April 22nd, 2008
() bdquo;Ab sofort kann man sich für die Teilnahme an der diesjährigen Regenbogenparade anmeldenldquo;, gibt Martina Glanzl von der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien bekannt, die bereits zum sechsten Mal die Parade organisiert.
bdquo;Die Regenbogenparade findet heuer, bedingt durch die Fuszlig;ball-EM, etwas später als üblich, nämlich erst am 12. Juli 2008 statt. Gestartet wird indes wieder um 14 Uhr am Stadtpark. sbquo;Andersrumlsquo; geht es dann über die Ringstraszlig;e zum Heldenplatz, wo zwischen 17 und 22 Uhr die sbquo;Celebrationlsquo;, die groszlig;e Abschlussveranstaltung mit internationalen KünstlerInnen, über die Bühne gehen wird.ldquo;
bdquo;Wir freuen uns wieder auf viele TeilnehmerInnen und Gruppen, die durch ihre Beiträge und Wägen der Parade erst diese einzigartige und unverwechselbare Mischung aus selbstbewusster Sichtbarkeit, fröhlicher Lebenslust und politischer Manifestation verleihenldquo;, ergänzt Obmann Christian Högl.
Gruppen, die an der Parade teilnehmen wollen, können sich bis spätestens 20. Juni 2008 unter www.regenbogenparade.at online anmelden. Die Reihung der Startaufstellung wird nach Anmeldedatum, Thema und Einlangen der Startgebühr vergeben.
Vienna Pride und Straszlig;enbahn-Beflaggung
Die vier Wochen vor der Parade werden wieder unter dem Motto bdquo;Vienna Prideldquo; stehen und von unterschiedlichen Gruppen, Vereinen, KünstlerInnen, Szene-WirtInnen und Clubbing-VeranstalterInnen mit einer Vielzahl von regenbogenfarbenen Events bereichert. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich als bdquo;Partner of Vienna Prideldquo; registrieren. Weiters besteht auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, durch übernahme einer Patenschaft die Beflaggung aller Garnituren der 32 Wiener Straszlig;enbahnlinien mit Regenbogenfahnen zu ermöglichen.
Alle weiteren Informationen, etwa über Programm, Möglichkeiten zur Mitarbeit und vieles mehr finden sich ebenfalls auf dem Paraden-Website: www.regenbogenparade.at. (pas)
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April 22nd, 2008
() In Frankreich sorgt die geplante Einführung einer neuen Polizei-Software für Aufregung, in der die Beamten Verdächtige per Mausklick mit dem Merkmal bdquo;homosexuellldquo; versehen können. Ein ähnliches Vorgehen war 2005 in mehreren deutschen Bundesländern auf Kritik gestoszlig;en. Nach Protesten wurde die Datensammlung teilweise wieder eingestellt.
Die Polizeigewerkschaft hat die Auswahlmöglichkeit inzwischen als bdquo;skandalösldquo; bezeichnet und eine änderung der Software verlangt. Das französische Innenministerium verteidigte jedoch das neue Computer-Programm. Es stelle bdquo;keine Gefahr für die Freiheitldquo; dar, so Innenministerin Michegrave;le Alliot-Marie.
Ein weiteres umstrittenes Merkmal, das Polizisten zukünftig erfassen können, ist bdquo;permanent syndicalldquo; (bdquo;regelmäszlig;ig gewerkschaftlich aktivldquo;). Auszlig;erdem solle unter anderem eingetragen werden können, ob ein Beschuldigter obdachlos, behindert oder ein bdquo;Sektenanhängerldquo; sei. (dk)
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April 22nd, 2008
() In Groszlig;britannien ist er so etwas wie Uri Geller - ein Magier, ein Künstler, aber auch ein Blender - Derren Brown, 37. Nun hat Brown zugegeben, dass er seit einem Jahr mit seinem Freund zusammen lebt.
Ein Coming-Out als Persönlichkeit im öffentlichen Leben ist immer ein Einstehen für eine bestimmte Sache. Es geht dabei nicht um einen selber, um die Freunde oder die Familie - es ist ein Statement.
Im TV trat er mit Gedankenlesen, Hypnose und einem Russischen Roulette auf (das sich aber als Fake herausstellte). Derren Brown entschuldigte sich dann noch bei seinen weiblichen Fans, dass er eben nicht zur Verfügung stehe. (ma)
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April 22nd, 2008
() Einer der prominentesten Fürsprecher der Homophobie, Kardinal Alfonso Lopez Trujillo, 72, ist in Rom gestorben. Er war gegen die Homo-Ehe und gegen die Verwendung von Kondomen als ein Mittel im Kampf gegen AIDS.
Ein sturer Hardliner, der sich auch nicht scheute, liberale Regierungen zu attackieren, wenn sie Homosexuellen Rechte zugestanden haben.
2006 gab er ein Dokument heraus, in dem er auf 57 Seiten die Gefahren für die traditionelle Familie aufzählte - darunter die gleichgeschlechtliche Partnerschaft, der Zivil-Pakt, die Empfängnisverhütung, die Abtreibung und die künstliche Befruchtung. Trujillo befürchtete auch, dass die Liberalisierung die Kirche vor einen überstaatlichen Gerichtshof bringen könnte. (ma)
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April 22nd, 2008
() Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat eine Razzia der Räume der gröszlig;ten kirgisischen Homo-Gruppe in der Hauptstadt Bischkek scharf kritisiert. Demnach sind die Behörden in ein Zentrum der Organisation Labrys am 8. April gestürmt, als dort gerade ein Abendessen für Homo-Aktivisten stattfand.
Die Polizei hat Akten beschlagnahmt, darunter auch Mitgliederlisten. Auszlig;erdem wurden alle Anwesenden verhaftet, die keine Ausweispapiere bei sich trugen, obwohl in Kirgisien das Mitführen von Personalausweisen nicht Pflicht ist. An der Veranstaltung haben auch Mitglieder der niederländischen Homo-Gruppe COC teilgenommen. Eine kirgisische Nachrichtenagentur berichtete über die Razzia unter der überschrift: bdquo;Kirgisische Polizei geht gegen Päderasten und Prostituierte aus den Niederlanden vorldquo;.
Kirgisien ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die 1991 ihre Unabhängigkeit erlangte. In dem mehrheitlich muslimischen Land wurde Homosexualität 1998 legalisiert. (dk)
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April 22nd, 2008
() …das meint der ehemalige Manager von Juventus Turin, Luciano Moggi, der derzeit von allen Funktionen im Fuszlig;ball suspendiert ist, weil er in einen Korruptionsskandal verwickelt ist.
Ein Homosexueller kann kein Fuszlig;baller sein. Es gibt überhaupt keine Schwulen im italienischen Fuszlig;ball. Ich bin auch dagegen, dass Schwule in einem Team spielen. Fuszlig;ball ist eine spezielle Welt, wo man auch nackt unter der Dusche steht - und da kann ich mir keinen Schwulen vorstellen.
Moggis seltsame Ansichten decken sich leider mit der italienischen Realität - es gibt keinen offen schwulen Fuszlig;ballspieler, zumindest nicht in der Seria A. Sepp Blatter, FIFA-Präsident, meinte, dass es wohl Schwule im Fuszlig;ball geben wird. Sie würden sich aber bestimmt nicht outen, da das Klima in Fuszlig;ballvereinen ein sehr antiquiertes Machismo-Klima sei. (ma)
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April 21st, 2008
() Der Oberste Gerichtshof Kolumbiens hat entschieden, dass die Regierung im Rentenrecht Homo-Paare mit Ehepaaren gleichstellen muss. Bereits Ende letzten Jahres hatte das Corte Constitucional geurteilt, dass im Krankenversicherungsrecht gleichgeschlechtliche Paare ebenfalls gleich behandelt werden müssen.
Als Grund nannten die Richter das in der Verfassung festgeschriebene Diskriminierungsverbot. Auszlig;erdem verstoszlig;e die Ungleichbehandlung gegen die Menschenwürde, die auch Teil des internationalen Rechts sei.
Die Richter erklärten aber in ihrer Begründung, dass dadurch nicht automatisch Eingetragene Partnerschaften eingeführt werden müssten. Im Parlament gab es in den letzten Jahren mehrfach Anläufe, die Homo-Ehe zu ermöglichen. Das Vorhaben scheiterte aber stets an Verfahrenstricks in den Ausschüssen. Die katholische Kirche hatte Abgeordnete stets gewarnt, dass ihnen das Abendmahl verwehrt werden könnte, stimmten sie für die Homo-Ehe. Präsident Aacute;lvaro Uribe erklärte aber, dass er ein Gesetz zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften unterschreiben würde. (dk)
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April 21st, 2008
() Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) fordert den ehemaligen Chef der katholischen Kirche in Deutschland, Kardinal Karl Lehmann, auf, endlich zur Diskriminierung von Homosexuellen in seiner Kirche Stellung zu nehmen.
Anlass ist ein Vortrag des Geistlichen bei einem Kongress der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), den Lehmann am Mittwoch halten soll.
bdquo;Wir fordern, dass Karl Kardinal Lehmann zu den Berufsverboten Stellung nimmt, die die römisch-katholische Kirche gegenüber Lesben und Schwulen verhängt hatldquo;, erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. bdquo;Als ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz verantwortet Lehmann die Erklärung des Ständigen Rates der Bischofskonferenz, dass die Eingetragene Lebenspartnerschaft mit den Loyalitätsobliegenheiten der Beschäftigten in Einrichtungen der Katholischen Kirche unvereinbar ist. In der Erklärung ist festgelegt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlassen sind, wenn sie eine Eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, und zwar auch dann, wenn sie der Katholischen Kirche nicht angehören.ldquo;
Damit verbiete die Kirche ihren Angestellten, ein bdquo;demokratisch legitimiertes Rechtsinstitutldquo; zu nutzen. bdquo;Diese Regelung ist moralisch verwerflich und zutiefst unsozial. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, einem schwulen Hausmeister oder einer lesbischen Krankenschwester Berufsverbote zu erteilenldquo;, so Bruns. Er merkte an, dass die katholische Kirche einer der gröszlig;ten Arbeitgeber in Deutschland ist und Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Kindergärten zum Groszlig;teil vom Steuerzahler finanziert werden.
bdquo;Wenn Lehmann über Antidiskriminierung spricht, muss er sich auch zu der diskriminierenden Praxis seiner Kirche äuszlig;eren. Alles andere wäre heuchlerischldquo;, erklärte Bruns. (pm)
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April 21st, 2008
() Die Europäische Union will offenbar in einer geplanten neuen Antidiskriminierungs-Verordnung das Merkmal sexuelle Ausrichtung nicht erwähnen.
Wie die BBC am Wochenende berichtete, wolle die EU-Kommission nach Protesten aus mehreren Mitgliedsstaaten ndash; darunter auch Deutschland ndash; in Kürze nur eine Verordnung erlassen, die ausschlieszlig;lich das Merkmal Behinderung betrifft. Darin geht es unter anderem um den diskriminierungsfreien Zugang zur Bildung.
Die Grundrechtecharta, die im nächsten Jahr in Kraft treten soll, enthält eigentlich ein komplettes Diskriminierungsverbot auch aufgrund von sexueller Ausrichtung. Sie wurde im Rahmen des Vertrages von Lisabon beschlossen.
Seit 2000 hat die EU in mehreren Verordnungen von seinen Mitgliedsstaaten die Umsetzung eine Anzahl von Antidiskriminierungsrichtlinien gefordert. Noch ist allerdings unklar, ob diese Regelung ausreicht: EU-Sozialkommissar Vladimiacute;r Scaron;pidla hat z.B. vor rund drei Monaten ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet, weil das AGG die Richtlinien nicht vollständig umsetze. (dk)
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April 20th, 2008
() Die römische Polizei sucht jene Jugendlichen, die in der Nacht auf Freitag das Mario Mieli Zentrum verwüstet haben.
Der Angriff erfolgte währenddessen Menschen im Gebäude waren. Als sie versuchten, die Jugendlichen aufzuhalten, wurden sie mit antisemitischen und homophoben Beschimpfungen und Schmähungen überhäuft. Dann riefen sie noch faschistische Parolen beim Verlassen des Gebäudes.
Der überfall könnte mit dem Sieg Berlusconis bei den letzten Wahlen zusammenhängen. Berlusconi ist ja bekanntlich ein erklärter Gegner der Homosexuellenrechte. (ma)
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