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Das hessische Unternehmen Jack Wolfskin geht gerichtlich gegen einen Versandhandel der schwulen Bärenszene vor, weil die Bärentatze dem Logo des Anbieters für OutdoorAusrüstung ähnelt. Jack Wolfskin hat eine ganze Reihe von Firmen und sogar kleinen Hobbyverkäufern abgemahnt, die ein Logo verwenden, das der Wolfspfote des Unternehmens gleicht. Eine Abmahnung ist stets mit hohen Anwaltskosten verbunden. Auch die Bärentatze des schwulen niederländischen Versenders bearwear.nl, dessen Vertrieb über ein Unternehmen in Leipzig abgewickelt wird, erhielt einen Bannstrahl aus Hessen. Er musste daraufhin den Versand innerhalb Europas einstellen, da auf den von ihm vertriebenen Bekleidungsstücken die Tatze stets abgebildet ist. Auf der BearwearWebsite heisst es lediglich: »Irgend so ein ganz toller RucksackHersteller behauptet, ihm würde das TatzenDesign gehören. Auch wenn unseres völlig anders aussieht. Der kleine Anbieter bittet »Bären mit einem Hintergrund in CopyrightFragen darum, unter info@bearwear.net Hilfestellungen zu geben. Wegen des Rechtsstreits will sich Bearwear.nl nicht zu dem Streit äussern. Die Abmahnung könnte Auswirkungen auf die gesamte Bärenszene haben, da die offizielle, von der Brotherhood of Bears gestaltete Flagge eben diese Tatze enthält. Der Sportartikelhersteller hat offenbar keine Probleme, selbst gegen kleine Unternehmen vorzugehen: »Leider ist es notwendig, auch verhältnismässig kleine Anbieter mit einer Abmahnung und entsprechender Kostenerstattung zu kontaktieren, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. »Auch derartige Kleinanbieter sind, wenn sie sich mit ihren Produkten in den geschäftlichen Verkehr begeben, dazu verpflichtet, vor Bewerbung und Verkauf dieser Produkte die Verletzung von Markenrechten Dritter zu überprüfen bzw. auszuschliessen. Bereits in der Vergangenheit ist Jack Wolfskin mit Härte gegen angebliche Nachahmer vorgegangen. So erwirkte das Unternehmen 2002 vor dem Oberlandesgericht Hamburg einen Beschluss, der es der »taz verbietet, MerchandisingProdukte aus dem OutdoorBereich mit der »tazTatze zu bedrucken oder zu besticken. Und das, obwohl die bereits zwei Jahre vor der Gründung des Sportartikelherstellers entworfen wurde ndash; aber eben nicht als Marke gesichert. Das Gericht untersagte es der »taz sogar, die Tatze abzudrucken, wenn der Schriftzug »die tageszeitung gleich neben dem Pfotenabdruck prangt. Jack Wolfskin wurde 1981 in Idstein gegründet und ist eigenen Angaben zufolge der grösste OutdoorAusrüster in Deutschland. Der Umsatz des Unternehmens beläuft sich auf über 200 Millionen Euro. Update (24.10.2009; 12:37 Uhr): Zumindest teilweise zeigt die Welle der Empörung, die sich durch Internetforen, Blogs und Nachrichtenseiten zieht Erfolg. Gegen HobbyHandarbeiter, die im Internet Basteleien mit Pfotendesign angeboten hatten, hat der Konzern jetzt die Klagen zurückgezogen. »Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWandaAnbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen, heisst es in einer Mitteilung von »Jack Wolfskin. Man sei bemüht »mit Augenmass und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Es sei nun also ausreichend, dass die User die betroffenen Produkte von der Plattform entfernt hätten, die Geldforderungen würden zurückgezogen. Gegen www.Bearwear.nl scheint die Klage noch aufrecht. (cbox) (c) gayvogue.com
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