August 27th, 2008
() Gegner der Homo-Ehe wollen im US-Bundesstaat Massachusetts mit einem Referendum ein Gesetz wiederbeleben, das einst interrassische Ehen beschränkte und nun gleichgeschlechtliche Eheschlieszlig;ungen behindern soll.
Die demokratische Generalanwältin Martha Coakley erklärte, dass sie wegen der in der Verfassung verankerten direkten Demokratie ein solches Vorhaben nicht verhindern könne. Die Lobbygruppe bdquo;MassResistanceldquo; muss nun bis Oktober 33.300 Unterschriften sammeln, um im Jahr 2010 eine Abstimmung über die Wiedereinführung des Gesetzes aus dem Jahre 1913 zu erreichen.
Das bdquo;Rassengesetzldquo; besagt, dass Ehen nur geschlossen werden können, wenn diese im Heimatstaat beider Partner erlaubt ist. Als es vor 95 Jahren eingeführt wurde, waren in 30 der damals 48 US-Bundesstaaten interrassische Hochzeiten noch illegal waren. In Massachusetts durften einheimische Schwarze und Weiszlig;e zwar (heterosexuell) heiraten, man wollte mit dem Gesetz aber Streitereien mit anderen Bundesstaaten vermeiden. Nachdem das Verbot der interrassischen Ehe 1967 vom Obersten Bundesgerichtshof für verfassungswidrig erklärt worden war, geriet das Gesetz in Vergessenheit. Es wurde erst vor wenigen Jahren vom damaligen republikanischen Gouverneur Mitt Romney ndash; einem erbitterten Gegner der Homo-Ehe ndash; ausgegraben. Er erklärte, dass damit Standesbeamte nur Ehe-Scheine an in Massachusetts lebende Schwule und Lesben ausgeben dürften. Ein Gericht bestätigte diese Auslegung. Vor wenigen Wochen schlieszlig;lich ist es vom demokratisch dominierten Parlament abgeschafft und vom demokratischen Gouverneur Deval Patrick abgesegnet worden.
MassResistance argumentiert, dass sich der Gouverneur der bdquo;faschistischen Lobbyarbeit von Homo-Gruppenldquo; ergeben habe. Die Gruppe befürchtet, dass Massachusetts Homo-Ehen in die ganze USA exportieren könne und somit anderen Bundesstaaten diese bdquo;Perversionldquo; aufzwingt. Man sei auch besorgt um Grundschüler, die nun lernten, dass Homosexualität bdquo;normalldquo; sei.
Es ist unwahrscheinlich, dass sich eine Mehrheit der Wähler für die Wiedereinführung des Gesetzes ausspricht. Umfragen zufolge hat sich die Bevölkerung an die Homo-Ehe gewöhnt. Auszlig;erdem werden die rassistischen Wurzeln des Gesetzes kritisch gesehen. (dk)
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August 27th, 2008
() Nachdem PlanetOut! in Schwierigkeiten geraten ist, hat Regent die groszlig;en Magazine The Advocate und Out gekauft.
Regent Media wird damit zum Monopolisten in Sachen LGBT-Magazine. Zu Regent Media gehören auch The Out Traveler, HIV Plus, Alyson Books und Gaywired Media mit Gaywired, Shewired und Gaysports.
Regent Media war auch der Produzent des Films Gods and Monsters. Die Eigentümer von Regent Media sind Stephen Jarchow und Paul Colichman - die Donald Trumps der schwulen Welt - mit besserer Frisur und keinem Drang, mit 20jährigen Mädchen zu schlafen. (ma)
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August 27th, 2008
() Kardinal Newman (Bild), der 1890 verstorben ist, liegt neben seinem Freund Ambrose St. John begraben. Der Vatikan will nun die sterblichen überreste des Kardinals verlegen lassen.
Kardinal Newman ist in Groszlig;britannien deswegen bekannt, weil er ein Konvertit war und dann zum Kardinal aufsteigen konnte. Der Vatikan erklärt die Verlegung mit einer Vorbereitungszeremonie zur Seligsprechung. Doch in letzter Zeit wurde immer offener über das Verhältnis der beiden Priester gesprochen und spekuliert.
Peter Tatchell: Newman legte fest, dass er für immer neben seinem Partner begraben werden will. Was der Vatikan hier macht, ist Grabraub und Störung der Totenruhe.
Ambrose St. John starb 1875, Newman schrieb damals: Ich konnte mir nie vorstellen, wie es ist, einen Ehemann oder eine Ehefrau zu verlieren. Aber nun, da es geschehen ist, kann die Trauer keine gröszlig;ere sein. (ma)
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August 27th, 2008
() ärzte in Kalifornien dürfen sich nicht weigern, Schwule und Lesben zu behandeln, nur weil ihre religiöse Einstellung dieses verbietet. Das hat der kalifornische Supreme Court in San Francisco entschieden.
Geklagt hatte Guadalupe T. Benitez, eine an der Westküste lebende Lesbe, die mit ihrer Partnerin durch künstliche Befruchtung ein Kind bekommen wollte. Dazu hatten sich die beiden Frauen legal Spermien besorgt. Wie die bdquo;Los Angeles Timesldquo; berichtet, habe sich ihre behandelnde Gynäkologin aber geweigert diese Prozedur vorzunehmen. Denn ihre Religion würde ihr verbieten, dies bei unverheirateten heterosexuellen Frauen und Homosexuellen zu machen, heiszlig;t es als Begründung. bdquo;Der erste Verfassungszusatz auf freie Ausübung der Religion befreit ärzte nicht davon, Antidiskriminierungsvorschriften einzuhaltenldquo;, erklärte Richter Joyce L. Kennard bei der Urteilsverkündung.
Konservative Klinikärzte äuszlig;erten sich kritisch über das Urteil. Es würde viele ärzte vor die Gewissensfrage stellen, ob ihre religiösen Ansichten oder ihr Berufsethos wichtiger sind. Auch religiöse Gruppen, darunter jüdische und islamische Gemeinden, riefen ärzte auf, sich nicht von ihrer religiösen Einstellung abbringen zu lassen. (pte)
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August 25th, 2008
() Wenige haben sich ja doch getraut, sich als schwul oder lesbisch zu deklarieren. Darunter auch der sympathische Turmspringer Matthew Mitcham (AUS).
Der 20jährige Turmspringer hat dann auch noch die Goldmedaille vom 10-Meter-Brett geholt. Er hat nicht nur die höchste Bewertung in einem sechsten Versuch erhalten, er ist auch erster männlicher australischer Goldmedaillengewinner in dieser Sportart seit 1924.
Fast wäre er gar nicht zu den Spielen gefahren, denn er kämpfte noch vor neun Monaten gegen Burn-Out und Depressionen. Meine Wangen schmerzen vom Lächeln, mein Gesicht schmerzt vom Chlor, meine Beine sind müde und ich bin sehr erschöpft. Aber ich bin glücklich. Und ich bin dankbar, dass er Lachlan in meinem kleinen Netzwerk gibt. (ma)
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August 25th, 2008
() Der, noch immer nicht geoutete, Latino-Star Ricky Martin, ist Vater von Zwillingen geworden. Die beiden Buben wurden durch künstliche Befruchtung gezeugt und sind gesund auf die Welt gekommen.
Ricky Martin möchte sich seiner Vaterrolle widmen und zieht sich daher für den Rest des Jahres von der Bühne zurück. Fragen, die er nicht beantwortet hat: Wer ist die Mutter? Warum künstliche Befruchtung? Wurde die Mutter bezahlt? Wer wird sein Partner sein? (ma)
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August 22nd, 2008
() Die argentinische Regierung hat angekündigt, mit einem Erlass Homo-Paare erstmals landesweit anzuerkennen. Die Anpassung erfolgt in der Rentenversicherung, meldet die Nachrichtenagentur AP. Stirbt der Partner in einer seit mindestens fünf Jahren bestehenden gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, erhält der überlebende zukünftig die Rentenansprüche des Verstorbenen, wie es bei verheirateten Paaren üblich ist.
Homo-Gruppen begrüszlig;en die Angleichung als raquo;historischen Schritt nach vorne«: raquo;Davor hat der Staat unser Geld gestohlen«, erklärte die Homo-Aktivistin Alejandra Portatadino. Jetzt wolle man sich darauf konzentrieren, die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften in ganz Argentinien zu erreichen.
Bislang gibt es nur in der Provinz Riacute;o Negro und der Hauptstadt Buenos Aires Eingetragene Partnerschaften mit begrenzten Rechten. Die Hauptstadt war 2002 Vorreiter in der Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren in Südamerika. Als einziges Land des Subkontinentes hat unlängst Uruguay die Registrierung von Homo-Paaren eingeführt. (dk)
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August 22nd, 2008
() Die im südlichen Oregon lebenden Coquille-Indianer haben als erster Stamm die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet ndash; was zu einem Konflikt mit dem Bundesrecht führen könnte. Da der Stamm Autonomierechte besitzt, gilt die Verfassung von Oregon im Reservat nicht ndash; diese untersagt die gleichgeschlechtliche Ehe.
Nach Angaben des Indianer-Experten Brian Gilley von der Universität von Vermont sind die Coquilles der erste Stamm, der die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet hat. Traditionell seien die Indianer gleichgeschlechtlicher Liebe offen gegenüber gestanden, seien dann aber von der homofeindlichen Haltung der europäischen Einwanderer beeinflusst worden, so Gilley. Mehrere Stämme, wie die Navajo und die Cherokee, haben in ihrem Territorium in den letzten Jahren die Eheschlieszlig;ung von gleichgeschlechtlichen Paaren verboten.
Das Gesetz der Coquilles soll erst im nächsten Jahr in Kraft treten, wenn Gesetze für Scheidungen und für das Sorgerecht von Kindern verabschiedet worden sind, erläutert ein Stammessprecher.
Die Ehe-öffnung kann nun zu einem Konflikt mit Washington führen: Da die Coquilles ein autonomer Bestandteil der Vereinigten Staaten sind, haben sich beide Seiten verpflichtet, eingegangene Verträge gegenseitig anzuerkennen. Dazu zählen auch Eheschlieszlig;ungen. Seit 1996 gilt in den USA jedoch das raquo;Gesetz zur Verteidigung der Ehe« (raquo;Defense of Marriage Act«), das es dem Bund erlaubt, gleichgeschlechtliche Ehen ndash; die etwa in Massachusetts und Kalifornien geschlossen worden sind ndash; nicht anzuerkennen. Die Indianer-Reservate genieszlig;en aber einen besonderen Status, der es ihnen erlaubt, autonome Entscheidungen zu treffen. Die stellvertretende Stammesanwältin Melissa Cribbins erklärte, dass Washington dem gleichgeschlechtlichen Coquilles-Paaren Mittel nicht vorenthalten dürfe, die es verschiedengeschlechtlichen Paaren zusichert.
raquo;Die Ureinwohner Nordamerikas sind sehr sensibel, wenn es um Diskriminierung jeder Art geht«, sagte Häuptling Ken Tanner. raquo;In unserem Stamm wollen wir erreichen, dass jeder sich in die Situation des anderen einfühlt und so lernt, unsere Verschiedenheit zu respektieren. Nur so werden wir eine starke Gemeinschaft«.
Die Politik gegenüber den Indianern ist in den USA in den letzten Jahrzehnten sehr widersprüchlich gewesen, so dass die meisten Ureinwohner in Armut leben. Allerdings haben manche Stämme Vorteile aus ihrem Autonomie-Status gezogen, indem sie beispielsweise Spielbanken in Reservaten eröffnet haben, obwohl Glücksspiel in den meisten Bundesstaaten verboten ist. (dk)
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August 21st, 2008
In der nächsten Legislaturperiode ist die
Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen und TransGendern im Nationalrat
weiterhin gesichert, freuen sich die SprecherInnen der Grünen
Andersrum Wien über das gestrige Ergebnis der Wiener Listenwahl der
Grünen. Ulrike Lunacek konnte nach zwei Stichwahlen den dritten Platz
sichern. Derzeit verfügen die Grünen über fünf Wiener Mandate.
Ulrike Lunacek im Parlament ist für Marco Schreuder, Sprecher der
Grünen Andersrum und Wiener Landtagsabgeordneter, ein wichtiges
Zeichen. Die Grünen sind ein Garant für das Eintreten für gleiche
Rechte und sind weder von einem Unternehmer, noch von einer Kirche
oder von rechtsextremer Hetze verblendet. Zudem stellen die Grünen
die Alternative zur Umfaller-Politik der SPö dar.
Diese Wahl wird anders als viele bisherige. Das Antreten des
Liberalen Forums ist gerade in der lesbisch-schwulen Community eine
Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen. Daher ist das
Zeichen, dass wir die einzige offen lesbisch lebende
Nationalratsabgeordnete einen Sitz gesichert haben enorm wichtig, so
die Sprecherin der Grünen Andersrum Wien Petra Galkovaacute;.
Co-Sprecherin Iris Hajicsek kündigt einen Wahlkampf mit klarer Linie
an: Die Wahrung und Achtung der Menschenrechte ist für die Grünen
kein Orchideen-Thema, sondern grundsätzliche Haltung. Das
unterscheidet uns von allen anderen MitbewerberInnen.
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August 21st, 2008
() 30 christliche Protestanten versammelten sich vor dem City Hotel in Londonderry, Nordirland, wo der Start zur Londonderry Pride offiziell erfolgen sollte.
Die Polizei wurde gerufen, als zwei Aktivisten mit eigenen Plakaten die Plakate der Christen übertrumpfen wollten. Die Polizisten forderten die Homosexuellenaktivisten auf, den Platz zu verlassen. Eine lesbische Frau: Die christlichen Protestierer dürfen kommen und alles sagen und wir dürfen nicht davorstehen und eigene Plakate zeigen? Wir werden gegängelt und die Polizei ist definitv auf deren Seite. Ein Reverend: Wir waren nicht gewalttätig. Die Schwulen verstecken sich oft hinter der Toleranz und dann schimpfen sie auf die bedauernswerte Iris Robinson!
Insgesamt haben sich die Veranstalter der Pride auf Beruhigung eingeschworen - sie wollen nicht auch noch öl ins Feuer gieszlig;en, betonen aber, dass Hass keinesfalls ein Wert der Familie sein kann und dass Liebe aus den Mündern von diesen Christen bitter schmeckt. (ma)
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