Oktober 27th, 2008
() LSVD und Grüne kritisieren, dass die CSU/FDP-Koalition die bdquo;bayerische Diskriminierungspolitikldquo; fortsetze. bdquo;Wir sind enttäuscht von dem mageren Ergebnis für die Gleichstellungspolitik in Bayernldquo;, erklärte Axel Hochrein, Sprecher des deutschen Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD). bdquo;Der Koalitionsvertrag trägt deutlich die Handschrift der CSU, die FDP hat sich bei den Rechten von Lesben, Schwulen und Transgender nicht durchsetzen könnenldquo;.
Die FDP hatte zwar erreicht, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartner sich künftig in Standesämtern verpartnern dürfen und nicht wie zuvor nur bei Notaren, allerdings geht die Gleichstellung nicht über den mehr symbolischen Punkt hinaus. Hochrein nennt als bestehende Benachteiligungen die nicht angegangene bdquo;Gleichstellung von Regenbogenfamilienldquo;, die bdquo;Gleichstellung im Beamtenrechtldquo; und die bdquo;Gleichstellung im Steuerrechtldquo;. Vor den Wahlen hatte die FDP dem LSVD in den Wahlprüfsteinen noch versprochen, sich bei diesen Punkten einzusetzen: bdquo;Die schwarz-gelbe Koalition ist somit für die Lesben und Schwulen in Bayern kein Neuanfang. Wir befürchten, dass die bayerische Diskriminierungspolitik fortgesetzt wirdldquo;, bilanziert Hochrein.
Auch die Grünen zeigten sich enttäuscht vom Koalitionsvertrag: bdquo;Das Ergebnis der FDP für die Lesben und Schwulen ist mehr als dürftigldquo;, erklärte der deutsche Bundestagsfraktionsgeschäftsführer Volker Beck. Er kritisierte zudem, dass neben dem Standesamt weiter Lebenspartnerschaften bei Notaren eingetragen werden könnten. bdquo;Das war allerdings auch mal eine diskriminierende Idee von Herrn Westerwelle aus den Tagen vor seinem Coming-Out, die kurioserweise von der CSU aufgegriffen wurdeldquo;. An die Chefin der bayerischen Chefin der Liberalen richtete er die Frage: bdquo;Frau Leutheusser-Schnarrenberger, wann ist es denn nicht notwendig, Diskriminierungen zu beseitigen?ldquo;.
CSU und FDP haben im Koalitionsvertrag beschlossen, dass eine Gleichstellung von Lebenspartnern nur erfolgen solle, wenn das bdquo;rechtlich notwendigldquo; werde. (pm/dk)
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Oktober 27th, 2008
() Sydney, Australien, Pressekonferenz, Jerry Lewis wird nach seiner Meinung zu Cricket gefragt… Oh, cricket? Das ist ein Spiel für Schwuchteln.
Dazu bot er eine Pantomime von einem Cricketspieler auf tuntige Art.
Schon vor einem Jahr musste sich der 82-jährige Schauspieler für eine ähnliche Bemerkung öffentlich entschuldigen - er lernt es offenbar nicht mehr.
Lewis stammt aus einer Zeit, als man ungestraft Schwuchtel und Nigger sagen durfte und wo dabei schenkelklopfend gelacht wurde. (ma)
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Oktober 27th, 2008
() Adam Price, Plaid Cymru MP, besuchte mit einem Freund seine Eltern. Ihr 50. Jahrestag der Vermählung wurde gefeiert. Der Angriff geschah in Worcester, als der offen schwule Parlamentarier von vier Jugendlichen beschimpft wurde.
Er reagierte nicht und kurz darauf begannen die Burschen, ihn und seinen Freund zu schlagen. Price musste ins Spital. Die Jugendlichen wurden verhaftet.(ma)
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Oktober 27th, 2008
() Eine staatliche Religionsbehörde in Malaysia erklärte, dass maskulines Verhalten von Frauen und lesbischer Sex in dem islamischen Land verboten seien. Der nationale Fatwa-Rat, der dem Islamministerium untersteht, erklärte nach Angaben mehrerer malaiischer Zeitungen, dass burschikosen Verhalten durch Mädchen und Frauen in Zukunft in dem mehrheitlich muslimischen Land nicht mehr geduldet werde.
bdquo;Es ist nicht akzeptabel, Frauen zu sehen, die den männlichen Lebensstil lieben und sich wie Männer kleidenldquo;, erklärte Abdul Shukor, Chef des Fatwa-Rates, am Samstag. bdquo;Dieses Verhalten wird deutlicher, wenn es sich darin äuszlig;ert, dass zwei Frauen miteinander Sex haben. Im Angesicht dessen hat sich der nationale Fatwa-Rat dazu entschlossen, gegen solche Taten vorzugehen. Sie sind hiermit verboten.ldquo; Noch ist unklar, welche Auswirkungen diese Entscheidung hat.
Schon jetzt ist es biologischen Männern in weiten Teilen des Landes verboten, sich wie Frauen zu kleiden. Hier werden immer wieder Fälle von Verhaftungen bekannt: So nahm die Polizei im Juli 16 Transsexuelle fest, die sich zu einem Schönheitswettbewerb trafen.
Selbst auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen stehen bis zu 20 Jahren Haft oder Auspeitschung. In einigen ländlichen Regionen gilt zudem das Scharia-Recht ndash; Schwule können dort zum Tode verurteilt werden.
Der 27 Millionen Einwohner zählende Staat ist allerdings von einem starken Stadt-Land-Gefälle geprägt. In der Hauptstadt Kuala Lumpur gibt es eine groszlig;e schwule und transsexuelle Szene, die vom liberalen Nachbarland Thailand beeinflusst wird. Hier leben neben Muslimen auch Buddhisten, Christen und Hindus friedlich zusammen.
Die Regierung räumt Muslimen eine privilegierte Stellung ein, da der Islam auch Staatsreligion ist. Ethnische Malaien sind automatisch Muslime und können praktisch nicht aus der Glaubensgemeinschaft austreten. Insgesamt bekennen sich 60 Prozent der malaiischen Bevölkerung zum islamischen Glauben. Die malaiische Auslegung des Islam hat in den vergangenen Jahrzehnten nach einer recht liberalen Phase wieder orthodoxe Züge angenommen, was auf eine Reihe von sozialen und ethnischen Konflikten zurückzuführen ist. (dk)
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Oktober 23rd, 2008
() Beim Berliner bdquo;Runden Tisch: Gemeinsam gegen Homophobieldquo; müssen relevante Organisationen der schwul-lesbischen Community auszlig;en vor bleiben. Weder der deutsche Verein bdquo;Mann-O-Meterldquo; noch der Berliner CSD e.V. wurden vom Integrationsbeauftragten Günter Piening und der Gleichstellungsstelle des Senats eingeladen.
bdquo;Geradezu absurd ist es, dass auch das Schwule überfalltelefon Deutschlands, sbquo;Maneolsquo;, nicht eingeladen wurdeldquo;, kritisierte der deutsche Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD): bdquo;Wie will man die geplante sbquo;Bestandsaufnahme von homophoben Vorkommnissen in Berlinlsquo; vornehmen, wenn die einzige Institution, die schwulenfeindliche Vorkommnisse registriert, nicht dabei ist?ldquo;
Der LSVD will diese Problematik nun in seinem Statement zum Runden Tisch am nächsten Dienstag vor Ort ansprechen: bdquo;Es ist eine vertane Chance, wenn diese wichtige Veranstaltung durch eine verfehlte Einladungspolitik von vorneherein in Frage gestellt wird!ldquo;, so Verbandssprecher Alexander Zinn.
Hintergrund der Einberufung des Runden Tisches ist die unter Berliner Schülern weit verbreitete Homosexuellenfeindlichkeit. So halten es 69,2 Prozent der türkischen und 28,9 Prozent der deutschen Jugendlichen für bdquo;abstoszlig;endldquo;, wenn sich zwei Männer auf der Straszlig;e küssen. Das ergab die so genannte bdquo;Simon-Studieldquo;, die vor einem Jahr von der deutschen Integrationssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner vorgestellt wurde. Konkreter Anlass ist der schwulenfeindliche Hetz-Artikel, der in der April-Ausgabe des arabischen Magazins bdquo;al-Salamldquo; erschien. Darin war offen zur Ausgrenzung Homosexueller aufgerufen worden. Indirekt wurde sogar ihre Tötung befürwortet. (dk)
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Oktober 23rd, 2008
() William Shatner, 77, berühmt durch seine Darstellung des Captain James Tiberius Kirk in Raumschiff Enterprise (Startrek), meint: Es macht mich wirklich traurig.
Shatner behauptet, zur Eheschlieszlig;ung von Takei (Bild) und Altman nicht eingeladen gewesen zu sein. Takei erwidert: Er hat eine Einladung bekommen. Es ist schade, dass er nicht dabei sein konnte.
Shatner weiter: Ich habe Takei nicht gut gekannt. Am Set hatten wir kaum gemeinsame Auftritte. All die Jahre hat er schlecht über mich gesprochen. Jetzt, im Alter von 70, sagt er auf einmal, dass er schwul sei. Als ob das jemanden interessieren würde. Sei schwul, sei nicht schwul - es ist deine Sache, George! An all die bösen Dinge, die ich angeblich über George gesagt haben soll, kann ich mich nicht erinnern. Ich wünsche ihm alles Glück der Welt, ich bin glücklich für ihn. Zickenkrieg unter Männern? (ma)
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Oktober 23rd, 2008
() Matt Lucas und Kevin McGee haben ihre ZP vor dem Familiengericht in London legal beendet.
Matt Lucas, der Dicke aus Little Britain, reichte die Auflösung der Zivilen Partnerschaft ein, nachdem sich Kevin McGee, ein Fernsehmitarbeiter, unvernünftig benommen hatte. Die genauen Gründe wurden nicht bekanntgegeben.
Ihre ZP dauerte 18 Monate. Ihre Trauungszeremonie war eine der ersten in Groszlig;britannien und auch eine der spektakulärsten.
Seit der Einführung der ZP in Groszlig;britannien 2005 haben sich 250 Paare von 24.629 wieder getrennt. Unter heterosexuellen Paaren liegt die Scheidungsrate bei ca. 45 %. (ma)
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Oktober 22nd, 2008
() Die Regierung Indiens wird sich vor Gericht verantworten müssen, weil sie Homosexualität eine Krankheit genannt hat. Konkret geht es um einen Paragraphen, der gleichgeschlechtliche Akte als kriminelles Vergehen einstuft.
Paragraph 377 ist seit 1860 gültig und stammt aus der britischen Kolonialzeit. Aktivisten haben nun einen Versuch gestartet, den Paragraphen zu Fall zu bringen.
Im Zuge dessen hat gestern der stellvertretende Staatsanwalt Homosexualität eine Krankheit genannt. Er wollte dann noch religiöse Texte als Beweismittel einbringen, was der Oberste Richter aber ablehnte.
Es ist auch ein Kampf zwischen Gesundheitsministerium (Dekriminalisierung von Homosexualität würde AIDS eindämmen) und dem Innenministerium (Homosexualität ist perves und krank). In Indien leben im Verhältnis zur Bevölkerung die meisten AIDS-Kranken. (ma)
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Oktober 21st, 2008
() Der amerikanische Schauspieler und Rapper Will Smith (Bild)soll Stammkunde bei einer Escortagentur gewesen sein - und dort Männer gebucht haben.
Dass der 40-jährige Hollywood-Star schwul oder bisexuell sein soll, berichtet die Online-Ausgabe des Seitenblicke-Magazins mit Verweis auf den angesehenen US-Journalisten Ian Halperin. Die Chefin einer Escortagentur habe ihm erzählt, dass Smith bdquo;jahrelangldquo; ihr Kunde war. bdquo;Ich musste ihm immer wieder Diskretion garantieren. Als ich ihn dann davon überzeugt hatte, bestellte er - einen Mannldquo;, so die Frau, die zudem berichtete, dass viele männliche Hollywood-Stars die Dienste der Callboys in Anspruch nehmen. Weitere Namen nannte sie allerdings nicht.
Die Aussage der Callgirl-Chefin wird in US-Medienkreisen als glaubhaft angesehen, weil sich Ian Halperin aufgrund seiner langjährigen Enthüllungen groszlig;e Anerkennung bei seinen Lesern und Kollegen genieszlig;t: Man traut ihm nicht zu, eine Story zu veröffentlichen, die unhaltbare Lügen beinhaltet.
Offiziell ist Will Smith mit der Schauspielerin Jada Pinkett-Smith verheiratet, die beiden haben zwei Kinder. In Hollywood gelten sie als Musterbeispiel für eine offene Beziehung unter Stars.
Erst im Juli hatte sich Will Smith den Unmut der bdquo;Gay and Lesbian Alliance Against Defamationldquo; (GLAAD) zugezogen, weil in dem von ihm mitproduzierten Blockbuster bdquo;Hancockldquo; drei abschätzige Bemerkungen über Schwule fallen.
Im Jahr 1993 hatte sich Will Smith geweigert, im Film bdquo;Six Degrees of Separationldquo; (bdquo;Das Leben ndash; ein Sechserpackldquo;) einen Mann zu küssen. Damit würde er seine Fans vergraulen, so der spätere Weltstar. Noch Jahre danach nahm der ihm sein offen schwuler Kollege Ian McKellen die Entscheidung übel: bdquo;Er dachte, er sagt etwas sehr Individuelles, aber was wirklich ans Licht kam, war, dass er an Homophobie leidet, der Krankheit so vieler Leuteldquo;, so McKellen im Jahre 2004. Smith hat sich seitdem zu dem Thema nicht mehr geäuszlig;ert. (cw)
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Oktober 21st, 2008
() Die Geschworenen haben entschieden: schuldig. Der Richter hat sein Urteil gefällt: Lebenslang, das heiszlig;t mindestens 30 Jahre Gefängnis.
Wenn Anthony Morley, Mr. Gay UK 1993, entlassen wird, dann ist er 66 Jahre alt. Sein Opfer, Damian Oldfield, wird dann noch immer tot sein - ermordet, weil sich Anthony nicht zu seiner Homosexualität bekennen konnte, ermordet aus Hass und Selbstzweifel, ermordet, weil Morley es nicht ertragen konnte, von einem Mann geliebt zu werden.
Dass Morley dann noch versuchte, sein Opfer teilweise zu essen, ist nur ein ekelhaftes Detail am Rande. (ma)
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