November 10th, 2008
() Gouverneur Arnold Schwarzenegger meinte anlässlich des Erfolges von Proposition 8 (Abschaffung der Homo-Ehe), dass der Oberste Gerichtshof hoffentlich gegen eine Abschaffung sein werde und dass die bisher geschlossenen Ehen gültig bleiben.
Schwarzenegger: Es ist natürlich ein Unglück, aber es ist nicht das Ende. Wenn der Oberste Gerichtshof will, dann kann er die Entscheidung rückgängig machen. Gebt nicht auf!
Arnie ist prinzipiell für eine Ehe zwischen Mann und Frau, hat allerdings auch gesagt, dass ihm eine Homo-Ehe auch nicht stören würde. Vor der Wahl hat er öffentlich den Antrag auf Abschaffung der Homo-Ehe verurteilt. (ma)
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November 10th, 2008
() Was sich wie eine gute Sache anhört, ist aber eine potenzielle Gefahrenquelle. Diese Institutionen könnten dazu verwendet werden, Extremismus, Homophobie, Rassismus, Antisemitismus und extreme Positionen des Islam zu verbreiten.
The Tehran Times berichtet, dass das Wissenschaftsministerium einen Bedarf für solche Institute sieht. Angeblich werden derzeit Anfragen von Universitäten aus aller Welt begutachtet - aus Groszlig;britannien, den USA und auch Deutschland.
In diesen Instituten sollen Experten des Islam unterrichten, um den Islam eine akademische Grundlage zu geben. Diese Institute würden dann von den Steuerzahlern des jeweiligen Staates unterstützt werden. Unterrichtet würde nach einem islamischen Lehrplan werden. Widerstand regt sich. Der Ball liegt bei der Politik. (ma)
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November 10th, 2008
() Wie es scheint, ist mit der Wahl in den USA einiges in Bewegung geraten. Nicht nur, dass ein afroamerikanischer Demokrat die republikanische Bush-Regierung abgelöst hat, tatsächlich gibt es nun erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika eine offen lebende Transgender-Person als Bürgermeisterin.
Zugegebenermaszlig;en sind aus schwullesbischer Sicht die Ergebnisse der US-Wahl eine ambivalente Sache. Einerseits herrscht Freude und Hoffnung, weil die ära der konservativen und nicht besonders homofreundlichen Republikaner nun vorerst ein Ende gefunden hat. Jedoch ist auf der anderen Seite die Enttäuschung über das Annullieren der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften u.a. im Bundesstaat Kalifornien riesengroszlig;, wenn auch die Homo-Ehe in anderen Staaten eingeführt wird. Umso bemerkenswerter ist deswegen das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Silverton im US-Bundesstaat Oregon, wie bdquo;FoxNews.comldquo; berichtete. Dort gewann Stu Rasmussen (Bild), 60, offen lebende Transgender-Frau mit 1.988 zu 1.512 Stimmen den Sitz als Bürgermeisterin. Bereits zweimal zuvor, das erste Mal 1988 und erneut im Jahre 1990, konnte sich Rasmussen dieses Amt sichern. Allerdings damals noch in der Rolle als Mann, bevor sie sich einer Brustoperation unterzog. Seitdem macht sie aus ihrer Transgeschlechtlichkeit kein Geheimnis und geht offen damit um. Und wie sich zeigte, war dieser Umstand für Rasmussen kein Hindernis und für die EinwohnerInnen von Silverton auch kein Problem, wie das Wahlergebnis beweisen konnte.
Rasmussen zur Reaktion der WählerInnen: bdquo;Die ersten 30 Sekunden denken sie, sbquo;bin ich hier in einer Freakshow?lsquo; (hellip;) Aber dann besprechen wir was auch immer (..) und sie merken, dass dieser Typ anders ist, aber er (sie) weiszlig;, wovon er redet.ldquo; (brz)
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November 9th, 2008
() Formel-1-Fahrer Felipe Massa (Bild)sucht offenbar Schuldige für seine Niederlage im WM-Kampf: Auf der Ferrari-Party in Sao Paulo grölte der Brasilianer mit seinem Landsmann Rubens Baricello homophobe Beleidigungen in Richtung Michael Schumacher.
Es war bereits nach Mitternacht und der Alkohol hat die Zungen offenbar gelöst: Baricello, der dieses Jahr in der Formel 1 den 14. Rang belegte, soll den Schmähgesang eingeleitet haben. Wie die Sportzeitung bdquo;Lanceldquo; berichtet, hat er mit dem WM-Zweiten Massa vor hunderten Besuchern immer wieder bdquo;Schumacher, viado! Schumacher, viado!ldquo; gebrüllt. Viado ist im brasilianischen Portugiesisch ein Schimpfwort, das gegen Schwule oder im weiteren Sinne auch als Hass-Wort gegen andere Männer eingesetzt wird. Die deutsche Entsprechung ist bdquo;Schwuchtelldquo;.
Ferrari, Massas Rennstall, streitet bislang alles ab: bdquo;Solange Ferrari-Mitarbeiter auf der Party waren, ist nichts passiertldquo;, erklärte ein Sprecher des Konzerns.
Schumacher soll seinem Widersacher schon verziehen haben: ldquo;Da wird immer viel getrunkenldquo;, erklärte er nach Angaben des bdquo;Expressldquo;. Und weiter: bdquo;Felipe ist mein Freund.ldquo; Die beiden trafen sich am Wochenende bei einer Siegerehrung in Italien.
Der Manager von Michael Schumacher beschreibt die Situation allerdings etwas anders: bdquo;Dass Rubens so etwas macht, überrascht mich nichtldquo;, so Willi Weber gegenüber der bdquo;Bildldquo;-Zeitung. bdquo;Das Verhältnis der beiden war früher angespannt, weil Rubens sich immer wieder für ebenbürtig hielt.ldquo;
Felipe Massa ist dieses Jahr knapp am WM-Sieg vorbeigeschrammt. Erst in der letzten Kurve verlor er den Titel an den Briten Lewis Hamilton. Der zweite Rang ist bislang aber seine beste Platzierung. Dagegen gewann der deutsche Schumacher zwischen 1994 und 2004 den Titel insgesamt sieben Mal. (dk)
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November 6th, 2008
() Währenddessen Barack Obama in seiner Dankesrede an das amerikanische Volk Homosexuelle ausdrücklich erwähnte, haben sich die Kalifornier mit einer knappen Mehrheit gegen eine Homo-Ehe ausgesprochen.
Kalifornien hat die gröszlig;te LGBT-Gemeinde in den USA und trotzdem konnte die Proposition 8 genannte Initiative zur Abschaffung der Homo-Ehe nicht verhindert werden.
In Zukunft wird in der Verfassung stehen, dass die Ehe ausschlieszlig;ich zwischen Mann und Frau eingegangen werden kann. 52 % sind für die Abschaffung und 48 % dagegen, bei einem Auszählungsgrad von 95.4 % der abgegebenen Stimmen. Ein ganz schwacher Funken der Hoffnung besteht also noch.
Vor allem die ländlichen Gegenden haben mit groszlig;er Mehrheit gegen die Homo-Ehe gestimmt. Interessanterweise gab es in Los Angeles eine 50 : 50 Stellung - wohl auf Grund der vielen Einwanderer aus traditionell katholischen Ländern. (ma)
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November 5th, 2008
() Nachdem der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten gewählt worden ist, schaut es für die Homo-Ehe in Kalifornien nicht so gut aus - es scheint so, als ob die Preposition 8 Erfolg haben könnte.
Barack Obama (geboren am 4.8.1961 in Hawaii), der Sohn eines Einwanderers aus Kenia und einer Weiszlig;en Amerikanerin (Ann Durham), hat es geschafft: er ist der erste Nicht-Weiszlig;e Präsident der USA.
Barack Obama wuchs bei seiner Mutter in Hawaii, dann Indonesien, New York und Chicago auf. Er studierte Jus in Harvard und schloss sein Studium 1991 ab. Anschlieszlig;end war er Anwalt in Chicago und Mitglied im Senat von Illinois. 2004 wurde er Senator von Illinois. Der Demokrat ist mit Michelle verheiratet und hat zwei Töchter (Malia, 10 und Sasha, 7) und die Familie lebt derzeit noch in Chicago.
Als der Wahlabend auf hunderten TV-Kanälen in aller Welt kurz nach Mitternacht unserer Zeit begann, gab es kaum Stimmen, die auf einen Sieg des Republikaners John McCain setzten. Der Abend begann wie vorhergesagt: Obama gewann die demokratischen Staaten und nahm seinem Kontrahenten noch ein paar umstrittene ab. Obwohl er in absoluten Stimmen lange Zeit nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, konnte er stets doppelt so viele Wahlmänner auf sich vereinen. Nach ein paar Stunden hatte CNN schlieszlig;lich ein Einsehen: Nachdem in Kalifornien die Wahllokale geschlossen haben, rief der Sender Obama zum Sieger aus.
Obama hat einen demokratischen Kongress im Rücken: Nach vorläufigen Ergebnissen kontrolliert seine Partei 56 Sitze im Senat, die Republikaner lediglich 40 Sitze - vier Sitze sind noch offen. Eine Supermehrheit von 60 Sitzen - wie von manchen gehofft - wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Auch im Repräsentantenhaus bauen die Demokraten ihren Vorsprung aus: Sie stellen mindestens 250 Abgeordnete, die Republikaner nur 169. Hier sind noch 16 Sitze offen.
Vier Fünftel der Schwulen und Lesben sollen sich laut einer Umfrage kurz vor der Wahl für Obama ausgesprochen haben. Anders als der amtierende Präsident George W. Bush unterstützt Obama Homo-Rechte: So setzt er sich dafür ein, dass Homosexuelle Kinder adoptieren und offen im Militär dienen dürfen. Bush ndash; ebenso wie Obamas Gegner McCain ndash; lehnten das strikt ab. Allerdings hat der Senator aus Illinois auch Kritik von Schwulen und Lesben ertragen müssen ndash; und nicht nur, weil er die öffnung der Ehe ablehnt: Wegen seiner Nähe zu christlichen Fundamentalisten, die Schwule und Lesben heilen wollen, gab es im Vorwahlkampf Proteste gegen Obama.
In drei Bundesstaaten wird zudem über die Homo-Ehe abgestimmt (siehe auch Eilmeldung unten). Florida und Arizona wollen in ihrer Regionalverfassung die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definieren. Gesetze verhindern dort aber derzeit schon jetzt gleichgeschlechtliche Hochzeiten. Wichtiger ist das Referendum in Kalifornien: Hier dürfen Schwule und Lesben seit wenigen Monaten heiraten ndash; dieses Recht wollen konservative Aktivisten wieder nehmen.
In Florida und Arizona waren die Homo-Gegner erfolgreich, in Kalifornien liegen sie ersten Ergebnissen zufolge knapp vorne: Dort sind bereits neun Zehntel der Stimmen ausgezählt, Homo-Gegner konnten bislang rund 52 Prozent auf sich vereinigen, die Befürworter der Homo-Ehe nur 48 Prozent. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich das Ergebnis noch dreht.
Nach Umfragen vor der Wahlkabine könnte - wie von einigen Analysten befürchtet - die hohe Beteiligung von Schwarzen zur Ablehnung der Homo-Ehe geführt haben: Während Weiszlig;e und Asienstämmige zu je 53 Prozent für gleichgeschlechtliche Ehen stimmten, lehnten Latinos dieses knapp ab (49 Prozent), Schwarze aber äuszlig;erst deutlich (30 Prozent). Sie stellten dieses Jahr zehn Prozent der Wähler. Auch die Religion spielte eine entscheidende Rolle: Während knapp zwei Drittel der Protestanten und Katholiken gegen die Ehe stimmten, wollten neun von zehn nicht religiösen Kaliforniern gleiche Rechte in der Ehe-Frage. Leider machte diese Wählergruppe nur 16 Prozent aller Urnengänger aus.
Bittere Niederlage in Florida: Dort votierten 62 Prozent der Wähler für ein Eheverbot ndash; nötig sind 60 Prozent. Laut Wählerbefragungen nach Verlassen des Wahllokals hat die Ehe bei den üblichen Verdächtigen verloren, wie schon in 29 von 30 Referenden zu diesem Thema zuvor: ältere, Schwarze, Protestanten und die Landbevölkerung stimmten mit groszlig;er Mehrheit gegen Homo-Rechte, während Gebildete, Reiche und Erstwähler für Gleichberechtigung votierten.
Auch in Arizona haben die Wähler die Ungleichbehandlung von Homo-Paaren in ihre Regionalverfassung festschreiben lassen: 56 Prozent stimmten dafür, hier war eine absolute Mehrheit für eine Verfassungsänderung ausreichend. Vor zwei Jahren lehnten die Bürger dieselbe Frage noch knapp ab - das war der bislang einzige Sieg für die Homo-Ehe in einem US-Referendum auf Ebene des Bundesstaates.
Niederlage auch im konservativen Südstaat Arkansas. Hier wurden die Bürger gefragt, ob sie die Adoption durch Homo-Paare verbieten lassen wollen: 57 Prozent stimmten dem zu. Allerdings lehnten hier die Weiszlig;en mit 58 Prozent das Vorhaben eher ab als Schwarze (55 Prozent). Besonders groszlig; war hier der Unterschied zwischen Männern und Frauen: Während das starke Geschlecht mit 61 Prozent gegen gleiche Rechte stimmte, waren es beim schwachen Geschlecht nur 54 Prozent.
Eine Erfolgsmeldung zum Schluss: Der schwule Kongresskandidat Jared Polis hat es voraussichtlich geschafft. Er zieht neben dem alteingesessenen Barney Frank und der lesbischen Abgeordneten Tammy Baldwin als dritter offen Homosexueller ins Repräsentantenhaus ein. Er konnte ersten Ergebnissen zufolge mit 60 Prozent der Stimmen seinen Wahlkreis klar gewinnen. Mit Internet-Unternehmen wurde der 33-Jährige zum Multimillionär ndash; und steckte einen Teil seines Reichtums in einem Mega-Wahlkampf, der ihn jetzt auf die nationale politische Bühne beförderte. (ma/dk)
Eilmeldung: Abschaffung der Homo-Ehe in Kalifornien wahrscheinlich: Nach Auszählung von 95 Prozent der Wahlkreise liegen die Homo-Gegner mit 52,0 Prozent der Stimmen in Führung. Mehrere kalifornische Zeitungen erklärten, der Vorsprung sei uneinholbar.
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November 5th, 2008
() Zum ersten Mal hat ein gleichgeschlechtliches Paar beim indischen Liebestempel Taj Mahal zeremoniell geheiratet. Die beiden Schwedinnen Sandra (19) und Sarah (18) haben dazu einen Priester des benachbarten Mahadeva-Shiva-Tempels überredet. In Indien ist die Homo-Ehe ndash; ebenso wie Homo-Sex ndash; eigentlich verboten.
Allerdings spendete die Beiden an den Tempel und versprachen dem Priester, ein Leben lang seine Schülerinnen zu sein. Auszlig;erdem, so erklärten sie, sei Homosexualität in ihrer Heimat Schweden normal.
Daraufhin führte der Priester die Zeremonie durch und erklärte: raquo;Auch wenn im Hinduismus solche Ehen nicht erlaubt sind, bin ich beeindruckt mit der Zuneigung der zwei Frauen für das Denkmal der Liebe«, wie der Taj Mahal in Indien auch genannt wird.
Die beiden leben seit einem Jahr in Neu-Delhi und arbeiten dort für eine Kinderhilfsorganisation. raquo;Wir lieben uns seit unserer Kindheit«, erklärte Sandra. Sie sagte weiter, sie habe sich mit dem Taj Mahal und seiner Geschichte beschäftigt. Das habe sie dazu bewogen, eine Eheschlieszlig;ung beim Monument anzustreben.
Der Taj Mahal (auf Deutsch auch Tadsch Mahal geschrieben) wurde im 17. Jahrhundert von Groszlig;mogul Shah Jahan zum Gedenken an seine verstorbene Hauptfrau Mumtaz Mahal erbaut. Es befindet sich auf einer 100 mal 100 Meter groszlig;en Marmorplatte. Das Mausoleum ist rund 60 Meter hoch und breit. Es gilt heute als der gröszlig;te Anziehungspunkt für Frischvermählte in Indien. (dk)
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November 4th, 2008
() Der Vorsitzende der Islamic Medical Association (IMA) wurde suspendiert, nachdem er einen aggressiven und homophoben Leserbrief an ein Magazin geschickt hatte.
Dr. Muhammad Siddiq wurde für 12 Monate wegen seines Leserbriefes an das Magazin Pulse suspendiert. Er meinte darin, dass Schwule die Strenge des Gesetzes spüren müssten, damit sie wieder auf den rechten Weg kämen. Auszlig;erdem seien die Homosexuellen schuld daran, dass es so viele übertragbare Geschlechtskrankheiten gäbe. Schwule verfolgen auch die Gesellschaft, versuchen sie zu verändern.
‘Zunächst stritt er ab, diese Zeilen geschrieben zu haben, beschuldigte seinen Sohn, gab dann aber zu, der Verfasser zu sein. Inzwischen gab es auch ein Verfahren, worin ihm die Fähigkeit, chirurgische Eingriffe vorzunehmen, abgesprochen wurde. (ma)
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November 4th, 2008
() Der Fuszlig;baller David Beckham sprach über seine Rolle als Schwulenikone und seine Liebe zur Mode. Er erzählte auch, dass seine berühmte Werbekampagne für Armani Unterwäsche nicht aufbereitet wurde - alles, was man sieht, ist echt.
Wenn mich Menschen auf meinen Status als Schwulenikone ansprechen, dann sage ich immer, dass es eine groszlig;e Ehre für mich ist und das ist wirklich so. So einen groszlig;en Einfluss auf so viele Menschen auf der ganzen Welt zu haben, ist einfach eine Ehre. Für mich waren Mode und Aussehen schon immer sehr interessant. Ich liebe es, gut auszusehen. Und ich mache es nicht, um andere zu beeindrucken. Wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, dann trage ich es, egal was die Leute denken. Als Armani mich fragte, ob ich die Unterhosenwerbung machen würde, war ich nervös und aufgeregt. Ich hätte sie niemals gebeten, etwas digital aufzubessern. Es war eine Frage der Pose, wo nicht zu wenig und nicht zu viel gezeigt werden würde. David Beckham in einem Interview für GQ. (ma)
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November 3rd, 2008
() Schwule und Lesben in den USA hoffen auf einen Wahlsieg Barack Obamas. Mehrere Volksentscheide könnten die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben ein ganzes Stück voranbringen ndash; oder um Jahre zurückwerfen.
Nicht nur eine klare Mehrheit der Schwulen und Lesben in den USA wollen Barack Obama als neuen Präsidenten sehen. Auch viele homosexuelle Europäer unterstützten den demokratischen Kandidaten. Derzeit sieht es so aus, als ob sich der Demokrat durchsetzen kann. Bei allen Umfragen liegt er sieben bis acht Prozent vor seinem Herausforderer John McCain. Allerdings haben sich die US-Wähler in der Vergangenheit oft als launisch und schwer einzuschätzen herausgestellt.
Obama gilt nicht nur wegen seiner Ausstrahlung, sondern auch wegen seiner Positionen als Liebling der Schwulen und Lesben ndash; auch wenn viele im Vorwahlkampf auf Hillary Clinton setzten, die sich bereits in der Vergangenheit wiederholt für Homo-Rechte eingesetzt hat. Obamas hat in seinem wenigen Jahren im US-Senat jedoch meist für Homo-Rechte gestimmt: Die Human Rights Campaign errechnete, dass seine Zustimmung zur Gleichberechtigung zwischen 89 und 95 Prozent lag.
McCain, der vor seinem Wahlkampf noch als gemäszlig;igter Republikaner galt, schaffte es auf 0 bis 33 Prozent. So tritt Obama ndash; im Gegensatz zu McCain ndash; für ein Gesetz gegen Hassvergehen ein, unterstützt Schwule und Lesben im Militär und tritt für die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ein. Obwohl er ein Gegner der Ehe-öffnung ist, ruft er in Kalifornien zum raquo;Nein« beim Referendum raquo;Proposition 8« auf, mit dem Schwule und Lesben die Eheschlieszlig;ung nach einem knappen halben Jahr wieder verboten werden soll. Er nannte die Abstimmung raquo;spaltend« und raquo;diskriminierend«.
Volksentscheid über Homo-Ehe in drei Staaten
Von gröszlig;erem Interesse als die Präsidentschaftswahl dürfte für viele Schwule und Lesben ohnehin der Ausgang dieser und zwei weiterer Volksentscheide zum Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe sein: In Arizona stimmen die Wähler über Proposition 102 ab, in Florida über Amendment 2 und in Kalifornien über Proposition 8. Das Ziel der drei Referenda ist klar: Die Ehe soll in der Regionalverfassung als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert werden ndash; und gleichgeschlechtliche Partner sollen auf diese Weise von den Rechten der Ehe, etwa bei der Krankenversicherung oder im Steuerrecht ndash; ausgeschlossen werden. Schon über die Hälfte der Bundesstaaten hat dieses Verbot in ihren Regionalverfassungen festgeschrieben.
Homo-Gegner haben bislang vor allem mit dem Mittel der direkten Demokratie Rechte für gleichgeschlechtliche Paare verhindern können. In 30 Staaten sind bislang derartige Volksentscheide um ein raquo;Marriage Amendment« oder ein euphemistisch genanntes raquo;Defense of Marriage Act« (Gesetz zur Verteidigung der Ehe) auf Ebene des Bundesstaates durchgeführt worden. 29 davon wurden angenommen ndash; teils mit gigantischen Mehrheiten mit bis zu 80 Prozent der Stimmen. Lediglich in Arizona verbuchten die Homoehe-Befürworter 2006 einen überraschenden Sieg. Im Heimatstaat von Präsidentschaftskandidat John McCain stimmten 51 Prozent gegen ein in der Regionalverfassung festgeschriebenes Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare. Obgleich das ein moralischer Sieg war, brachte es Homo-Paaren in dem Wüstenstaat nichts ein: Ein Gesetz verbietet auch in Arizona die gleichgeschlechtliche Ehe.
Zwei Jahre nach ihrer Niederlage versuchen es die Homo-Gegner erneut: Proposition 102 soll das Ehe-Verbot in der Regionalverfassung verankern. Hier ist der Wahlkampf in vollem Gange: Letzte Woche protestierten 500 Aktivisten in der Hauptstadt Phoenix gegen die drohende Verfassungsänderung. Unter den sieben Volksentscheiden in Arizona ist die Homo-Ehe das umstrittenste. Nebenbei stimmen die Wähler unter anderem auch über die Gehälter ihrer Volksvertreter ab oder über die Privatisierung der Krankenversicherung für Senioren.
Auch die 10,5 Millionen Wähler in Florida sind aufgerufen, über die Homo-Ehe zu entscheiden. Auch hier tobt ein erbitterter Wahlkampf. Einer neuen Umfrage zufolge wollen 56 Prozent der Wähler ein Verbot der Homo-Ehe unterstützen. Allerdings sind in Florida ndash; anders als in den meisten anderen Staaten ndash; 60 Prozent der Stimmen für eine Verfassungsänderung notwendig. Auch hier gehört die Homo-Ehe zu den umstrittensten Themen ndash; in sieben anderen Fragen stimmen die Bewohner des Sonnenstaates unter anderem darüber ab, ob bestimmten Ausländern verboten wird, im Staat Land zu besitzen oder ob Landkreise eine zusätzliche Mehrwertsteuer einführen dürfen, um Universitäten zu finanzieren.
Während in Arizona und Florida die Homo-Ehe derzeit ohnehin in weiter Ferne ist, geht es in Kalifornien um alles: Votiert eine Mehrheit der Wähler für das Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen, würde zum ersten Mal in der Geschichte Schwulen und Lesben das Recht auf die Ehe wieder weggenommen werden. Das hätte ohne Frage Auswirkungen auf das ganze Land. Daher sind allein bei Proposition 8 an die 100 Millionen Dollar für Wahlkampfwerbung aufgebracht worden.
Bereits 2000 hatte Kalifornien einen schlechten Trend gesetzt: Damals stimmten 61 Prozent der Wähler für ein Gesetz, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definierte. Das wurde zwar dieses Jahr durch den obersten Gerichtshof des Bundesstaates als verfassungswidrig aufgehoben ndash; allerdings können die Richter nichts mehr gegen ein Verbot unternehmen, das Verfassungsrang hat.
Bislang sieht es Umfragen zufolge zwar so aus, als ob Proposition 8 dieses Jahr abgelehnt wird. Doch Umfragen haben sich beim Thema Homo-Ehe in der Vergangenheit oft getäuscht. So sah es den Meinungsforschungsinstituten zufolge schon 2000 so aus, als ob sich Befürworter und Gegner ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern ndash; doch dann gewannen die Homo-Gegner klar. ähnliche Ergebnisse gab es auch in anderen Bundesstaaten. Diese Unterschiede liegen insbesondere daran, dass sich Homo-Gegner selbst bei anonymen Umfragen nicht als intolerante Dorftrottel outen wollen ndash; und daher über ihr wahres Abstimmungsverhalten lügen. Bei einer geheimen Wahl sieht das aber (leider) anders aus.
Mit diesem Effekt könnte auch Obama zu kämpfen haben: Immerhin ist es für viele Weiszlig;e - insbesondere aus ländlicheren Gebieten in den Südstaaten - fast unvorstellbar, einen Schwarzen als Präsidenten zu akzeptieren. Das wird aber oft nur hinter vorgehaltener Hand gesagt.
Kampf um den Kongress
Zusätzlich zum Präsidenten und diversen Referenden dürfen die Wähler heute Dienstag noch über die Zusammensetzung des US-Kongresses bestimmen. Dieser war von 1994 bis 2006 in den Händen der Republikaner. Vor zwei Jahren gelang den Demokraten dann ein grandioser Wahlsieg und sie übernahmen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat. Die demokratische Mehrheit gilt hier als ausgemacht. Allerdings will die Partei einen historischen Sieg im Senat durchsetzen. Hier hält sie derzeit 51 von 100 Sitzen. Dieses Jahr werden 35 der 100 Sitze neu bestimmt ndash; 23 davon müssen die Republikaner verteidigen. Die Demokraten wollen neun hinzugewinnen, um auf 60 zu kommen.
Mit dieser Zahl könnte die Partei Gesetze weit einfacher durchbringen, weil sie so genannte Filibuster verhindern könnte. Filibuster sind Abgeordnete, die eine Abstimmung durch eine ewig anhaltende Debatte verhindern können. Das ist effektiv: In der Vergangenheit haben hier Abgeordnete schon mal das Telefonbuch vorgelesen, wenn ihnen nichts mehr einfiel. Mit 60 Stimmen könnte allerdings jede Debatte im Plenum beendet werden. Falls kontroverse Gesetze verabschiedet werden müssen ndash; und Homo-Rechte sind leider kontrovers ndash; könnte ein demokratischer Senat religiöse Republikaner aus den Südstaaten in ihrem Kreuzzug stoppen. Und somit könnte bis zur nächsten Wahl in zwei Jahren vieles auf den Weg gebracht werden, was sonst ndash; wie in den vergangenen acht Jahre ndash; liegen bleibt. (dk)
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