Palästinenser und Homosexualität: ASWAT-Konferenz in Haifa
März 29th, 2007
Die Menschenrechts-Organisation raquo;International Gay and Lesbian Human Rights Commission« (IGLHRC) hat die politischen und religiösen Führer in Israel aufgefordert, die Sicherheit der Teilnehmer der ASWAT-Konferenz in Haifa zu gewährleisten.
ASWAT ist die die einzige Organisation lesbischer Palästinenserinnen in Israel, deren 5. Geburtstag heute in Haifa gefeiert werden soll. Auf der Veranstaltung raquo;Home and Exile« soll auch ein Buch vorgestellt werden, das die Belange und Nöte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender-Identitäten zum Thema hat.
Im Vorfeld hatte es deswegen Drohungen islamischer Führer gegeben, die um die Sicherheit von Konferenzteilnehmerinnen fürchten lassen. Man geht davon aus, dass etwa 150 Menschen an der Konferenz teilnehmen werden. Die IGLHRC hatte deshalb israelische Führer gebeten, sich für die Meinungs- und Redefreiheit stark zu machen. Der Redaktion ist bisher nicht bekannt, ob einige Politiker bzw. Geistliche dieser Bitte nachgekommen sind. Dagegen wurde berichtet, dass religiöse Führer ein Verbot der Veranstaltung gefordert haben: ASWAT sei raquo;ein fatales Krebsgeschwür, dem man verbieten sollte, sich in der arabischen Kultur und Gesellschaft auszubreiten«.
Im Jahr 2006 hatte die IGLHRC die Vorsitzende von ASWAT, Rauda Morcos, mit dem raquo;Felipa de Souza-Award« ausgezeichnet: für ihren Mut, ihre Führungsstärke und ihren Einsatz für die Menschenrechte.
Bild: ASWAT Feier