CSD-Verbot auch 2007
Januar 31st, 2007
Moskau - Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow hat angekündigt, auch den diesjährigen Gay Pride in der russischen Hauptstadt zu verbieten. Die geplante Parade könne nur “als ein Werk des Satans” bezeichnet werden, zitierte ihn die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti Im vergangenen Jahr sei “ein Druck ohnegleichen auf Moskau ausgeübt worden, damit eine Schwulenparade veranstaltet werden kann”, beklagte sich der homophobe Bürgermeister. So wie diese verboten worden sei, werde aber auch in Zukunft in Moskau keine derartige Veranstaltung stattfinden.
Die Organisatoren des Gay Pride wiederum klagen wegen des Verbots 2006 mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Wegen Verletzung des Versammlungsrechts forderten sie von der Stadt 20.000 Euro Entschädigung plus Zinsen.
Um Russlands Schwule und Lesben zu unterstützen hatten zudem internationale Popstarts erwogen, beim Moskauer Gay Pride 2007 aufzutreten, “Wir sollten geballt nach Moskau kommen”, sagte der britische Sänger Elton John. Auch die Scissor Sisters und die Pet Shop Boys würde er gerne mit dabei haben. (cw)