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Chile: Morde an Transsexuellen häufen sich – kein Recht auf Leben


Chile: Morde an Transsexuellen häufen sich   kein Recht auf LebenAm 16. März wurde der leblose Körper einer transsexuellen Prostituierten gefunden. Familienmitglieder identifizierten sie als die 54-jährige Michelle Carrasco raquo;Chela«. Ihr Gesicht war unkenntlich geschlagen.
Zwei Wochen später kann es die Familie aus Santiago de Chile immer noch nicht fassen. Kurz zuvor war eine andere transsexuelle Prostituierte ermordet worden. Ein Sprecher der lokalen Homosexuelleninitiative sagte, dass es in Chile kein grundlegendes Recht für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe gibt – nämlich das Recht auf Leben.
Die Transsexuellen müssen sich ihren Lebensunterhalt mit Prostitution verdienen. Wie gefährlich das ist, beweist, dass es seit 2002 11 untersuchte Morde gab. Die Dunkelziffer ist wesentlich höher. Die Transsexuellen werden zu Tode geprügelt, erstochen, erwürgt. Ein gefasster Mörder wurde gegen eine Kaution von $ 925 freigelassen. Danach sagte er Journalisten: raquo;Es schaut so aus, als ob Mord an einem Faggot billig ist.« Es scheint auch, als ob die Behörden kein groszlig;es Interesse hätten, solche Morde aufzuklären.
Anm.: raquo;Faggot« ist die beleidigende Bezeichnung raquo;Schwuchtel«.
Bild: Marcela Romero (rechts), Koordinatorin des Lateinamerikanischen Netzwerks für Transsexuelle (REDLACTRANS)

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