April 30th, 2008
() Das Entführungs-bdquo;Dramaldquo; um den schwulen Maibaum in München scheint ein glückliches Ende zu nehmen: Das schwule Zentrum bdquo;Subldquo; hat sich mit dem Burschenverein Ismaning auf die Zahlung von Lösegeld in Form von Bier und Brotzeit für 40 Männer geeinigt. Die Burschen hatten den Baum - einer alten bayerischen Tradition folgend ndash; entführtt. Der Bestohlene kauft dann üblicherweise das Objekt gegen Speis und Trank frei.
Dabei hat das bdquo;Subldquo; Spenden auftreiben können, um das Lösegeld zu finanzieren. So trägt die Brauerei Löwenbräu 1.000 Liter Gerstensaft bei. Der Burschenverein will dafür den Baum am 1. Mai um 11 Uhr zum Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz bringen, wo auch ndash; der Tradition entsprechend ndash; die endgültigen übergabeverhandlungen geführt werden sollen. Beim darauf folgenden Fest wird auch der schwul-lesbische Trachtenverein bdquo;Schwuhplattlerldquo; auftreten.
Eines ist sicher: Die Veranstaltung, die von 11 bis 19 Uhr dauern soll, wird niemand nüchtern verlassen müssen. (dk)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 30th, 2008
() Die Website bdquo;about.comldquo; hat auch in diesem Jahr die bdquo;besten Automodelle für Schwuleldquo; gesucht und dieses Jahr den luxuriösen Cadillac CTS (Bild)zum Sieger erklärt. Der wuchtige Schlitten hat den schnittigen Porsche Cayman, Sieger des Jahres 2007, vom Thron gestoszlig;en.
Seit vier Jahren lässt Homepageautor Ramon Johnson die Leser des Lifestyle-Portals bdquo;about.comldquo;, ein Ableger der bdquo;New York Timesldquo;, über die bdquo;Top Cars for Gay Menldquo; abstimmen. Als Zielgruppe stehen schwule Männer bei der amerikanischen Autoindustrie hoch im Kurs. Der Cadillac CTS sei, so Johnson, ein modernes Auto und besonders für den schwulen Geschäftsmann geeignet.
bdquo;Das ist nicht mehr Groszlig;vaters Caddy. Der CTS ist die Zukunft der amerikanischen Autos: geschmeidiges Design, futuristische Technik und Weltklasse-Leistung. Ein Stern, der hell strahlt ndash; genau wie die heutigen, anspruchsvollen Schwulenldquo;, lautet ganz unbescheiden die Begründung. (cw)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 29th, 2008
() Der brasilianische Fuszlig;ballprofi Ronaldo Luiacute;s Nazaacute;rio de Lima (Bild)hat Trouble mit der Polizei von Rio de Janeiro, weil er Dienste von drei transsexuellen Prostituierten in Anspruch nehmen wollte, sie aber offenbar für eine echte Frauen hielt. Der 31-Jährige wirft den Damen einen Erpressungsversuch vor.
Die drei Prostituierten waren zur Polizei gegangen, weil Ronaldo ihnen angeblich die Zahlung verweigert hatte, obwohl sie in der Nacht von Sonntag auf Montag ihre Service-Dienstleistungen erbracht hätten. Eine der Drei trat in Fernsehinterviews unter dem Namen Andreacute; Albertino auf und zeigte Ronaldos Fahrzeugbrief vor, den der Fuszlig;ballstar angeblich als Garantie für eine spätere Zahlung hinterlegt habe. Auszlig;erdem habe er im Stundenhotel Drogen konsumiert. Eine Diskussion um die Begleichung der Rechnung ist offenbar von einer der Prostituierten gefilmt worden.
Ronaldo erklärte dagegen, er habe nur Spaszlig; mit biologischen Frauen haben wollen und sei von den Transsexuellen getäuscht worden. Als er das bemerkte, habe er angeboten, das vereinbarte Entgelt trotzdem zu bezahlen. Diese hätten aber nun 50.000 Real (19.000 Euro) als bdquo;Schweigegeldldquo; verlangt. Ronaldo wollte das nicht bezahlen. Zudem gab der Sportler an, noch nie illegale Drogen zu sich genommen zu haben.
Der verantwortliche Kommissar erklärte gegenüber den Medien, er halte Ronaldos Version in diesem Fall für bdquo;glaubhafterldquo;. Die Ermittlungen gingen aber weiter.
Ronaldo spielt für den italienischen Spitzenclub AC Mailand, ist aber derzeit verletzt. Der Stürmer wurde 1994 und 2002 mit der brasilianischen Nationalmannschaft Fuszlig;ball-Weltmeister. (dk)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 29th, 2008
() Als ein Fremdenführer erklärt, dass er transsexuell ist, feuert ihn sein Arbeitgeber, das deutsche Bundespresseamt. Ein Fall fürs AGG.
In Berlin sorgt im Moment der Fall der Mandy G. für Aufsehen: Seit fünf Jahren führte sie im Auftrag des deutschen Bundespresseamtes Besuchergruppen durch die deutsche Hauptstadt. Beschwerden von Kunden gab es nicht ndash; doch dann wurde sie gefeuert. Grund: Mandy, geboren als Matthias, wollte nicht mehr ihr Leben als Mann führen.
bdquo;Seit ich denken kann, habe ich mich eher weiblich als männlich gefühltldquo;, erklärte Mandy gegenüber der Tageszeitung bdquo;B.Z.ldquo;. bdquo;Jetzt hatte ich endlich die Kraft, diesen Schritt zu tun. Ich konnte das Versteckspiel nicht mehr aufrechterhalten. Es kostete mich zu viel Energie.ldquo; Ihrem Arbeitgeber teilte sie ihr Coming-out mit. Und der reagierte prompt: Das Bundespresseamt entzog Mandy sofort alle Aufträge. Sie sei als bdquo;Repräsentant des BPA und der Bundesregierung nicht mehr tragbarldquo;, lieszlig; man sie wissen.
Das Ganze könnte nun ein Testfall für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz werden, das 2006 von der Bundesregierung Deutschlands beschlossen wurde. Mandy klagt wegen der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und fordert 4.000 Euro Schadensersatz. bdquo;Es geht mir nicht wirklich um das Geld, sondern darum, professionell in meinem Beruf arbeiten zu könnenldquo;, erklärte sie.
Die deutsche Bundesregierung hält sich in diesem Fall merklich zurück. Gegenüber der Presse schweigt sie mit Hinweis auf das laufende Verfahren. Auf eine Anfrage des Dortmunder Bundestagsabgeordneten Michael Kauch (FDP) erklärte sie lediglich, dass sie den Fall bdquo;so nicht bestätigenldquo; könne. Kauch bezeichnete das Verhalten der Bundesregierung als heuchlerisch: bdquo;Die Bundesregierung verweigert offensichtlich die Antwort. Sie gibt sich nach auszlig;en tolerant: Sie verabschiedet Gesetze zum Schutz von Minderheiten und richtet eine Antidiskriminierungsstelle ein ndash; aber im eigenen Haus hält sie sich nicht daran.ldquo; Auch der Kölner Grünenabgeordnete Volker Beck hat sich in den Fall eingeschaltet: bdquo;Ich habe mich an die Antidiskriminierungsstelle gewandt, hoffe auf eine korrekte Entscheidung.ldquo;
Das AGG schützt nicht nur Arbeitnehmer sondern auch bdquo;arbeitnehmerähnliche Personenldquo; wie Mandy. Nach der vom Europäischen Gerichtshof gestützten Rechtsauffassung gilt die Diskriminierung von Transsexuellen als Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes.
Das Arbeitsgericht in Berlin wird sich in einer Güterverhandlung am 5. Mai mit dem Fall von Mandy beschäftigen. (dk)
Bild: Bis Ende letzten Jahres kleidetenbsp;sichnbsp;Matthias wie ein Mann - heute lebt Mandy glücklich als Frau.
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 29th, 2008
() Der Regisseur und Produzent schwuler Pornofilme, Jean-Daniel Cadinot, ist an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben.
Cadinot wurde am 10. Februar 1944 in Paris geboren. Er war Fotograf und wurde mit homoerotischen Porträts von Yves Navarre und Patrick Juvet bekannt. 1978 begann er mit dem Filmen.
Seine Darsteller waren von Anbeginn junge Männer bis 25, in seinen Filmen gab es immer auch eine Handlung, Humor und Ironie. Am 23. April 2008 starb er überraschend in Paris. (ma)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 29th, 2008
() Der evangelische Jugendkongress Christival droht mit rechtlichen Schritten gegen eine Vertreterin der Grünen Jugend Bremen. Grund: Sarah Dahnken hatte in einem Interview mit dem christlichen Nachrichtenportal bdquo;idealdquo; auf die Frage, ob sie die Kritik der Evangelikalen an Homosexuellen mit der Kritik der Nazis gleichsetze: bdquo;Das ist die gleiche Ebene. Wer sagt, Homosexualität ist eine Krankheit oder es ist eine Sünde, ist genauso wie einer, der gegen Juden ist.ldquo;
Die Christival-Führung nannte die Aussage Dahnkens bdquo;demagogischldquo;, forderte eine Entschuldigung und drohte mit rechtlichen Schritten. Dahnken erklärte daraufhin gegenüber bdquo;idealdquo;: bdquo;Meine Aussage in dem Interview wurde falsch gedeutet. Mir ging es darum auszudrücken, dass es uns egal ist, wer diskriminiert wird und von wem. Ob es dabei Evangelikale sind, die Homosexuelle diskriminieren, oder andere, wie zum Beispiel Nazis, die Juden diskriminieren, ist dabei auf der Diskriminierungsebene nicht anders zu bewertenldquo;. Natürlich stelle sie aber nicht Evangelikale mit bdquo;Judengegnernldquo; gleich.
Scharfe Kritik an der Drohung gegen seine Parteifreundin kommt von Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion in Deutschland. bdquo;An einen Bundestagsabgeordneten traut man sich nicht heran, mit ihm scheut man sogar den öffentlichen Dialog. Eine jugendliche Aktivistin, die sich für Demokratie und Minderheitenschutz einsetzt und gegen Intoleranz aufsteht, will man mit Androhung rechtlicher Schritte und drohenden Prozesskosten einschüchternldquo;, so Beck. Christival wolle damit eine Kritik ihrer Auffassung zur Homosexualität tabuisieren und Kritiker zwinge, den bdquo;evangelikalen Neusprechldquo; zu übernehmen.
Der Jugendkongress wird von Mittwoch bis Sonntag in Bremen stattfinden. Ursprünglich war darin ein Seminar geplant, in dem Schwule und Lesben als Kranke dargestellt werden sollten, die einer Heilung bedürfen würden. Dieses wurde zwar inzwischen abgesagt, allerdings hat sich Christival nie von den Methoden der sogenannte bdquo;Ex-Gaysldquo; distanziert. (pm/dk)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 28th, 2008
() bdquo;Der Bundeskanzler und Parteivorsitzender Alfred Gusenbauer hat am Samstag beim Wiener SPö-Landesparteitag klar, unmissverständlich und energisch fordernd festgehalten, dass endlich die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu beenden seildquo;, berichtete Peter Traschkowitsch, Landesvorsitzender der SoHo-Wien (Sozialdemokratie amp; Homosexualität) am Montag.
bdquo;Dieser Forderung kamen die Delegierten mit der einstimmigen Beschlussfassung unseres Initiativantrages sbquo;Gleich viel Recht für gleich viel Liebelsquo; nach. In diesem wird eine umfassende rechtliche Anerkennung und Absicherung und mittelfristig sogar die öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gefordertldquo;, informierte Traschkowitsch.
Die stellvertretende Landesvorsitzende Angelika Frasl zeigte sich erfreut, dass die Delegierten - einem internationalen Trend folgend - mit der Annahme eines weiteren Initiativantrages auch die notwendige Angebotserweiterung der Transsexuellenambulanz am AKH beschlossen hatten. bdquo;In einem ersten Schritt soll diese Angebotserweiterung die Einrichtung einer Erstberatung für Transgender-Personen und einer Beratung für deren Angehörige beinhaltenldquo;, konkretisierte Frasl und forderte eine rasche Verwirklichung.
Manfred Schütz, Mitglied des SoHo-Wien Vorstandes und Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung, freute sich ganz besonders über die Annahme eines weiteren Initiativantrags, nämlich: bdquo;Erstmals erging mit diesem Initiativantrag ein Arbeitsauftrag an den SPö-Gemeinderatsklub sich mit dem sensiblen Bereich (Homo)Sexualität und Behinderung auseinander zu setzen. Konkret sollen Sensibilisierungsmaszlig;nahmen im Hinblick auf den Abbau von ängsten und Vorurteilen gegenüber behinderten Menschen und die gleichzeitige Förderung des selbstbestimmten Umgangs mit Sexualität initiiert werden.ldquo;
Abschlieszlig;end hielt Traschkowitsch fest, dass bdquo;im Hinblick auf die Worte von Bundeskanzler und Parteivorsitzenden Gusenbauer es zu wünschen ist, dass das Gesamtpaket sbquo;Lebenspartnerschaftsgesetzlsquo; im Interesse der Betroffenen rasch und zügig umgesetzt wirdldquo;. (pas)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 28th, 2008
() In einem Waldstück nahe der lettischen Hauptstadt Riga ist Mitte April eine Leiche aufgetaucht. Damit ist möglicherweise der Verbleib des Multimillionärs Leonid Roschzkin geklärt, der am 15. März aus seiner Villa in Jurmala verschwunden war.
Der Hund eines Spaziergängers hatte den Toten gefunden, der nur mit etwas Erde bedeckt war. Der Schädel der Leiche weist schwere Verletzungen auf. Im Haus des 41-jährigen Roschzkin waren Blutspuren gefunden worden, die von einer Kopfverletzung stammen könnten. Nun soll eine DNA-Analyse zeigen, ob es sich bei dem Toten wirklich um den russischstämmigen Millionär handelt, der mit der Mobilfunkfirma Megafon sein Vermögen machte.
Die Behörden gehen allerdings derzeit davon aus, dass es sich um ein Verbrechen im privaten Bereich handelt und mit den Geschäften des Mannes nichts zu tun hat. Verdächtig ist der Liebhaber, mit dem der als schwul geltende Roschzkin seine letzte Nacht verbracht haben soll. Der junge Mann wurde festgenommen. (ar)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 27th, 2008
() Zur Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung wollen die Bundesrepublik Deutschland und die USA offenbar auch Daten zur sexuellen Orientierung der Verdächtigen austauschen. Das berichtet der bdquo;Spiegelldquo; in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Diese übereinkunft soll ein bislang geheim gebliebener Teil des am 11. März beschlossenen amerikanisch-deutschen Abkommens bdquo;über die Vertiefung der Zusammenarbeit bei der Verhinderung und Bekämpfung schwerwiegender Kriminalitätldquo; sein, so das Hamburger Nachrichtenmagazin. Es wurde von dem deutschen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) sowie vom US-Heimatschutzminister Michael Chertoff und US-Justizminister Michael Mukasey entwickelt.
Demnach können DNS-Profile über Verdächtige ausgetauscht werden und Daten über das bdquo;Sexualleben oder die Gesundheitldquo;. Tabu sind auch nicht Informationen, bdquo;aus denen Rasse oder ethnische Herkunft, politische Anschauungen, religiöse oder sonstige überzeugungen oder die Mitgliedschaft in Gewerkschaften hervorgehtldquo;.
Gisela Piltz, deutsche innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, bezeichnet das Abkommen als bdquo;Kuckuckseildquo;. Sie kann nicht erkennen, wie Daten zur sexuellen Ausrichtung terroristische Straftaten aufklären könnten. Auch DGB-Chef Michael Sommer kritisierte das Abkommen scharf. Es sei ein bdquo;Höhepunkt der Unverfrorenheitldquo;. Das deutsche Bundesinnenministerium teilte jedoch mit, dass bei bdquo;besonders sensiblen Daten hellip; besondere Schutzvorkehrungenldquo; gelten würden. (dk)
<
Posted in Gay-News | No Comments »
April 25th, 2008
() Der arabische Inselstaat Bahrain will Lehrer und ärzte dazu veranlassen, homosexuelle Kinder zu identifizieren, damit diese bestraft werden können. Ein entsprechender Vorschlag wird derzeit im Parlament diskutiert. Die Abgeordneten wollen ein Paket an Gesetzen verabschieden, um gegen Schwule und Lesben vorzugehen. Bereits im Februar hatten Abgeordnete erklärt, ein groszlig;es Problem für die Gesellschaft seien schwule Ausländer.
Das von schiitischen und sunitischen Parteien kontrollierte Parlament ist erst im Jahr 2002 gegründet worden. Es beschäftigt sich hauptsächlich mit bdquo;moralischenldquo; Problemen. Neben Homosexualität wollen die Abgeordneten unter anderem auch gegen bdquo;Hexereildquo; vorgehen.
Homosexualität ist im 700.000 Einwohner zählenden Bahrain seit der Einführung des britischen Kolonialrechts im Jahre 1956 illegal. Sie kann mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Auch nach der Unabhängigkeit von Groszlig;britannien blieb das Verbot in den Gesetzesbüchern bestehen. Dennoch gilt der Inselstaat als einer der toleranteren muslimischen Länder im Nahen Osten. (dk)
<
Posted in Gay-News | No Comments »