April 2nd, 2008
() Die Westboro Baptist Church in Topeka, Kansas, USA, war schon mehrmals in diesem Forum mit seltsamen Aktionen (Protesten bei Begräbnissen, Website God hates Fags) vertreten. Nun haben sich in der Stadt Topeka immerhin 400 Menschen gefunden, die gegen diese Hassprediger-Kirche Zivilcourage zeigten. Sie demonstrierten und protestierten genau vor dem Kirchengebäude.
Vertreten waren Heterosexuelle, Homosexuelle und Transsexuelle. Es wurde Zeit, dass wir etwas unternommen haben. Irgendwie fühlt man sich ja verantwortlich für die Phelps-Familie und ihre Westboro Kirche. Es wurde Zeit, dass wir unsere Unterstützung für Homosexuelle öffentlich zeigen, meinte eine Demonstrantin. Dabei hat die Kirche nur ca. 75 Mitglieder, die meisten sind Familienmitglieder von Fred Phelps.
Der Organisator des Protestes: Es wird sich an der Einstellung der Kirche nichts ändern, aber zumindest sehen die Menschen, dass nicht alle so denken, wie Phelps. (ma)
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April 2nd, 2008
() Nach den Pros amp; Contras in der öVP in Bezug auf Eintragung einer homosexuellen Partnerschaft auf dem Standesamt, hat VP-Obmann und Vizekanzler Molterer ein Machtwort gesprochen und sich klar dagegen ausgesprochen.
Wilhelm Molterer sagte nach dem heutigen Ministerrat, dass die Art der Zeremonie jedermanns eigene Entscheidung wäre, aber es gäbe Alternativen zu Standesamt. Er jedenfalls trete gegen eine eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle am Standesamt ein. Wie diese aussehen könnten sagte der öVP-Obmann nicht.
öVP-Vizechef und Umweltminister Josef Pröll hatte sich im Vorfeld vergangenen Freitag für die standesamtliche Variante ausgesprochen ( berichtete) und bleibt auch bei seiner Meinung, sein Parteikollege Innenminister Günther Platter war strikt dagegen.
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer verwies darauf, dass man im Regierungsprogramm festgehalten habe, eine Entdiskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften durchzuführen. Es sei nun die Aufgabe der zuständigen Minister geeignete Lösungen zu finden. (cbox)
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März 31st, 2008
() In Isfahan, Iran, wurden bei einer Razzia 30 Männer verhaftet. Sie hatten sich in einer Privatwohnung getroffen. Dies geschah schon im Februar, daraufhin wurden sie vier Wochen eingesperrt, ohne dass sie mit einem Anwalt sprechen hätten können.
Sie werden der Sodomie beschuldigt, Alkoholkonsum und einige andere Verstöszlig;e gegen die Sitten werden ihnen auch noch angelastet. Der Amtsarzt wird nun untersuchen, ob sie Analverkehr hatten oder nicht.
Human Rights Watch sieht eine Intensivierung der Verfolgung von Privatpersonen, wenn sie sich nicht gemäszlig; den strengen Vorschriften verhalten. (ma)
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März 31st, 2008
() Rosanna Queirolo, ehemaliges Model, Fernsehsprecherin und Triathletin, ist eine Abgeordnete im ecuadoranischen Parlament, die in letzter Zeit immer mehr durch ihre fundamentalistischen und konservativ-christlichen Ausfälle aufmerksam machte.
So verglich sie Homosexualität mit Pädophilie und Sodomie. Zu bemerken wäre, dass Ecuador schon 1998 - als erstes Land in Südamerika - ein Antidiskriminierungsgesetz installiert hat.
Im März hat Queirolo offiziell angefragt, ob man nicht die Verfassung ändern könnte, damit die sexuelle Orientierung nicht mehr geschützt wird. Das Model schlug vor, Orientierung in Vorliebe zu ändern, da Pädophile und andere Degenerierten ja sonst auf die Idee kämen, sich auf sie auszureden. Katholische Gruppierungen spendeten Beifall, die Community war erzürnt.
Im gleichen Atemzug will sie auch die Abtreibung abschaffen und Gott in die Verfassung nehmen. Parteimitglieder und besonnene Abgeordnete haben sich eindeutig gegen eine solche änderung der Verfassung ausgesprochen. (ma)
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März 31st, 2008
() Wie bereits mehrmals berichtet, gibt es einige Reggae-Sänger, die extrem homophobe Texte verwenden. Aufrufe, Schwule zu töten, sind dabei keine Seltenheit. Nun wurden zwei Konzerte von Bounty Killer in Groszlig;britannien und Deutschland abgesagt. Ein drittes Konzert in London konnte von der Polizei nicht mehr verhindert werden.
Bounty Killer ruft in seinen Texten dazu auf, Schwule zu verbrennen, zu ertränken, sie auszulöschen, zu steinigen und zu ermorden. Hassparolen zu verbreiten ist in Groszlig;britannien ein Kriminaltatbestand, wobei man aber die feine Grenze zwischen Redefreiheit und Verbreitung von Hasspredigten beachten muss. Auch Konzerte in Deutschland wurden abgesagt. (ma)
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März 31st, 2008
() DJ Tallulah (1948-2008) war einer der prominentesten DJs in der Londoner Szene. Seit vierzig Jahren war er hinter den Turntables und er wurde von jedem geschätzt und geliebt.
Seine regelmäszlig;igen Auftritte im Heaven sind in London legendär. Zuerst etablierte er sich in der Untergrund-Szene der frühen 60er Jahre und ein paar Jahre später war er bereits Kult. 2007 wurde er als erster in die Hall of Fame of Homosexual Culture aufgenommen. (ma)
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März 31st, 2008
() In den USA sind derzeit Mixed Martial Arts groszlig; im Kommen. Es gibt die Ultimate Fighting Championships, die immer mehr Zuseher gewinnen. Nun hat sich Shad Smith als schwul geoutet und er ist damit der erste seiner Profession.
2000 wurde er aus dem Gefängnis entlassen (Autodiebstähle) und begann mit den Kämpfen hauptsächlich deswegen, damit er seine Homosexualität überdecken konnte.
Ich hatte immer Angst davor, dass mich meine Eltern und Brüder nicht mehr lieben würden. Ich wollte nicht, dass es irgendwer weiszlig;. Mit dem Kampfsport würde sich niemand trauen zu behaupten, dass ich schwul sei. Nun ist Smith 35 und will sich mit seinem Freund Jesse ein gemeinsames Leben aufbauen. (ma)
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März 31st, 2008
() Thomas Beatie, ein transsexueller Mann aus Oregon, USA, ist schwanger. Das gab er dem Magazin Advocate bekannt.
Beatie wurde als Frau geboren und hat sich während seiner Operationen vor acht Jahren dazu entschlossen, die Eierstöcke und die Gebärmutter zu behalten. Vor einigen Monaten hat er aufgehört, Testosteron zu nehmen.
Seine Frau Nancy kann kein Kind bekommen und so versuchte es er. Das Kind soll im Juli auf die Welt kommen. (ma)
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März 31st, 2008
() Beim Koalitionspartner öVP geht es in Sachen raquo;Homo-Ehe« rund. öVP-Vizechef Josef Pröll hat sich dezidiert dafür ausgesprochen, dass homosexuelle Partnerschaften am Standesamt geschlossen werde können, für Innenminister Günther Platter sei dies raquo;nicht vorstellbar«.
Pröll sagte vergangenen Freitag gegenüber der rsaquo;Tiroler Tageszeitunglsaquo;: raquo;Ich weiszlig;, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen gibt. Ich persönlich finde es richtig, diese gleichgeschlechtliche Partnerschaft vor dem Standesamt zu vollziehen.« Er erinnerte damit gleichzeitig an einen entsprechenden Beschluss im Perspektivenpapier der öVP. Für die öVP sei eine klare Unterscheidung zur Ehe unabdingbar, daher werde es auch kein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare geben, so Pröll weiter. raquo;Zeremonie ja oder nein kann doch nicht ein Streitthema sein. Jeder soll so feiern können, wie er will«, so der Vizeparteichef abschlieszlig;end.
Der Zweite Nationalratspräsident Michael Spindelegger reagierte prompt: Er sei raquo;strikt gegen eine Zeremonie am Standesamt, wo zuerst die Hetero- und dann die Homosexuellen drankommen«. Eine bessere Möglichkeit, die Partnerschaft eintragen zu lassen, wäre laut Spindelegger etwa ein Notar.
Auch Innenminister Günther Platter sprach sich gegen eine Zeremonie auf dem Standesamt aus. Gegenüber der raquo;Tiroler Tageszeitung« sagte er: raquo;Diese Causa fällt in meine Zuständigkeit als Innenminister, das wird mein Freund Sepp Pröll zur Kenntnis nehmen müssen.«
Die Reaktion der Grünen in einer Presseaussendung fiel spöttisch aus. raquo;Stehen Josef Pröll und Michael Spindelegger vor der Scheidung?«, fragt sich Ulrike Lunacek, Sprecherin der rsaquo;Grünen für Lesben, Schwule und Transgenderslsaquo;, aufgrund der unterschiedlichen öVP-Aussagen zum Thema Homoehe. Angesichts derartiger Auffassungsunterschiede müsse man schon von Zerrüttung und unüberbrückbaren Differenzen zwischen den beiden öVP-Männern sprechen, konstatiert Lunacek und meint: raquo;Die Scheidung können die beiden übrigens rsaquo;mit oder ohne Zeremonielsaquo; vornehmen …« (cbox)
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März 27th, 2008
() HOSI Linz fordert ein zeitgemäszlig;es, progressives, modernes, heutigen Bedürfnissen gerecht werdendes und auf dem Prinzip der Gleichberechtigung und PartnerInnenschaftlichkeit basierendes PartnerInnenschaftsmodell!
bdquo;Die Arbeit der Arbeitsgruppe ist zu Ende. Die Forderungen und überlegungen der Lesben- und Schwulen-Organisationen liegen am Tisch - mehr war auch nicht gefordert. Die NGOs können nur ihre Wünsche äuszlig;ern - die Arbeit muss die Politik machen. Wenn jetzt eine Eingetragene PartnerInnenschaft Teil des neuen Arbeitsprogramms der Bundesregierung bis Juni sein soll, so ist den Organisationen der Lesben- und Schwulenbewegung bisher noch kein neuer Vorschlag bekannt. Die Organisationen der Lesben- und Schwulenbewegung haben ihre Vorstellungen schriftlich eingebracht und auch ebenso ihre Kritik und Anregungen zum ersten Entwurf des Justizministeriums im Oktober 2007ldquo;, erklärt Geschäftsführer Tiberius Binder für die HOSI Linz.
Binder kündigt an, dass sich die HOSI Linz den endgültigen Gesetzesentwurf sehr genau ansehen werde. Keinesfalls werde die HOSI Linz einem Alibigesetz zustimmen. bdquo;Wir erwarten uns jetzt von der SPö, dass sie nicht wieder auf halben Weg vor den ewig-gestrigen Wertvorstellungen groszlig;er Teile der öVP in die Knie geht. Bevor wir eine Alibiregelung bekommen, die den Lesben und Schwulen alle Pflichten aufbürdet aber kaum Rechte bringt, ist es für uns besser, noch ein paar Jahre zuzuwarten. Wir müssen das jetzt nicht übers Knie brechen, nur dass dann irgendetwas herauskommt, das niemanden zufrieden stelltldquo;, so Binder.
bdquo;Was wir wollen ist: Ein eigenes Rechtsinstitut neben der Ehe für alle jene Menschen, die nicht heiraten, ihre PartnerInnenschaft aber rechtlich absichern wollen - egal ob hetero- oder homosexuell. Weiters ein modernes Scheidungsrecht, das endlich den Geist des 19. Jahrhunderts hinter sich lässt und den Bedürfnissen der Menschen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Für uns bedeutet dieser Grundgedanke jedenfalls ein Abgehen vom Normenkatalog des Eherechts in der Frage des Namensrechts, bei den ehelichen Pflichten und insbesondere bei den Trennungsbestimmungen. Darüber hinaus sind auch jene Gesetzesmaterien, die in anderen Bundesministerien angesiedelt sind, ausnahmslos mit einzubeziehen - also z.B. Fremdenrecht, Asylrecht, Sozialversicherungsrecht, Steuerrecht usw. Und auf gar keinen Fall ist für uns der Verzicht auf die Stiefkindadoption vorstellbar - also die Adoption der leiblichen Kinder der/des Partner(s)In. Immerhin wachsen bereits derzeit hunderte Kinder in österreich in gleichgeschlechtlichen Beziehungen auf - der Gesetzgeber hat da endlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen und diese Kinder juristisch abzusichernldquo;, erläutert Binder.
In der letzten Stellungnahme an die Arbeitsgruppe im Februar 2008 hat die HOSI Linz daher noch einmal ihre Forderungen wie folgt zusammengefasst:
bdquo;Die HOSI Linz tritt aus prinzipiellen Erwägungen für die Abschaffung der Ehe in der bestehenden Form ein und fordert, wenn schon nicht statt der Ehe dann zumindest neben der Ehe, ein zeitgemäszlig;es, progressives, modernes, heutigen Bedürfnissen gerecht werdendes und auf dem Prinzip der Gleichberechtigung und PartnerInnenschaftlichkeit basierendes PartnerInnenschaftsmodell für das 21. Jahrhundert zu schaffen, das eine vollständige rechtliche Gleichstellung aller, also sowohl hetero- wie homosexueller Lebensgemeinschaften ohne Trauschein gewährleistet und von zwei Grundprinzipien geleitet wird, nämlich der Beseitigung sämtlicher Ungleichbehandlungen der verschiedenen Modelle des Zusammenlebens und ohne Lesben und Schwule neuerlich diskriminierende Sondergesetzgebung bei gleichzeitiger und zügiger Fortentwicklung der Ehe.ldquo; (pas)
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