Juni 22nd, 2008
() FPö-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache (Bild)distanziert sich von den ungustiösen Sagern seines Parteikollegen Karlheinz Klement. Der stellvertretende Parteichef der FPö hatte in einem Presseinterview Homosexualität als bdquo;abnormalldquo; bezeichnet und vor der bdquo;Homosexualisierungldquo; in den Schulen und der bdquo;Homolobbyldquo; in der EU gewarnt.
Strache sagte jetzt in einem Interview für das Nachrichtenmagazin bdquo;Profilldquo; über die Wortwahl des FPö Gleichbehandlungs-Sprechers Klement: bdquo;Ich würde solche Worte nicht verwenden.ldquo; Für ihn sei Sexualität bdquo;Privatsacheldquo;. Gleichzeitig betonte der FPö-Bundesparteiobmann aber, dass für die FPö Beziehungen nur bdquo;dann förderungswürdig sind, wenn Kinder gezeugt werden können.ldquo; (cbox)
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Juni 20th, 2008
() Luxus Hotel, Genf, die Bar, ein Bruder des Herrschers über die Vereinigten Arabischen Emirate und ein Amerikaner - das sind die Ingredienzien eines seltsamen Vorfalles.
Silvano Orsi aus Rochester, New York, befindet sich in der Bar. Ihm wird von Scheich Falah Bin-Zayed-bin-Sultan-al-Nahyan eine Flasche besten Champagners angeboten. Orsi lehnt ab, daraufhin kommt der Scheich zu ihm, setzt sich auf seinen Schoszlig;, versucht, ihn zu küssen und zu begrapschen. Orsi protestiert und da zückt der Scheich einen Gürtel und beginnt den Amerikaner zu schlagen. Orsi soll den Scheich als schwul beschimpft haben, was für einen Moslem eine schwere Beleidigung darstellt.
Nun, der Vorfall landet vor Gericht und der Scheich soll, laut Staatsanwalt, die Höchststrafe zahlen: 960.000 $. Der Scheich gibt zu, den Gürtel gezückt zu haben, aber zugeschlagen habe er nicht…jedoch bot er dem Amerikaner sofort 15.500 $ an… (ma)
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Juni 20th, 2008
() Bayerns Europaminister Markus Söder (CSU) nannte die von EU-Sozialkommissar Vladimiacute;r Scaron;pidla geplante Ausweitung des Diskriminierungsschutzes inakzeptabel. Er forderte Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) auf, im Justizministerrat ihr Veto einzulegen, wenn die EU auf einem umfassenden Diskriminierungsschutz besteht.
Nach Angaben von Europaparlamentariern will die EU u.a. bei Dienstleistungen Diskriminierung wegen Behinderung, Alter, sexueller Ausrichtung sowie Religion und Glauben verbieten Derzeit verlangt Europa in diesem Bereich nur einen Diskriminierungsschutz aufgrund von ethnischer Herkunft und des Geschlechts.
Gemeinsam mit Betram Brossardt, dem der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, erklärte Söder, die Antidiskriminierungsregeln würden unnötigen Kosten- und Verwaltungsaufwand bedeuten. Angesichts des Neins der Iren zum EU-Vertrag von Lissabon dürfe Brüssel keine bdquo;überflüssige Bürokratieldquo; schaffen, so der 41-jährige CSU-Politiker.
Der LSVD und die Grünen Deutschlands kritisierten die äuszlig;erungen des Landesministers scharf: bdquo;Wir sind froh, dass sich die Europäische Kommission nicht von hinterwäldlerischen Politikern wie Markus Söder beirren lässt, die seit Jahren Lügengeschichten über den Diskriminierungsschutz verbreitenldquo;, erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns.
bdquo;Die Warnungen der CSU sind nichts als Panikmacheldquo;, findet Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der deutschen Grünen im Bundestag. Gerade das deutsche Beispiel zeige, dass weder die Wirtschaft noch die Gerichte zusammenbrechen, wenn Menschen bei Vertragsabschlüssen vor Diskriminierung wegen ihres Alters, einer Behinderung, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung geschützt werden. bdquo;Die geringe Zahl der Verfahren und die geringe Höhe der Schadensersatzzahlungen weisen eher darauf hin, dass das AGG bisher zu wenig greiftldquo;, so Beck. (dk)
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Juni 20th, 2008
() In Berlin wurden am Donnerstagabend die diesjährigen Preisträger des Tolerantia-Preises bekanntgegeben. Zusammen mit der Sportwissenschaftlerin Tanja Walther werden der Fuszlig;ballnationalspieler Philipp Lahm und der Präsident des Deutschen Fuszlig;ballbundes (DFB ) Theo Zwanziger (Bild)geehrt.
Die gemeinsame Auszeichnung wurde mit ihrem bdquo;besonderen und herausragenden Einsatz gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport, hier insbesondere im Fuszlig;ballsportldquo; begründet.
Der Tolerantia-Preis wird seit 2006 von der Initiativgruppe Schwules Weimarer Dreieck an herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland, Frankreich und Polen verliehen, die sich um Toleranz verdient gemacht haben. Zur Gruppe gehören neben dem Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO auch SOS-Homophobie aus Frankreich) sowie Lambda und KPH aus Polen.
Die Preisverleihung findet jährlich und abwechselnd in einer der drei Hauptstädte statt. Nach Berlin 2006 und Paris 2007 wird nun Warschau seine Türen für eine Gala am 20. September öffnen.
Aus Frankreich wird der (heterosexuelle) Journalist und Moderator Bruno Solo geehrt, der sich mehrfach für schwul-lesbische Rechte eingesetzt hat. Polnische Preisträgerin ist die Lehrerin Marzanna Pogorzelska, die öffentlich erklärte, dass sie ihre Schüler weiterhin über die Existenz von sexuellen Minderheiten aufklären, sich für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben einsetzen und sich der Regierungspolitik widersetzen wird.
Philipp Lahm ist der erste deutsche Nationalspieler, der sich öffentlich und unmissverständlich für Toleranz gegenüber homosexuellen Fuszlig;ballspielern geäuszlig;ert hat. bdquo;Wenn ein Spieler schwul ist, ist er trotzdem mein Mannschaftskollege, und für mich würde sich im Umgang mit ihm nichts ändernldquo;, sagte er im Dezember 2007 in einem Interview.
DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte öffentlich, dass der Fuszlig;ballbund alle Spieler bei einem Outing unterstützen würde. Er bezeichnete es als Aufgabe des DFB, bdquo;auf breiter Basis Rahmenbedingungen zu schaffen, damit homosexuellen Menschen der Zugang zum und die Bewegung im Sport ohne das Gefühl der Diskriminierung möglich istldquo;.
Die dritte deutsche Preisträgerin Tanja Walther wird aufgrund ihres bdquo;langjährigen, vorbildlichen Engagements gegen Homophobie im Sportldquo; gewürdigt. Sie ist u.a. Initiatorin der Aktionsabende gegen Homophobie im Fuszlig;ball. (dk)
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Juni 20th, 2008
() Hurra! Litauen hat ein Gesetz verabschiedet, das die Diskriminierung auf Grund von sexueller Orientierung einschlieszlig;t. Und dann kommt das groszlig;e ABER: Erziehungs- und Bildungsinstitutionen mit religiösem Hintergrund sind davon ausgenommen.
Das heiszlig;t, dass zum Beispiel Schulen, die von einer kirchlichen Organisation geführt werden, jemanden wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminieren dürfen - weil es in der Verfassung eben auch nicht verankert ist. Genauso wie Diskriminierung aus Altersgründen und wegen Behinderung einer Person.
Mittlerweile hat die EU mit Sanktionen gedroht, falls Litauen sich nicht den Gesetzen der EU anschlieszlig;en sollte. (ma)
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Juni 20th, 2008
() Der OGH in Jerusalem wurde ersucht, ein Verbot der GayPride in der Stadt auszusprechen. Die ultra-rechte Nationale Jüdische Front und die Stadtverwaltung haben dieses Ersuchen eingebracht.
Grund: die GayPride sei eine Provokation und die Sicherheit der Stadt sei gefährdet. Am 26. Juni sollte die Pride stattfinden, doch der OGH hat noch kein Datum genannt, wann er die Parteien hören will. LGBT-Vereine möchten sich auf keinen Fall einschüchtern lassen, auch nicht durch Gewaltandrohungen. (ma)
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Juni 20th, 2008
() Jacques Barrot, EU-Kommissar, wird eine Direktive vorschlagen, in der Diskriminierung auf Grund von Alter, Behinderung, Religion und Glauben und sexueller Orientierung der Kampf angesagt wird - auszlig;erhalb des Arbeitsfeldes.
Alle humanitären Organisationen und Vereine haben diesen Vorschlag begrüszlig;t. Wir begrüszlig;en diese wichtige Entscheidung, Diskriminierung auch auszlig;erhalb der im Vertrag der EU definierten Gebiete zu bekämpfen. Wir hoffen nun, dass alle Mitgliedsstaaten diesem Vorschlag zustimmen werden.
Die Direktive soll auch als Warnung an all jene Staaten verstanden werden, die bisher die Diskriminierungsgesetze ignoriert haben. Litauen, zum Beispiel, wollte das Alter, Behinderung und die sexuelle Orientierung aus dem Vertrag entfernt wissen. (ma)
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Juni 18th, 2008
() FPö Gleichbehandlungs-Sprecher Karlheinz Klement hat diese Woche wieder einen neuen Angriff gegen Schwule und Lesben gestartet. Am Mittwoch warnte der scheinbare Homohasser vor der Gefahr für bdquo;den echten Mannldquo;, die von der Europäischen Union ausgeht. Die EU habe eine bdquo;Homolobby, die unglaublich viel Macht ausübtldquo;, zeigte sich Klement auf einer Pressekonferenz besorgt.
Klement kritisierte ebenso Schulen, wo schon eine bdquo;Homosexualisierungldquo; stattfinden würde, indem z.B. in Berlin Schüler etwa dazu angehalten werden, in Rollenspielen das Verhalten Homosexueller durchzuspielen. Scheinbar in seinem unbändigen Hass gefangen rief der FPö-Politiker dazu auf, dass man Homophobie nicht genauso ahnden dürfe wie Rassismus. Fast ängstlich bangt er: bdquo;Wann wird Homosexualität zur Pflicht?ldquo;
Mit diesen erneuten Sagern aus dem Lager bdquo;Wer fürchtet sich vorm schwulen Mann?ldquo; bekräftigte Klement seine Auswürfe im Nachrichtenmagazin bdquo;Profilldquo;. Dort posaunte der wortlaute Angsthase: bdquo;Homosexualität ist für mich nicht normal, sondern wider die Natur. hellip; Homosexualität ist eine Kultur des Todes.ldquo; (cbox)
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Juni 18th, 2008
() Während wir in österreich noch immer in der Warteschlange herumkurven, dürfen in Norwegen homosexuelle Paare ab 1. Jänner 2009 heiraten. Gleichgeschlechtlichen Paaren steht ab diesem Tag auch die Möglichkeit der Adoption offen.
Das beschloss das Oberhaus des Parlaments am Dienstag, das Unterhaus hatte bereits in der vergangenen Woche zugestimmt. Bisher war es gleichgeschlechtlichen Paaren seit 1993 (!) erlaubt ihre Partnerschaft eintragen zu lassen. Die Möglichkeit der Adoption gab es in Norwegen bisher nicht. Zudem haben sie nun dieselben Rechte bei künstlicher Befruchtung wie heterosexuelle Paare.
Ab 1. Jänner des kommenden Jahren ist es allen Kirchen im Land erlaubt homosexuelle Paare zu trauen, verpflichtet dazu sind sie per Gesetz allerdings nicht.
Während sich schwul-lesbische Verbände hocherfreut zeigen, kommt massive Kritik von den Christdemokraten und der Fortschrittspartei, die meinen, dass jedes Kind ein Recht auf Mutter und Vater habe. (cbox)
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Juni 18th, 2008
() George Takei, Captain Sulu von Raumschiff Enterprise, ist nun auch bereit, seinen langjährigen Partner zu ehelichen.
Brad Altman und George Takei leben seit 21 Jahren zusammen. Sie werden sich am 14. September in Los Angeles das Ja-Wort geben. Als er sich die Lizenz geholt hatte, meinte Takei zu den Reportern: Möge Gleichheit lang leben und blühen. (ma)
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