November 3rd, 2008
() In Boynton Beach, Florida, USA, ist die lokale LGBT-Gemeinde in Schock, nachdem Mord und Selbstmord eines lesbischen Paares. Carol A. Burger ermordete Jessica Kalish, ihre Ex-Frau, in der Garage des gemeinsamen Hauses am 22. Oktober 2008.
Ermordet ist nicht ganz der richtige Ausdruck, sie schlachtete Jessica Kalish regelrecht ab - die Polizei zählte über 200 Stichwunden, verursacht durch einen Schraubenzieher. Anschlieszlig;end verstaute Burger ihr Opfer in deren Auto und lieszlig; es dann einfach stehen. Burger wollte sich zwei Tage später erschieszlig;en, als die Polizei den Leichnam gefunden hatte.
Die beiden Frauen haben 2005 in Massachusetts geheiratet und sich kürzlich getrennt. Kalisch hatte eine neue Freundin und Burger verfiel in Depressionen. Beide waren lokale Bekanntheiten, Burger eine Triathletin, Kalish eine Radiomoderatorin. (ma)
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November 2nd, 2008
() Pride London hat die World Pride für 2012 erhalten. Im gleichen Jahr finden in London auch die Olympischen Spiele und die Paraolympics statt.
Bürgermeister Boris Johnson: Dass London gewonnen hat, ist wunderbar. Unsere Stadt hat eine der gröszlig;ten und buntesten LGBT-Gemeinden der Welt und es ist eine groszlig;artige Gelegenheit, andere Städte mit unserer World Pride zu inspirieren.
Die Festivitäten werden zwei Wochen dauern - vom 23. Juni bis zum 8. Juli 2012. Die Hauptparade wird am 7. Juli 2012 abgehalten werden. (ma)
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November 2nd, 2008
() In ihrer neuen Biographie (Die Königin ganz nah) gibt es kritische Töne gegenüber Homosexuellen - die Rede ist von Königin Sofia, der Frau von Juan Carlos I. von Spanien.
Sie stellt die Notwendigkeit der Paraden in Frage und mag es gar nicht, wenn Schwule und Lesben als Braut und Bräutigam auftreten. Ich verstehe, akzeptiere und respektiere, dass es Menschen anderer sexueller Orientierung gibt, aber müssen sie deswegen stolz darauf sein? Warum müssen sie bei Paraden auftreten und protestieren? Wir Heterosexuellen protestieren ja auch nicht. Der ganze Verkehr käme ja zum Stillstand, meinte die 69jährige Landesmutter.
Wenn diese Menschen zusammen leben wollen, sich als Braut und Bräutigam verkleiden und heiraten, dann ist das in manchen Ländern legal. Sie sollen es aber nicht Hochzeit nennen, weil es keine Hochzeit ist. Die Königin wurde von Homosexuellen-Gruppen heftig kritisiert, vor allem deswegen, weil sie die Hochzeit ihres Sohnes mit einer geschiedenen Frau akzeptiert, die Homo-Ehe jedoch nicht. (ma)
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November 2nd, 2008
() The International Gay and Lesbian Human Rights Commission meldet zwei Angriffe mit Tränengas und fordet die Behörden Guatemalas auf, die Vorfälle zu untersuchen. Laut IGLHRC wurde eine HIV-Konferenz in der Stadt Samayac Suchitepeacute;quez, 158 km von der Hauptstadt Ciudad Guatemala entfernt, am 18. Oktober mit Tränengas angegriffen.
Der Bürgermeister verweigerte der Konferenz das Rathaus, nachdem die Kirche interveniert hatte. Zu Beginn der Konferenz war die Polizei anwesend, zog aber dann ihre Kräfte ab.
Als das Tränengas geworfen wurde, fielen Menschen in Ohnmacht, Kinder begannen zu weinen und es gabe leichte Verletzungen. Die Aktion ist nur ein weiterer Vorfall in einer Reihe von aggressiven Maszlig;nahmen von intoleranten Menschen und der Kirche gegen jede Art von Auseinandersetzung mit dem Thema, einer Anerkennung oder gar Gleichstellung von Homosexuellenrechten in Guatemala. (ma)
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Oktober 30th, 2008
() Ein harmloser Besuch in einem Pub in Plumstead (London), Groszlig;britannien und die Folge ist ein gebrochenes Schlüsselbein.
Ein Schwuler verlässt das Lokal mit seinem Cello, will zu einer Bushaltestelle gehen, als der Besitzer des Pubs ihn zu beschimpfen beginnt. Ein Mann in den 30-ern läuft ihm nach, reiszlig;t ihn zu Boden, tritt ihn mit Füszlig;en und bricht ihm ein Schlüsselbein.
Die Polizei sucht den Angreifer noch immer. (ma)
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Oktober 30th, 2008
() Presseaussendung von Marco Schreuder (Die Grünen): Für die FPö ist die Ausstellung der Stadt Wien bdquo;Different families ndash; same loveldquo; im Wiener Rathaus eine Attacke auf die traditionelle Ehe. Genau das Gegenteil ist der Fall. Nicht die Ausstellung attackiert das Bekenntnis zu Partnerschaft und Familie, sondern die Aussendung der Freiheitlichen.
Wenn Lesben und Schwule bereit sind, in einer Partnerschaft Rechte und Pflichten zu übernehmen und dies gegenüber dem Staat kundtun wollen, so zeugt dies genau vom Gegenteil dessen, was Klubobmann Schock behauptet!
Die Logik der FPö ist auch in anderen Punkten nicht nachvollziehbar: Schock behauptet, man könne nur Gleiches mit Gleichem und Ungleiches mit Ungleichem vergleichen. Da soll er mir aber mal erzählen, wie er PartnerInnenschaft definiert. Wenn er meint, die Ehe fördere ja nur die bdquo;Aussicht auf Nachkommenldquo; müsste die FPö viele heterosexuelle Ehen bei Paaren, die keine Kinder haben können oder wollen, ebenso verbieten. Das ist ja hoffentlich nicht der Plan der FPö!
Ich fordere Schock auf, nicht über etwas zu politisieren, wovon er keine Ahnung hat: Es gibt längst lesbische und schwule Partnerschaften. Es gibt längst Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Das einzige was fehlt, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wenn gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften gleichgestellt werden, wird keine heterosexuelle Ehe weniger und kein Kind weniger geboren. Etwas anderes zu behaupten ist dumm. (pas/Marco Schreuder ndash; Die Grünen Andersrum)
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Oktober 30th, 2008
() SPD und Grüne Deutschlands erklären in ihrem Koalitionsvertrag, dass sie sich für ein bdquo;tolerantes Hessenldquo; einsetzen wollen. äuszlig;erst knapp schrieben die beiden Parteien in ihrer Vereinbarung nieder, dass sie für die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften sorgen und die europäische Antidiskriminierungsrichtlinie umsetzen wollen.
Unter der überschrift Allgemeine Gleichstellungspolitik erklärte Rot-Grün: Wir werden … in allen Politikbereichen dafür sorgen, dass unterschiedliche Lebensentwürfe Beziehungsformen und sexuelle Identitäten akzeptiert werden. Daher werde man auch eine Bundesratsinitiative auf den Weg bringen, die sicherstellt, dass auch alle bundesgesetzlichen Normen entsprechend angepasst werden. Der gesamte Koalitionsvertrag umfasst 111 Seiten.
Der Arbeitskreis Lesben und Schwule in der deutschen SPD (Schwusos) begrüszlig;te die Vereinbarungen: Endlich erhält die Gleichstellungspolitik den Stellenwert, den sie verdient. Unter der CDU-Alleinregierung ist alles blockiert worden, vielfach mit diskriminierenden Begründungen, erklärte Schwusos-Landeschef Ansgar Dittmar.
Derzeit ist in Hessen Roland Koch (CDU) als geschäftsführender Ministerpräsident im Amt. SPD und Grüne wollen in der kommenden Woche die Regierung übernehmen und sich dabei von der Linkspartei tolerieren lassen. Die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti will sich zur Ministerpräsidentin wählen lassen. Noch ist allerdings unklar, ob sie die notwendigen Stimmen auf sich vereinigen kann. Sie hatte vor der Wahl versprochen, nicht mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten.
Bereits im Vorfeld haben sich SPD, Grüne und Linke dafür ausgesprochen, dass Homo-Paare im Landesrecht mit (heterosexuellen) Ehe-Partnern gleichgestellt werden. CDU und FDP lehnten eine Zustimmung ab. (dk)
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Oktober 30th, 2008
() Beim Dialog zwischen Vertretern von islamischen, Migranten- und Homo-Gruppen in Berlin gab es keine Einigung für konkrete Maszlig;nahmen - der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands zeigte sich enttäuscht und übte scharfe Kritik am Integrationsbeauftragten Günter Piening.
Am Dienstag trafen sich die Verbände auf Einladung von Piening. Die Runde ging jedoch nach zweistündiger Diskussion ohne Ergebnis auseinander. LSVD-Geschäftsführer Alexander Zinn erklärte, es sei eine groszlig;e Chance vertan worden: Auf die Vorschläge des LSVD Berlin-Brandenburg für konkrete Maszlig;nahmen gegen Homophobie konnte man sich nicht einigen. Eine Folgeveranstaltung wurde vom Integrationsbeauftragten abgelehnt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass nie mehr als eine bloszlig;e Schauveranstaltung geplant war.
Der LSVD hatte vorgeschlagen, eine Resolution zu verabschieden, die im Wortlaut weitgehend einem Schreiben des Berliner Innensenators Eckhart Körting (SPD) entsprach. Körting hatte darin einen schwulenfeindlichen Hetz-Artikel im arabischsprachigen Berliner Magazin al-Salam scharf verurteilt. Die Teilnehmer des Runden Tisches gegen Homophobie konnten sich jedoch nicht dazu durchringen, Körtings Position zu unterstützen. Auch die Einladung, gemeinsam eine Akzeptanzkampagne des LSVD unter dem Motto Liebe verdient Respekt zu unterstützen, wurde abgelehnt.
Schon im Vorfeld des Runden Tisches gab es Kritk, weil schwule Gruppen wie das deutsche Anti-Gewalt-Projekt Maneo von der Integrationsverwaltung nicht eingeladen worden waren. Maneo wurde erst zwei Stunden vor der Veranstaltung aufgrund der öffentlichen Proteste zur Veranstaltung zugelassen. Andere zivilgesellschaftliche Akteure aus den Migrantencommunitys wie die Islamkritikerinnen Seyran Ates und Necla Kelek blieben auszlig;en vor, kritisierte der LSVD weiter.
Es ist ein Trauerspiel, dass der Integrationsbeauftragte den Dialog zwischen muslimischen und homosexuellen Organisationen nicht nachhaltig fördert und mit einer einmaligen Veranstaltung abtun will, erklärte Zinn. Das in der schwul-lesbischen Community verbreitete Unbehagen darüber, dass Politik und Verwaltung Homophobie, Diskriminierung und Gewalt nicht ernst genug nehmen, wird man so nicht entkräften können. (pm/dk)
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Oktober 28th, 2008
() Das FBI (Federal Bureau of Investigation) hat eine Statistik veröffentlicht, wonach 2007 Hassverbrechen und deren Anzeige zugenommen haben.
Wegen ihrer sexuellen Orientierung wurden 1512 Menschen angegriffen, davon waren 58,9 % männlich und 13 % weiblich, 1,5 % waren bisexuell und 1,8 % heterosexuell.
Insgesamt gab es 6 % mehr Hassverbrechen aus sexuell motivierten Gründen. Vorfälle gab es insgesamt 7.624 - da sind alle übergriffe wegen Rasse, Religion, Körperbehinderung und Nationalität inkludiert.
52 % wurden wegen ihrer Rasse, 17 % wegen ihres Glaubens, 16 % wegen ihrer sexuellen Orientierung und 14 % wegen ihres Herkunftlandes angegriffen. 1 % wurde wegen sonstiger Gründe zum Opfer. Neun Menschen wurden im Zuge eines Hassverbrechens ermordet, zwei vergewaltigt. (ma)
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Oktober 28th, 2008
() Eine neue Untersuchung in Groszlig;britannien hat ergeben, dass eine solide Minderheit von immerhin 24 % gegen jede Rechte für Homosexuelle ist. Sie wollen, dass Homosexualität wieder unter Strafe gestellt wird.
Unter den 16 bis 24-Jährigen haben rund 23 % schon einmal Sex mit einem Partner gleichen Geschlechts gehabt. 6 % bezeichnen sich als schwul, bisexuell oder lesbisch. 13 % haben schon einmal gleichgeschlechtlichen Sex gehabt.
56 % der Befragten meinten, dass homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren dürften, 45 % sind gegen die Homo-Ehe, 40 % wollen ein höheres Alter, ab dem man Sex haben kann.
Ein Sprecher von Stonewall sagte dazu: Es ist uns vollkommen klar, dass Homophobie nicht verschwindet, sie geht nur schlafen.
Homosexualität wurde in Groszlig;britannien teilweise 1967 dekriminalisiert, das Alter für einvernehmlichen Sex lag bei 21 und wurde 1994 auf 18 gesenkt. 2001 wurde es einheitlich auf 16 festgesetzt. (ma)
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