Mai 29th, 2008
() Die Organisatoren der EuroPride 2008 (Schweden) haben bekannt gegeben, dass sie die GayPride in Warschau mit 5.000 EUR unterstützen werden.
Das Geld kommt aus einem Solidaritätsfond und wird den Warschauern eine groszlig;e Hilfe sein, wenn am Samstag wieder ein Versuch unternommen wird, sich der öffentlichkeit zu zeigen und auf die Diskirminierungen hinzuweisen. Vertreter aus Stockholm werden anwesend sein.
Der Grund für die Unterstützung liegt einfach darin, dass die polnischen Organisatoren mit groszlig;en Widerständen zu kämpfen haben und wenige bis gar keine finanziellen Sponsoren auftreiben können.
In Stockholm wird vom 25. Juli bis zum 3. August die EuroPride stattfinden. (ma)
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Mai 29th, 2008
() Die deutschen Liberalen haben einen Antrag zur Reform des Transsexuellengesetzes in den Bundestag eingebracht. Das gegenwärtige Gesetzt stammt aus dem Jahr 1980 und wurde 2006 vom deutschen Bundesverfassungsgericht teilweise für verfassungswidrig erklärt. Die FDP fordert in ihrem Antrag nun, das Verfahren für die Betroffenen zu verkürzen.
Auszlig;erdem sollte ndash; wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert ndash; der Transsexuelle auch ohne operativen Eingriff dem bevorzugten Geschlecht zugeordnet werden. Auch das Erfordernis der Ehelosigkeit, die Transsexuelle zu einer Scheidung zwingt, müsse aufgehoben werden. Es gebe schlieszlig;lich bdquo;bei Transsexuellen mit Geschlechtsumwandlung eine nicht unerhebliche Zahl von gleichgeschlechtlich Orientiertenldquo;, so der Antrag.
bdquo;Es ist Ausdruck von politischer Unfähigkeit, die lange überfällige Reform des Transsexuellengesetzes zu verweigern und damit den Betroffenen wesentliche Rechte und Verfahrenserleichterungen vorzuenthaltenldquo;, erklärte die Gisela Piltz, innenpolitische Sprecherin der liberalen Bundestagsfraktion. bdquo;Die Untätigkeit von SPD und CDU/CSU auf dem Rücken von transsexuellen Menschen ist beschämend.ldquo; (dk)
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Mai 29th, 2008
() In Salt Lake City, Utah, zeigen die Mormonen ihren Kirchenführern die rote Karte. Schwule Mormonen sind an sich schon eine Sensation (wenn sie sich offen dazu bekennen), aber dass sie ihren eigenen Führungspersönlichkeiten mitteilen, dass sie sich aus den Anliegen der Homosexuellen heraushalten sollen, ist schon delikat.
Die Mormonenführer äuszlig;erten ihre Enttäuschung über die kalifornische Entscheidung, die Homo-Ehe zu erlauben. Daraufhin wurden sie von Affirmation, der schwul-lesbischen Gruppe der Kirche Jesu der Letzten Tage, ersucht, sich aus der Politik herauszuhalten. Sie wollen statt dessen, dass die Kirche ihnen hilft - und endlich damit aufhöre zu lehren, dass Homosexualität eine Sünde sei. (ma)
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Mai 28th, 2008
() Das Berliner Homo-Mahnmal wurde zwar am gestrigen Dienstag feierlich eingeweiht. Der ewige Streit um das Kunstwerk hält aber an. So berichtet der Künstler Michael Elmgreen in einem Interview mit der bdquo;Frankfurter Rundschauldquo;, dass der verantwortliche Kulturstaatsminister Neumann bei den Einladungen zu der Ausstellung offenbar aus Homophobie keine küssenden Männer zeigen wollte.
bdquo;Wir wollten auf der Einladungskarte gern ein Standfoto aus dem Videoclip der küssenden Männer zeigen, der innerhalb der Denkmal-Stele zu sehen sein wirdldquo;, erklärte Elmgreen. bdquo;Aber zwei küssende Männer - das war zu viel für den Kulturstaatsminister. Einerseits beweist uns das, dass das Konzept des Mahnmals funktioniert. Andererseits ist die Verbannung dieses Bildes symptomatisch für den halbherzigen Umgang vieler Offizieller mit dem Homomahnmal.ldquo;
Unter den Nazis sei man für so einen Kuss ins KZ gekommen und heute akzeptierten zwar viele Leute Homosexuelle, aber sie wollten sie nicht sehen, so Elmgreens Kritik an dem CDU-Politiker. Der Künstler bemängelte auch, dass Neumann bei der Eröffnung des Kunstwerkes spricht, obwohl bdquo;die Christdemokraten immer wieder gegen die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben votiertldquo; hätten. bdquo;Und sie haben 2003 im Bundestag auch gegen dieses Mahnmal, ein rot-grünes Projekt, gestimmt.ldquo;
Gegenüber der Zeitung bdquo;Weltldquo; begründete ein Sprecher des deutschen Kulturstaatsministeriums das Kuss-Verbot damit, dass die Geschlechterparität nicht gewahrt sei. Da es noch keinen Film über küssende Frauen gebe, könnte dieses Bild nicht auf den Einladungen erscheinen.
Elmgreen hatte zusammen mit seinem Partner Ingar Dragset Anfang 2006 den Wettbewerb um das Homo-Mahnmal gewonnen. Das Denkmal soll an die von den Nationalsozialisten ermordeten Homosexuellen erinnern und befindet sich in der Nähe von Peter Eisenmans Holocaust-Denkmal. Es ist auch auf Stelen aufgebaut, die schräg emporragen und zusammenstehen wie in einer Art Haus. Durch ein schräg eingeschnittenes Loch kann man dort hineinblicken und sieht ein projiziertes Schwarzweiszlig;-Filmbild einer Kuss-Szene zwischen zwei Männern.
Wenige Monate nach der Auswahl des Elmgreen-Dragset-Entwurfs ist ein erbitterter Streit ausgebrochen. So haben Lesben- und Frauenverbände mokiert, dass die Kussszene zwischen Männern das Leid von weiblichen Homosexuellen ausblende. Die Zeitschrift bdquo;Emmaldquo; startete deshalb eine Kampagne gegen das Mahnmal. Zuletzt einigte man sich darauf, alle zwei Jahre das Bild auszuwechseln. Verschiedene Künstler könnten ihre Interpretation eines gleichgeschlechtlichen Kusses präsentieren, so die von Elmgreen und Dragset entwickelte Kompromissformel.
Trotz des Streits sehen Homo-Aktivisten das Denkmal als wichtigen Schritt in der Aufarbeitung des NS-Unrechts an Schwulen und Lesben. Es zeuge von bdquo;der Lernfähigkeit unserer Gesellschaft und unseres Staatesldquo;, erklärte Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. bdquo;Ich wünsche mir, dass das Denkmal auch ein Stein des Anstoszlig;es für ausländische Staatsgäste sein wird.ldquo; Weil in über 80 Ländern Homosexualität nach wie vor verboten sei, wäre es begrüszlig;enswert, bdquo;das Denkmal zum festen Bestandteil des Besuchsprogrammes von ausländischen Delegationenldquo; zu machen.
Die Nationalsozialisten haben zehntausende Menschen wegen deren Homosexualität in Konzentrationslagern ermordet. Der vom NS-Regime verschärfte Schwulenparagraf 175 war in dieser Form noch bis Ende der 60er Jahre gültig. Erst 1994 wurde er vollständig abgeschafft. Das Denkmal soll laut Beschluss des deutschen Bundestages von 2003 die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wachhalten sowie ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen. (dk)
Bild: Versteckt im Mahnmal ist der Kuss okay, auf öffentlichen Einladungen scheinbar noch nicht.
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Mai 28th, 2008
() Die Gleichstellung mit verheirateten Kollegen im Besoldungs- und Versorgungsrecht tritt rückwirkend zum Dezember 2003 in Kraft. Der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und FDP beschlossen, die verpartnerten Beamten und Richter des Landes im Besoldungs- und Versorgungsrecht mit ihren verheirateten Kollegen gleichzustellen. Einzig die Christdemokraten verweigerten die Zustimmung.
Die Gleichstellung gilt rückwirkend zum 3. Dezember 2003. An diesem Tag war die EU-Gleichstellungsrichtlinie 2000/78/EG in Kraft getreten, die eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Arbeitsrecht vorsieht.
bdquo;Das ist eine gute Nachricht. Während die Gerichte immer wieder neue Ausflüchte produzieren, um Klagen von Lebenspartnern auf Gleichstellung abzuwehren, erkennt die Politik nun endlich an, dass Lebenspartner genauso wie Ehegatten Verantwortung füreinander tragen und deshalb auch entsprechend entlastet werden müssenldquo;, erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns.
Nur Bremen hat bislang Beamte gleichgestellt, Niedersachsen und Berlin haben eine Angleichung angekündigt. Wegen der unklaren Mehrheitsverhältnisse könnte auch der hessische Landtag mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken beschlieszlig;en, Homo-Beamten die gleichen Rechte zukommen zu lassen wie verheirateten Kollegen. (dk/pm)
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Mai 27th, 2008
() Keine Frage, die diesjährige Regenbogenparade steht bald ins Haus und auch heuer sucht der Veranstalter, die HOSI Wien, Kandidaten für das Pride-Paar 2008. Novum bei der diesjährigen Parade ist, dass es ein Girl- und ein Boy-Paar geben wird.
Die Idee eines Pride-Paares mit Bodypaintings in Regenbogenfarben wurde im Jahr 2006 geboren und im Zuge der Regenbogenparade 2007 zum zweiten Mal umgesetzt. Die Aktion geriet zu einem vollen Erfolg und das Paar zählte zu den begehrtesten und beliebtesten Bildmotiven.
Heuer wird es ein Girl- und ein Boy-Paar geben. Aus diesem Grund werden jeweils zwei interessierte Frauen sowie zwei Männer gesucht, welche die Pride-Girls und Pride-Boys bei der am 12. Juli 2008 stattfindenden Regenbogenparade darstellen möchten.
Die vier erwartet ein tolles Bodypainting in den Regenbogenfarben, sie marschieren an der Spitze des Paradenzugs mit und werden von Presseleuten, TeilnehmerInnen und Schaulustigen als Gesamtkunstwerk fotografiert.
Auszlig;erdem erhalten sie Zutritt zum Backstage-Bereich der Celebration am Heldenplatz, einen Bühnenauftritt bei der Celebration, ein exklusives Foto-Shooting vom Fotografen Klaus Peter Walser (www.kpwalser.com), diverse Gutscheine der Wiener Lesben-, Schwulen- und Transgender Szene und je einen 10-Euro Gutschein der Buchhandlung Löwenherz. Weiters haben die zwei Paare Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen dieses groszlig;artigen Events zu werfen.
Voraussetzungen für eine Bewerbung sind ein gepflegtes äuszlig;eres und die Bereitschaft, das Bodypainting während des gesamten Events zu zeigen.
Interessiert? Bewerbungen können über das Anmeldeformular (Links siehe unten) für das Pride-Girl und den Pride-Boy (inklusive Fotos) abgegeben werden.nbsp; Bewerbung Pride BOYnbsp;| Bewerbung Pride GIRLnbsp;
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Mai 27th, 2008
() Beschneidung bei Männern ist in Afrika unüblich - manchmal sogar verboten. Nun hat sich die Regierung Kenias dazu entschlossen, eine kostenfreie Beschneidung anzubieten.
Dr. Robert Bailey, ein Epidemologe aus Illinois, leitet das Projekt und hat schon gute Erfahrungen damit gemacht. In Kisumu, Westkenia, konnte er die Infektionsrate um 60 % reduzieren. Es scheint also, dass sich beschnittene Männer weniger oft mit HIV infizieren.
Die Beschneidung ist jedoch auch Politikum geworden. Letztes Jahr kämpften die Anhänger des Präsidenten Kibaki gegen den Oppositionsführer Odinga - die einen beschneiden traditioneller Weise, die anderen nicht. So kam es zu gewaltsamen Beschneidungen mit vielen Toten als Folge. (ma)
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Mai 27th, 2008
() Laut Angaben des Veranstalters waren in Sao Paulo Millionen Menschen bei der GayPride - ausgelassene Stimmung, Freude und Feierlichkeit bestimmten die GayPride in Sao Paulo.
Durch die Avenida Paulista (Finanzbezirk) strömten 20 LkWs mit Musik und TänzerInnen. Die 12. GayPride ist nach wie vor eine der gröszlig;ten der Welt. 330.000 Touristen kamen nur wegen der Veranstaltung in die Stadt. Durch Umwegrentabilität entstehen 13.500 Arbeitsplätze und die Stadt nimmt über 100 Millionen Dollar ein.
Es gibt nicht nur die Parade selber, sondern auch einen Cultural Gay Fair, einen Gay Day und das International GLS Tourism Forum. (ma)
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Mai 27th, 2008
() DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger (Bild)bezog beim 2. Aktionsabend gegen Homophobie im deutschen Fuszlig;ball eindeutig Stellung gegen Diskriminierung jeder Art. Manchmal hat der Griff ins Klo auch eine positive Seite: Nicht nur, aber auch Dank der fragwürdigen Ansichten von FC Köln-Trainer Christoph Daum, der Homosexuelle als eine Gefährdung für Kinder und Jugendliche eingeschätzt hatte, konnte sich der 2. Aktionsabend gegen Homophobie im deutschen Fuszlig;ball einer groszlig;en Aufmerksamkeit erfreuen.
Nachdem es bei der ersten Veranstaltung im Oktober 2007 in Berlin noch relativ wenig Resonanz gegeben hatte, waren am vergangenen Freitag im Kölner RheinEnergie-Stadion rund 100 Vertreter aus Vereinen, Fanclubs, Politik und Medien vertreten. Gerade letztere waren durch die Statements Daums und die Reaktionen aus der Community für das Thema Homophobie sensibilisiert worden.
Von besonderem Interesse war für alle, wie der bdquo;offizielle Fuszlig;ball2, hier in Person des Präsidenten des Deutschen Fuszlig;ball-Bundes (DFB) Dr. Theo Zwanziger, die Problematik beurteilt. Zwanziger stellte sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen des Publikums und der Moderatoren. Dabei bezog er eindeutig Stellung gegen Diskriminierung jeder Art im Fuszlig;ball: bdquo;Fuszlig;ball diskriminiert nicht, der Ball ist für alle da. In der Satzung des DFB steht schon seit 2000, dass wir uns entschieden gegen Diskriminierung wenden.2 Gleichzeitig versprach er eine Qualifizierungsoffensive und bat die Anwesenden um Hilfe bei der Umsetzung der kommenden Aufgaben.
Zu Daum erklärte Zwanziger, dass sie telefoniert hätten und dass er nach diesem Gespräch dem Trainer keine Diskriminierungsabsicht unterstelle: bdquo;Ich kann für Christoph Daum erklären, dass wir in der Betrachtung dieser Dinge keine Meinungsverschiedenheiten haben. Er steht klar zu der Grundposition, die der DFB in seiner Satzung verankert hat.ldquo; Daum habe sich in dem Gespräch dazu bekannt, dass er verschiedene Dinge vielleicht etwas problematisch verbunden habe. (dk)
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Mai 26th, 2008
() Sharon Stone did it again: sie hat sich wieder ins Zeug gelegt und gemeinsam mit Madonna konnten über 10 Millionen für amfAR gesammelt werden.
amfAR ist die American Foundation for AIDS Research, die auch vom Wiener Life Ball gesponsert wird. Madonna trennte sich vom Inhalt ihrer Handtasche und anderen Dingen (Gitarre, Handspiegel, Haarspange, Lipgloss), gab noch eine Krokodilledertasche dazu und konnte sich über 472.000 Dollar freuen.
Dita von Teese strippte und gab die Strümpfe, Sharon Stone leitete die Auktion. Stone versteigerte auch ihren roten Porsche 911 (Bj. 1976) um 786.000 Dollar. (ma)
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