen Gruppen als auch von der Anglikanischen Kirche des Landes unterstützt wird, ist bislang noch nicht abgestimmt worden. (cw)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Die neue deutsche Aufklärungskampagne bdquo;Vergiss Aids nichtldquo; des Saarbrücker Regenbogen e.V. präsentiert fünf prominente Bekenner: Katharina Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meierhenrich, Herbert Knaup und Pascal Hens. Sie alle gestehen: bdquo;Ich habe Aidsldquo;. Erst später folgt ein bdquo;hellip;nicht vergessen.ldquo;
Ziel der Kampagne ist es, alle Gesellschaftsgruppen auf das Thema Aids aufmerksam zu machen. bdquo;Vergiss Aids nichtldquo; fordert die Bürger in Print und TV sowie im Internet dazu auf, sich aktiver an Aufklärung und Prävention zu beteiligen. Die TV-Spots werden nach Ostern im Privatfernsehen ausgestrahlt und sind auf der Homepage vergissaidsnicht.de online abrufbar.
bdquo;Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Strategie der bisherigen Aids-Prävention überdacht und völlig überarbeitet werden muss. Unsere Kampagne setzt daher auf den Schock-Effekt beim Betrachten von Prominenten und deren vermeintlichen Aids-Geständnissen.ldquo;, sagt Jan Schwertner, 1. Vorsitzender des bdquo;Regenbogen e.V.ldquo;.
Seit 2001 sind die HIV-Neuinfektionen in Deutschland um 81 Prozent gestiegen. Ende 2007 lebten in Deutschland etwa 59.000 Menschen mit einer HIV-Infektion oder einer AIDS-Erkrankung. Nach einer aktuellen Schätzung des Robert-Koch-Instituts haben sich im Jahr 2007 circa 3.000 Menschen neu infiziert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund fünf Prozent auf einen neuen Höchststand. Im Durchschnitt infizieren sich täglich acht Personen in Deutschland mit HIV.
Die TV- und Print-Kampagne wurde von der Agentur bdquo;weigertpirouzwolfldquo; kreiert. Der 1999 gegründete Regenbogen e.V. hat es sich zum Schwerpunkt gemacht, HIV-Neuinfektionen durch Prävention und Aufklärung verhindern sowie Hilfeleistungen für HIV-infizierte und Aids-erkrankte Menschen bereitzustellen. (dk)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() In Hartford, Connecticut, einer verschlafenen Ostküstenstadt, hat sich folgendes zugetragen: ein Beamter des Gefängnisses hat sich krank gemeldet und wurde dann aber auf einem Video identifiziert. Und dieses Video zeigt Officer Dalton in Damenkleider und High-Heels bei einem Drag-Race-Wettbewerb.
Zusätzlich musste er mit einem Löffel ein Ei balancieren. Dieses Video wurde in einer lokalen Nachrichtensendung gezeigt und dabei wurde er erkannt. Dalton wird nun mit einer Anzeige rechnen müssen. (ma)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
März 26th, 2008
() Rick and Steve: The Happiest Gay Couple in the World wird im Lauf des Jahres auf dem britischen Fernsehkanal E4 zu sehen sein.
Die Lego-Männchen / Weibchen werden voll von Stereotypen sein - der Teenager mit seinem Daddy, das perfektes Schwulenpaar und das Baby besessene Lesbenpaar fehlen ebensowenig wie homophobe Aussagen.
Sechs Episoden zu 22 Minuten wurden gedreht und vom amerikanischen Sender Logo freigegeben.
Ein Reporter: Die Serie zeigt jedes Klischeacute;e, das nur möglich ist, verstärkt um den Faktor 100. Sie wird keine Freunde von der Heteroseite gewinnen, aber für die Homosexuellen ist die Serie einfach ein Riesenspaszlig;.
Ob wir die Serie jemals sehen werden? Zweifel, Zweifel… (ma)
<
Posted in Gay-News | No Comments »