März 27th, 2008
() Eine der führenden marokkanischen Zeitungen, Al Massae, wurde zu einer 100.000 Pfund-Strafe verurteilt, weil sie irrtümlich berichtet hatte, dass ein Richter bei einer Gay-Party anwesend war.
Im arabisch-afrikanischen Raum werden solche Parties gerne als Schwulenhochzeiten bezeichnet. In Ksar el-Kebir soll so eine Party stattgefunden haben. Die Zeitung berichtete darüber und erwähnte, dass ein Richter auch anwesend war. Der Name wurde nicht genannt. Damit war der Weg für eine Klage aller vier örtlichen Richter frei.
Schlieszlig;lich kam heraus, dass ein Mann verhaftet wurde, der den gleichen Namen wie ein Richter hat. Die Party selber erregte höchste Aufmerksamkeit: in den Straszlig;en wurden organisierte Empörungsproteste gesehen und trotz keinerlei Beweisen für eine homosexuelle Aktion wurden alle zu Gefängnisstrafen verurteilt. (ma)
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März 27th, 2008
() bdquo;Eine Standesamtsschwalbe macht noch keinen Sommer für österreichischenbsp; Lesben und Schwuleldquo;, reagiert Ulrike Lunacek, Sprecherin der Grünen für Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGenders, auf den heutigen Schwenk der öVP beim Thema bdquo;Homo-Eheldquo; in Richtung Eintragung am Standesamt. Aber dieser Schwenk sei nicht zuletzt ein Erfolg von intensiver Lobbyingarbeit der Grünen und NGOs.
Eine Zeremonie alleine ist aber bei weitem nicht ausreichend. Es fehlen immer noch fremdenrechtliche sowie sozial- und pensionsrechtliche Gleichstellungen, wie sie auch im Schweizer Modell enthalten sind. Und dieses Modell hat sogar die Perspektivengruppe der öVP vorgeschlagen. Vizekanzler Molterer selbst hat nach deren Präsentation erklärt, dass die Empfehlungen umgesetzt würden. bdquo;Man darf also gespannt sein, wie die öVP mit diesen Fragen umgehen wirdldquo;, so Lunacek, die auf ein weiteres offenes Problem verweist, nämlich die nicht vorhandene Möglichkeit für homosexuelle Paare, Kinder adoptieren zu dürfen. bdquo;Da hat sich die öVP bislang besonders quergestellt. Hoffentlich gibt es auch in dieser Frage bald ein Umdenkenldquo;. (pas)
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März 27th, 2008
() In Vancouver, British Columbia, Kanada, reitet die katholische Kirche massive Proteste gegen ein Handbuch, das Diversität im Schulsystem zum Thema hat.
Die Catholic Civil Rights League hat Eltern aufgefordet, gegen dieses Handbuch (wo homosexuelle Themen einschlieszlig;lich der Homo-Ehe zur Sprache kommen) zu protestieren.
Im Wesentlichen geht es darum, die Bewusstheit gegenüber sexuellen Diversitäten auch im Lehrplan, in den Schulbüchern und bei den LehrerInnen selber zu etablieren. Die Katholiken meinen, dass Making Space, Giving Voice im Widerspruch zu ihrem Glauben stehe. Sie wollen daher alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um die Anstrengungen der Regierung zu unterlaufen, realitätsferne Themen in den Schulen anzusprechen. (ma)
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März 26th, 2008
() Die öVP spielt beim Thema eingetragene PartnerInnenschaften am Standesamt auf Zeit, denn VP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer lieszlig; vergangene Woche verlautbaren, dass man bdquo;erst am Beginn der Arbeitldquo; stünde, wie der bdquo;Standardldquo; berichtet.
Das Ergebnis der letzten Sitzung der zwischen Justiz- und Familienministerium eingerichteten Arbeitsgruppe am vergangenen Donnerstag steht im Widerspruch zu den Festlegungen der öVP im September des Vorjahres. In der damals gegründeten bdquo;Perspektivengruppeldquo; sprach man sich für eine eingetragene Partnerschaft beim Standesamt aus. öVP-Chef Wilhelm Molterer versprach die Umsetzung und die Erarbeitung eines eigenen Gesetzesentwurfs.
Für Ende 2007 stellte man einen Kompromiss mit dem Gesetzesentwurf von Justizministerin Maria Berger (SPö) in Aussicht. Der Termin wurde auf Ende Jänner und dann auf März 2008 verschoben. Jetzt redet sich Donnerbauer auf den arbeitsintensiven U-Ausschuss aus und will keinen Zeitpunkt mehr nennen.
Donnerbauer betonte gegenüber dem bdquo;Standardldquo;, dass für ihn die bdquo;Expertenergebnisse aber keinesfalls verbindlichldquo; seien. Man hatte sich in der Arbeitsgruppe geeinigt, dass die Partnerschaft mit Zeremonie vor dem Standesamt stattfinden soll. Donnerbauer bleibt bei der von VP-Klubchef Wolfgang Schüssel vorgegebenen Linie, wonach die Partnerschaft nicht unbedingt beim Standesamt fixiert werden soll.
Wie bdquo;schmerzvollldquo; muss es für die bdquo;Gleichberechtigungsverhindererldquo; Schüssel und Donnerbauer sein, dass sich die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne; Bild), damit Stellvertreterin von Siegfried Nagl (öVP), vergangenen Freitag in ihrer Antrittsrede zur Homosexualität bekannte. Die 43-Jährige will als bekennende Lesbe für die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlich orientierter Menschen eintreten: bdquo;Normalität und Abnormalität ist keine Frage der Sexualität.ldquo; Sie meinte weiter im Zusammenhang zu den vergangenen Auseinandersetzungen mit dem Grazer Bürgermeister Nagl (öVP): bdquo;Ich weiszlig;, dass er lernfähig ist.ldquo; (cbox)
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März 26th, 2008
() Der britische Homoaktivist Peter Tatchel (Bild)hat in einem Interview mit der BBC den Iran mit Nazi-Deutschland verglichen. bdquo;Jeder Schwule und jede Lesbe im Iran muss heute mit der Angst leben, das es nachts an die Tür klopft. Das ist so wie bei den Juden in Nazi-Deutschland. Das ist die Angst, die existiert.ldquo;
Tatchell war eingeladen, um eine Analyse zum Fall des iranischen Teenagers Mehdi Kazemi abzugeben, der derzeit von der Abschiebung bedroht ist. Die britischen Behörden hatten zuvor seinen Asylantrag abgelehnt und behauptet, Homosexuellen im Iran würde nichts geschehen, wenn sie sich diskret verhalten würden. Nach vielen Medienberichten wird der Fall nun noch einmal neu geprüft.
Tatchell meinte in Bezug auf eine frühere äuszlig;erung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, in seinem Land gäbe es keine Homosexuellen: bdquo;Wenn es wahr wäre, dass es keine Homosexualität im Iran gibt, wieso wird im iranischen Strafrecht diese Sexualität als Verbrechen eingeordnet, die mit dem Tode bestraft wird? Das ist doch ganz offensichtlich absurd. Und natürlich gibt es keine einzige offen homosexuelle Person im Iran, weil du sonst verhaftet, ins Gefängnis geworfen, bis zu einem Geständnis gefoltert und dann öffentlich hingerichtet wirst.ldquo; (cwq)
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März 26th, 2008
() Ausgerechnet ein Würdenträger der Katholischen Kirche soll auf dem 1. Antidiskriminierungskongress in Deutschland den einleitenden Vortrag halten: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat für den 23. April 2008 zum Thema bdquo;Wertegesellschaft als ökonomischer Faktorldquo; nach Berlin eingeladen ndash; mit Kardinal Karlnbsp;Lehmann (Bild)als Auftaktredner.
bdquo;Lesben und Schwule sind empört, dass ausgerechnet ein hoher Repräsentant der Katholischen Kirche den einleitenden Vortrag der Veranstaltung halten sollldquo;, kritisierte Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) und Mitglied des Beirats der Antidiskriminierungsstelle. Bruns wirft der Katholischen Kirche vor, selbst zu diskriminieren: bdquo;Die Katholische Kirche ist einer der gröszlig;ten Arbeitgeber Deutschlands. Die meisten katholischen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und Kindertagesstätten werden aber nicht von der Katholischen Kirche selbst finanziert, sondern zu 95 % und mehr durch Steuergelder und die Entgelte der Benutzerinnen und Benutzer. Trotzdem entlässt die Katholische Kirche alle Lesben und Schwule, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, und zwar auch in solchen Einrichtungen, in denen sie nichteheliche Partner, wiederverheiratete Geschiedene und Nichtchristen duldet und weiterbeschäftigt.ldquo;
Davon abgesehen versuche Papst Benedikt XVI. und die katholischen Würdenträger immer wieder, durch Appelle an Politik und bdquo;Wahlvolkldquo; zu verhindern, dass Lesben und Schwule die vollen Bürgerechte erhalten, so Bruns. bdquo;Dabei diffamieren sie Lesben und Schwule als defizitär und minderwertig und als Gefahr für den Fortbestand der Familien und des Volkes.ldquo; Viele dieser Appelle seien regelrechte Hasspredigten.
Bruns kritisierte, dass die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Frau Dr. Martina Köppen, mit dem Beirat der Antidiskriminierungsstelle nicht über ihre Absicht gesprochen hat, Karl Kardinal Lehmann einzuladen. bdquo;Der Beirat hätte ihr sicher klargemacht, dass sie sich anschickt, den Bock zum Gärtner zu machen.ldquo; (dk)
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März 26th, 2008
() Wieder erschüttert ein Missbrauchsprozess gegen einen katholischen Pfarrer die Reihen der Kirchengemeinde. Ein einschlägig vorbestrafter Priester aus dem deutschen Riekofen soll sich laut der Staatsanwaltschaft Ende 2003 in mindestens 22 Fällen an einem 11-jährigen Ministranten vergangen haben.
Mitte März wurde der 40-jährige Pfarrer Peter K. deshalb zu drei Jahren Haft verurteilt, die er allerdings in der Psychiatrie absitzen wird. Die geringe Haftstrafe resultiert aus einem Gutachten, in dem der Priester wegen einer Persönlichkeitsstörung nur eingeschränkt schuldfähig eingestuft wurde. Der Verurteilte entschuldigte sich bei dem Jungen und will 8.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Kopfschütteln bereitet vielen die Tatsache, dass der geständige Geistliche bereits während seiner Kaplanszeit im bayerischen Viechtach einen Jungen missbraucht und deshalb 2000 eine Haftstrafe auf Bewährung erhalten hatte. Die Auflage: er durfte während der dreijährigen Bewährungszeit nicht mit Jugendlichen arbeiten. Der 40-Jährige hielt sich aber nicht daran und veranstaltete für Ministranten bereits ein Jahr später Fahrten nach Rom oder Ausflüge.
Laut Anklage soll er die Jugendlichen auch zu sich nach Hause eingeladen haben, um mit ihnen Wasserpfeife zu rauchen und Alkohol zu trinken. Vor Gericht behauptete der Priester, mit dem 11-Jährigen eine raquo;Liebesbeziehung« gehabt zu haben. (cbox)
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März 26th, 2008
() Michael Stipe, 48, hat sich nun offiziell geoutet. Es überrascht natürlich niemanden und er selbst war erstaunt, dass das nicht ohnehin klar wäre.
Ich war immer offen mit meiner Band, Familie und meinen Freunden. Selbstverständlich auch mit den Menschen, mit denen ich Sex hatte. Ich dachte, es wäre allen klar. Ich habe jedoch noch nicht dieses dringende Gefühl gehabt zu sagen, das ist mein Freund. Vielleicht kommt diese Beziehung ja noch.
2001 hat er sich schon einmal geoutet und beschrieb sich danach als einen schwulen Künstler. Michael Stipe besitzt ein vegetarisches Restaurant und eine Filmgesellschaft.
Das neueste Album wird am 1. April veröffentlicht werden - Accelerate wird R.E.M.’s 14. Studio-Album sein. (ma)
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März 26th, 2008
() Cathal O’Searcaigh (Bild)hat in Nepal mit dem Gesetz Schwierigkeiten bekommen. Angeblich soll er minderjährige (16-jährige) Burschen zu Sex verleitet haben.
Seine Werke stehen aber in den Lehrplänen der irischen Schulen; die Bildungsministerin Mary Hanafin hat nun entschieden, dass es auch so bleiben soll. Die Anschuldigungen tauchten auf, als ein Fernsehteam eine Dokumentation über ihn in Nepal drehte.
O’Searcaigh: Sollte mein schwuler Lebensstil jemanden verletzt haben, so bedaure ich das. Dass ich aber Sex mit Minderjährigen gehabt haben soll, ist einfach nur lächerlich. (ma)
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März 26th, 2008
() Im hohen Alter von 90 Jahren ist der Autor Sir Arthur Clarke in Sri Lanka gestorben. Obwohl er über seine Sexualität nie wirklich Auskunft gab, so wird doch gemeinhin angenommen, dass er schwul war.
Sein berühmtestes Werk ist 2001: A Space Odyssey. 1953 war er für sechs Monate verheiratet.
In seinen letzten Jahren lebte er mit seinem Geschäftspartner Hector Ekanayake und dessen Frau zusammen. In 50 Jahren wird man mehr wissen, denn dann wird sein Privatarchiv geöffnet werden. (ma)
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