GayVogue.com

Gay Infos News Pics Movies Gay Comics

Archive for Oktober, 2009

USA ZPs gegenüber Homo Ehe bevorzugt

USA  ZPs gegenüber Homo Ehe bevorzugt Die Amerikaner befürworten die Zivile Partnerschaft eher als die HomoEhe. Das sagt zumindest eine Befragung von 4.000 Menschen. Homosexuelle Paare sollten die Möglichkeit haben, ihr Zusammenleben legalisieren zu können am besten mit einer ZP. Das finden 57 % gegenüber 45 % im Jahre 2003. Aber nur 39 % befürworten eine HomoEhe. Darunter sind rund 40 %, die meinen, man sollte die HomoEhe mit allen Mitteln durchsetzen und ungefähr genau so viele, die meinen, man sollte sie nach und nach durchsetzen. Erschreckend, dass noch immer die Hälfte davon überzeugt ist, dass Homosexualität moralisch falsch ist. Nur 9 % meinten, sie sei moralisch akzeptabel. 35 % finden, dass Homosexualität mit Moral nichts zu tun hat. Schwarzafrikaner haben dabei eher ein Problem, als Weisse und Latinos. Je öfter die Menschen in die Kirche gehen, desto eher werden sie Homosexualität als verwerflich verurteilen. Jugendliche, Frauen und nichtreligiöse Menschen haben die wenigsten Probleme mit gleichgeschlechtlicher Liebe. (c) gayvogue.com

Stephen Gately an Lungenödem gestorben

Stephen Gately an Lungenödem gestorben Die Todesursache von Stephen Gately (Bild re.)scheint nun klar: Der britische BoyzoneSänger ist an einem Lungenödem gestorben, teilte die Polizei in Palma de Mallorca mit. Bei einem Lungenödem sammelt sich Flüssigkeit in der Lunge an, wodurch der Körper nicht mehr ausreichend Sauerstoff im Blut aufnehmen kann. Ursache dafür kann eine Herzschwäche oder Nierenerkrankung sein. Das vorläufige Ergebnis werde nun noch einmal überprüft, erklärte eine Gerichtssprecherin. Sicher sei, dass es weder Fremdeinwirkung gab und dass Alkoholkonsum nicht die Todesursache gewesen sei. Sie machte keine Angaben darüber, ob Gately an seinem Erbrochenen erstickt sei, wie Boulevardblätter berichtet hatten. Andere Medien hatten spekuliert, dass Gately wegen übermässigen AlkoholKonsums gestorben sei. Als Grund für die Annahme wurde genannt, dass der Sänger mit seinem Eingetragenen Lebenspartner Andy Cowles (Bild li.) zuvor mehrere Stunden exzessiv im Schwulenclub Black Cat gefeiert hätten. Das war allerdings nach Angaben von Cowles nichts Aussergewöhnliches: Wir hatten viel wildere Nächte in Dublin, sagte er in einem Interview. Ich versteh das nicht. Es tut so weh, dass er nur wenige Meter von mir entfernt im nächsten Zimmer lag und ich hatte keine Ahnung, dass er im Sterben liegt. Wenn ich nur nach ihm geschaut hätte. Die anderen BoyzoneSänger Ronan Keating, Keith Duffy, Mike Graham und Shane Lynch reisten nach Mallorca, um Abschied von Gately zu nehmen. Der Sänger ist am Samstag völlig überraschend in seiner über eine Million Euro teuren Wohnung in Port Andratx 30 Kilometer westlich von Palma verstorben. Im Nebenzimmer befanden sich sein Lebenspartner Cowles und der 25jährige Bulgare Georgi Dochev, den das Paar zuvor im Club Black Cat kennenlernte. Dochev gab an, Gately leblos vor einem Sofa kniend aufgefunden zu haben. Daraufhin habe er dessen Lebenspartner geweckt und einen Krankenwagen gerufen. In den Boulevardzeitungen gab es auch Berichte, dass Dochev und Cowles Sex gehabt haben sollen, während Gately im Nebenzimmer lag. Dazu äussert sich der Bulgare allerdings nicht: Ich will nichts weiter sagen, ohne es nicht vorher mit ihm (Cowles) geklärt zu haben. Der 1979 in Dublin geborene Gately war seit 1993 Mitglied der Gruppe Boyzone, die mit sechs Nummer1Singles und vier Nummer1Platten zu den erfolgreichsten Bands der 90er Jahre gehört. 1999 offenbarte Gately seine Homosexualität und verpartnerte sich 2005 mit Cowles. (c) gayvogue.com

Stephen Gately unter ungeklärten Umständen gestorben

Stephen Gately unter ungeklärten Umständen gestorben Schock für die Fans: Der offen schwule Sänger von Boyzone, Stephen Gately, ist am Samstag im Alter von 33 Jahren gestorben. Das gab die Gruppe auf ihrer Homepage bekannt. Der Tod Gatelys sei während seines Urlaubs auf der spanischen Ferieninsel Mallorca unerwartet eingetreten. Die Todesursache ist noch unklar; ein Freund berichtete der Zeitung News of the world, Gately habe sich nach einem Barbesuch schlafen gelegt und sei nicht mehr aufgewacht. Der Tod in dem ihm und seinem Lebenspartner gehörenden Appartment in Part Andratx, etwa 30 Kilometer westlich von Palma de Mallorca, soll um 13.45 Uhr festgestellt worden sein. Weitere Details der Todesumstände bleiben unklar; am Sonntag Mittag erklärte allerdings die spanische Polizei, sie gehe nicht von verdächtigen Umständen aus. Aufgrund eines Feiertages am Montag wird keine schnelle Aufklärung erwartet. Im März 2006 hatte der in Dublin geborene Stephen Gatley seinen Partner Andrew Cowles geheiratet, der Sänger und der InternetUnternehmer kannten sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit vier Jahren. Am 16. Juni 1999 hatte sich der Sänger in der Zeitung The Sun geoutet und will damit einem Outing durch einen SecurityMitarbeiter der Band zuvorgekommen sein, der die Story verkaufen wollte. Zugleich gab er seine Liebe zu Eloy de Jong, Sänger der ehemaligen Boyband Caught in the act, bekannt, mit dem er längere Zeit zusammen leben sollte. Gately sagte damals: Dies ist der schwerste Schritt, den ich je tun musste. Ich weiss, dass diese Nachricht bei vielen unserer Fans wie eine Bombe einschlagen könnte. Ich hoffe, dass sie mich verstehen. Gately war neben Ronan Keating Leadsänger der gecasteten Band, die mit eigenen Liedern wie No Matter What und CoverSongs wie Words oder Father and Son in den neunziger Jahren erfolgreich war; in Grossbritannien schafften sechs Songs den Sprung auf Platz Eins und die Band verkaufte mehr Singles als Take That. Nachdem sich Boyzone 2000 vorübergehend aufgelöst hatte, traten die fünf Musiker seit 2007 wieder gemeinsam auf. Bis 2007 haben Boyzone über 15 Millionen Tonträger verkauft. In den letzten Monaten war die Band durch England getourt, in Kürze sollte ein neues Album von Boyzone erscheinen. Zwischenzeitlich hatte Gately eine Solokarriere gestartet. Das Album New Beginning und die gleichnamige Single landeten 2000 in Grossbritannien in den Top Ten. Später entwickelte sich Gately zum MusicalStar am Londoner West End, unter anderem mit Hauptrollen in dem Zauberer von Oz und Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat. Der Star war auch häufig im Fernsehen zu sehen, unter anderem im PromiContest Dancing on Ice, und schrieb am Kinderbuch The Tree of Seasons. Wir wissen noch nicht viel über das, was passiert ist, sagte BandManager Louis Walsh dem Boulevardblatt News of the World. Wir sind am Boden zerstört. Walsh ist derzeit Juror der britischen TalentShow The XFactor und wird am Sonntag in einer LiveSendung auf den Tod eingehen. Es gibt Spekulationen, dass Gast Robbie Williams ein spontanes Tribut an Boyzone singen wird. Sänger Elton John sagte, er sei fassungslos über die Tragödie. Stephen war die liebenswürdigste, freundlichste Seele. Der frühere Ministerpräsident von Irland, Bertie Ahern, bezeichnete Gately als persönlichen Freund. Sein Tod sei ein grosser Verlust, eine grosse Tragödie für irische Musik und Kultur, sagte er gegenüber Sky News Es sei auch eine persönliche Tragödie für viele Schwule, für die Gately durch sein frühes Comingout ein Vorbild gewesen sei. Am 6. Oktober hatte sich Gately zuletzt zu Wort gemeldet per Twitter: Noch immer beschäftigt es passiert sehr viel. Konzentriere mich darauf, als nächstes mein Buch zu beenden, könnte daher hier still werden. (nb) (c) gayvogue.com

NEWS sucht bisexuelle Männer

Für eine aktuelle Geschichte über die Lebenswelten bisexueller Menschen sucht die Zeitschrift NEWS bisexuelle Männer, die uns Einblick in ihr Leben geben. Egal, ob ihr eure Bisexualität offen oder im geheimen lebt. Wir würden gerne mit euch sprechen und auch Fotos machen (falls gewünscht, auch anonymisiert). Die absolute Deadline für Termine ist der kommende Montag, der 12.1009. deshalb haben wir leider nur bis Montag (inkl. Wochenende) Zeit für Interviews und Fotos. Wir sind jederzeit erreichbar, auch am Wochenende: Sandra Wobrazek: 01/ 213 12 shy; 1126 (wobrazek.sandra@news.at) Daniela Schmied: 01/ 213 12 shy; 1306 (schmied.daniela@news.at)

Vielen herzlichen Dank für eure Mithilfe Sandra amp; Daniela

(c) gayvogue.com

Continue Reading →

George Michael wieder single?

Nun, dieser Tage sah sich der Sänger George Michael bemüssigt, ein Dementi zu veröffentlichen: nein, ich und Kenny haben uns nicht getrennt, teilte er der Presse mit. Es gibt allerdings Gerüchte, dass Kenny Goss nach George’s letzter Verhaftung wegen Drogenbesitzes ausgezogen sein soll. Kenny hat es satt, ständig mit Drogen und dem Gesetz konfrontiert zu werden. George Michael gab zu, dass Kenny derzeit nicht im Land ist, weil er eine Ausstellung in Dallas vorbereitet. (c) gayvogue.com

HOMO HETERO – mehrsprachige Aufklärungsoffensive

HOMO HETERO – mehrsprachige Aufklärungsoffensive Ein Drittel der Wienerinnen und Wiener haben einen so genannten Migrationshintergrund. Zeitgleich war die schwullesbische Arbeit hauptsächlich von und für die österreichische Mehrheitsgesellschaft konzipiert. Die Grünen Wien starteten daher ein mehrsprachiges Projekt: Homo? Hetero? Trans? Was heisst das denn überhaupt? Aufklärung in vielen verschiedenen Sprachen: In fünf verschiedenen Broschüren ndash; in den Sprachen Deutsch/Türkisch, Deutsch/Nas Jezik (=Serbisch, Bosnisch, Kroatisch), Deutsch/Polnisch, Deutsch/Arabisch und Englisch/ Französisch ndash; werden jene Fragen beantwortet, die zu selten gestellt werden. Etwa: Was ist Homosexualität überhaupt, eine Krankheit? Kann man das heilen? Wie bekommt man Aids? Und was sagt Gott dazu? Auf der Website www.homohetero.at werden Informationen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Türkisch, Spanisch, Russisch, Tschechisch, Arabisch, Slowakisch, Rumänisch, Bosnisch, Kroatisch und Serbisch angeboten. In den kommenden Tagen werden zudem die Sprachen Farsi (Persisch), Hebräisch und Albanisch hinzugefügt. Initiiert wurde das Projekt von den Grünen Wien (mit Marco Schreuder und der damaligen Gemeinderätin und nunmehrigen Nationalratsabgeordneten Alev Korun), den Grünen MigrantInnen Wien und den Grünen Andersrum Wien. Die bisher gesammelten Erfahrungen sind äusserst positiv, weiss Schreuder zu berichten: »Ob Aids Hilfe Organisationen oder Beratungsstellen: Sie alle sind froh, dass es Information in verschiedenen, häufig in Wien gesprochenen Muttersprachen, gibt. »Der global so unterschiedliche Zugang zum Thema Trans, Bi und Homosexualität ist auch für die Kommunalpolitik eine Herausforderung. Menschen, die aus Ländern zugewandert sind, in denen Gefängnis oder gar Todesstrafen auf homosexuelle Handlungen drohen, haben naturgemäss einen ganz anderen Zugang zum Thema, als Menschen, die aus liberalen Gesellschaften zugewandert sind. Daher ist es auch notwendig offensiv Aufklärung zu betreiben, so erklärt die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, die Notwendigkeit des Projekts HOMO:HETERO. Sie ergänzte heute bei der Pressekonferenz: »Wenn es um Anti Diskriminierungspolitik geht, muss es eine kritische sein. Nicht in allen Communities sei das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben so verankert, wie in der westlichen, was auch auf den ComingoutProzess von Jugendlichen Einfluss habe. Es macht schon einen erheblichen Unterschied, woher die Eltern kommen, wie darauf reagiert wird. Marco Schreuder, Gemeinderat und Sprecher der Grünen Andersrum ergänzt: »Wenn wir Freiheit und Selbstbestimmtheit als Nenner einer Wiener Gesellschaft anstreben, gehört ein angstfreies Comingout für Lesben und Schwule ebenso dazu, wie MigrantInnen, die ebenso selbstbestimmt und diskriminierungsfrei leben sollen. Daher ist es auch dringend notwendig, dort, wo es Widersprüche gibt, voranzugehen und aufzuklären. (pas) (c) gayvogue.com

DOerian Blues

Aber das erste, was Ihr über mich wissen solltet, ist: Ich bin schwul, und ich bediene das typische Klischee eines Schwulen. Ich habe eine Vorliebe für Mode und ich hasse Sport. Und schon ist man mitten drin im Film. Wer uns in den Film so unvermittelt hineingezogen hat? Dorian ein weicher, lebensfroher und witziger Typ, der mit Vorliebe fliederfarbene Hemden trägt.

DOerian BluesFilmausschnitt von Dorian Blues (c) Pro Fun Der Dorian Blues wird von Regisseur Tennyson Bardwell ziemlich flott angespielt, er reisst uns zunächst mitten in eine Beerdigung und hüpft rhythmisch weiter mitten ins Familienleben von Dorian. Und ehe man sich versieht, steckt man bereits mitten in dessen Coming Out Geschichte, die eines Abends beim Abendessen der Familie ihren spürbaren Anfang nimmt. Zum ersten Mal in meinem Leben verspürte ich den Drang zu widersprechen, sagt Dorian, der von einer Sekunde auf die andere das Diktat seines Vaters nicht mehr ertragen kann. Und je mehr ich diesen Drang bekämpfte, um so mehr wuchs er…

00010650_02.jpg>Filmausschnitt von Dorian Blues (c) Pro Fun Am homophoben, kleinkarierten Vater, der in der Familie ein strenges Regiment führt und es nicht duldet, dass man anderer Meinung ist, wird sich Dorian von nun an abarbeiten, in der Hoffnung von ihm einmal so akzeptiert zu werden, wie er ist. An diesem Tag beim Abendbrot, als der Vater wieder einen seiner wohlgefälligen Vorträge über die US amerikanische Politik hält, platzt es aus Dorian heraus: Das sehe ich anders. In diesem Moment begreift Dorian, dass auch er anders ist: An diesem Abend kam mir die Erleuchtung, dass ich schwul bin.

Continue Reading →

LOeggerheads

Nach langen Jahren der Ungewissheit, der quälenden Gedanken und einem Selbstmordversuch geht eine Frau den schweren Schritt zum Adoptionsbüro, wo sie vor mehr als zwanzig Jahren einen Adoptionsvertrag unterschrieb und ihr gerade erst ein paar Stunden altes Baby zur Adoption freigab. Damals war sie siebzehn Jahre alt und hatte den Druck einer konservativen kleinbürgerlichen Kleinstadtgesellschaft auf ihren Schultern lasten. Heute erfährt sie, dass das Gesetz die Adoptiveltern und ihren Sohn vor ihr schützen muss und deshalb die Akten versiegelt bleiben.

LOeggerheadsFilmausschnitt von Loggerheads (c) Pro Fun Diese Geschichte ist kein Film. Sie hat sich wirklich zugetragen. Im US Bundesstaat North Carolina existiert tatsächlich ein Gesetz, das Adoptivkindern als auch leiblichen Müttern, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, selbst dann das Recht auf das Wissen ihrer Herkunft bzw. ihres Verbleibs verweigert, wenn das Kind das gesetzliche Alter erreicht hat, in dem es als Erwachsener gilt und dies ausdrücklich möchte. Regisseur Tim Kirkman ist dieser Frau und ihrer Geschichte begegnet. Wie die Geschichte weiterging? Die Frau fand einen Weg, illegal an die Daten heranzukommen, nur um zu erfahren, dass ihr Sohn vor ein paar Jahren an den Folgen der Immunschwächekrankheit AIDS verstorben war. Die Frau machte sich daraufhin auf den schweren Weg, die Spuren ihres Sohnes zu finden, den sie nur für ein paar wenige Augenblicke in den Armen hielt und dessen Augen sich tief in ihre Seele eingebrannt hatten, so tief, dass sie glaubte sie jederzeit wiedererkennen zu können. Auf diesem Weg gelangt sie auch an das Reisetagebuch ihres Sohnes…

00010759_02.jpg>Filmausschnitt von Loggerheads (c) Pro Fun Dieses Reisetagebuch und die Geschichte der Frau waren die Grundlage für Tim Kirkmans Film Loggerheads und erst an dieser Stelle greift das, was nur dem Medium Film eigen ist: Die Möglichkeit, anderen diese Geschichte auf eine einzigartige Weise nahe zu bringen, Trauer fühlbar und Verzweiflung begreifbar machen zu können und zwar so vielschichtig und aus mehreren Blickwinkeln erzählt, das einem die Wertung, was richtig und was falsch ist, im Halse stecken bleibt. Tim Kirkman verbindet in Loggerheads drei Lebenswege auf verschiedenen Zeitebenen miteinander, den der Adoptiveltern, des Adoptivkindes und den der leiblichen Mutter. Kirkman steigt jeweils am Muttertag in das Leben dieser Menschen ein, an drei unterschiedlichen Orten und in einem zeitlichen Abstand von jeweils drei Jahren.

Continue Reading →

Der Masseur

Der 20 jährige Iliac arbeitet in der philippinischen Hauptstadt Manila in einem Massage Salon für Männer, wo das langsame Entkleiden des Kunden und eine intensive Massage wie ein Ritual ausgeführt werden, das zumeist das selbstverständliche Vorspiel für Sex mit der schwulen Kundschaft ist. Zu seiner Familie hat er schon lange keinen Kontakt mehr, als ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters ereilt. Da die Tradition vorschreibt, dass die gesamte Famlie an den Trauerritualen teilnehmen muss, reist Iliac nach langer Zeit erstmalig wieder nach Hause in die Provinz und stellt sich seiner Vergangenheit Der philippinische Regisseur Brilliante Mendoza entwickelt in atmosphärischen Bildern mit einer Ästhetik, die vor allem dem Video eigen ist, einen kleinen ungewöhnlichen Film, dessen Zeitfluss sich in zwei Richtungen bewegt, aber wie der Tod und das Leben eigentlich einen Ursprung hat.

Der MasseurVeröffentlichung: Edition Salzgeber 29.01.2007 Der 1960 in San Fernando auf den Philippinen geborene Brillante Mendoza studierte an der University of Santo Tomas in Manila Kunst. Er arbeitete zehn Jahre unter dem Künstlernamen Dante Mendoza als Szenenbilder für Kino und TV Filme, für Werbespots und Theaterproduktionen. Der Masseur ist sein erster Spielfilm, den er erst im Alter von 45 Jahren realisierte und für den er 2005 beim Internationalen Filmfestival in Locarno mit dem Goldenen Leoparden im Videowettbewerb ausgezeichnet wurde. Mendoza brachte sich das Filmemachen nach eigener Aussage selbst bei, in dem er Regisseure während des Prozesses des Filmemachens genau beobachtete. Auch nach seinem Erfolg als Regisseur arbeitet er weiterhin als Szenenbildner. In einem Interview mit der Tageszeitung The Manila Standard Today erklärte er: Ich lebe von der Werbung, doch mein Herz gehört dem Kino.

Um seinen Film Der Masseur umzusetzen, nahm er sich lange Zeit für die Recherche, ihm war es wichtig einen filmischen Spiegel der philippinischen Realität zu schaffen: Wenn ein Film auf Fakten basiert, auf wahren Begebenheiten, dann ist das nicht nur Imagination, sondern wir haben es mit etwas zu tun, das endlos ist. Es gibt so viele Dinge im wirklichen Leben, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Die meisten der Szenen in seinem Film wurden genauso inszeniert, wie sie Mendoza auf der Strasse begegneten. So stellte Mendoza die im Film inszenierte Beerdigungsszene fast eins zu eins nach: Als er mit seinem Filmteam im Stau feststeckte, weil ein solcher Prozessionszug den Verkehr aufhielt, prägte er sich alles bis ins letzte Detail ein.

Continue Reading →

Neu auf DVD TarnatiOen

Ich finde die Vorstellung toll, dass irgendjemand auf der Welt eine billige Kamera schultert und seine eigene Geschichte erzählt, sagt Jonathan Caouette, Regisseur von Tarnation. Caouette hat das seit seinem elften Lebensjahr getan und mit Tarnation das Kino revolutioniert. Schon während man Tarnation schaut, spürt man, dass man am Puls einer Veränderung sitzt. Caouettes Film hat gerade mal 218,32 US Dollar gekostet und wurde vollständig mit dem einfachsten Filmschnittprogramm der Welt geschnitten und animiert: Apple iMovie. Damit zerbricht Tarnation das Elitäre des Kinos, alle bisher an Filmschulen aufgestellten Regeln sind Schall und Rauch, hier zählt nur eines: der Wille, einen Film zu machen über Grenzerfahrungen hinaus. Und dabei ist das eigene Leben der größte Fundus, aus dem jeder schöpfen kann.

Neu auf DVD TarnatiOenTarnation: Neu auf DVD Menschen, die das Kino lieben, die ihm zu Füszlig;en liegen, haben die Kraft von Tarnation, seine katharsische Wirkung für das Kino erkannt und so viel Treffendes über Tarnation geschrieben, dass ich es unmöglich besser kann, deshalb zitiere ich hier: Filme wie Tarnation sind das Lebenselexir des Kinos (Benjamin Happel, filmkritiken.org) und ein Meilenstein der Kinogeschichte (film dienst). Darf man in einer Filmkritik in die Ich Form schlüpfen? Im Falle von Tarnation muss ich das tun, um ganz nah an diesen Film und an Euch heranzurücken. Tarnation tut so weh, ist so wunderschön und so schrill und schief wie ein Film nur sein kann. Wer also nach dem Schauen dieses Filmes seinen Hintern noch immer auf dem Sofa breit drückt, dem ist nicht mehr zu helfen! Es geht hier nicht darum, dass Du gleich eine billige Kamera schulterst und Dein Lebendokumentierst, es geht darum, zu verstehen, dass das Leben schön ist und dass Willenskraft und Liebe Berge versetzen können. Und jemand wie Jonathan Caouette, der in seinem Leben mehr durchgemacht hat als in einen Film passt, ist nicht etwa nur eine Ausnahmeerscheinung, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut, der leidet, liebt und mit seinem Film vielleicht dazu beitragen kann, dass Du Dein Leben einfach als Geschenk annehmen kannst, egal wie beschissen Du es manchmal auch empfindest. Caouette nutzt das Filmemachen, um seinem Alltagswahnsinn zu entfliehen, aber auch als Mittel, um in einen Heilungsprozess einzutreten.

Caouette lebt mit einem Entpersonifizierungs Syndrom eine Persönlichkeitsstörung, die das Realitätsempfinden beeinflusst man hat permanent den Eindruck, vom eigenen Körper getrennt zu sein. Das sei ungefähr so, als wenn man sich andauernd auf falsch eingestellte Brillengläser konzentrieren müsste, beschreibt Caouette seinen Zustand. Um für einen Fremden diese Art der Wahrnehmung verständlich zu machen, entwickelte Caouette einen völlig neuen Blick auf den Dokumentarfilm, so als ob er meinen Gedankenprozess imitieren würde, weshalb das Publikum sehen kann, was in meinem Kopf vor sich ging. Das kann furchteinflöszlig;end und intensiv sein, aber auch herrlich und wirklich schön. Caouette lebt ausschliesslich im Moment, dadurch wird alles was er tut existenziell: Wenn ich mit einem Freund spreche, muss ich mich manchmal daran erinnern: ‘Ich spreche gerade mit meinem Freund. Das mache ich gerade.’ Sonst fange ich an, in Frage zu stellen, ob es wirklich ist oder ein Traum. Die Kehrseite ist, dass ich, weil ich Sterblichkeit und Realität so hyper bewusst wahrnehme, ich die Menschen und alles, was ich im Leben erfahre, wirklich wertschätze und liebe. Ich liebe meine Mutter und meinen Freund, meinen Hund und so viel anderes so sehr, dass es weh tut. Wenn ich Filme mache, möchte ich, dass das Publikum glaubt, auf etwas Anderes, Intensives, Wunderbares und Reales einen Blick zu werfen.

Continue Reading →

Pages: Prev 1 2 3 4 5 Next