Oktober 21st, 2008
() Ellen, eine der führenden Comediennes der USA, hat Sendezeit im Fernsehen für 100.000 Dollar gekauft, um die Homo-Ehe zu unterstützen.
Sie selber hat erst kürzlich die Schauspielerin Portia DeRossi geheiratet, nachdem der kalifornische Gerichtshof entschieden hat, dass es ganz legal möglich sei. Nun gibt es Bestrebungen, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen.
Diese Proposition 8 zur Wahl am 4. November 2008 soll das Recht widerrufen, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Dafür gab es eine Million Unterschriften. Ellen und viele andere Prominente (Brad Pitt, Steven Spielberg, TR Knight und der Bürgermeister von Los Angeles) kämpfen nun gegen diese Proposition 8. (ma)
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Oktober 21st, 2008
() Nach Bremen und Berlin hat nun auch das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern die Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten im Bereich der Beamtenbesoldung (Familienzuschlag der Stufe 1) und -versorgung (Hinterbliebenenpension) vollzogen.
Die änderung ist von den Landtagsfraktionen der SPD und CDU bereits im Juli anlässlich der Schlussberatung des bdquo;Gesetzes über die Anpassung von Bezügen der Beamten, Richter, Mitglieder der Landesregierung, Parlamentarischen Staatssekretäre sowie der Versorgungsempfänger des Landes Mecklenburg-Vorpommern und über ergänzende Bestimmungen in der Beamtenversorgungldquo; beschlossen worden. Auch die Landtagsfraktion DIE LINKE hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Gesetz ist am 31. Julinbsp; 2008 in Kraft getreten.
Von der änderung des Beamtenbesoldungs- und -versorgungsrechts in Deutschland haben die drei Landtagsfraktionen weder den LSVD noch die öffentlichkeit unterrichtet. Deshalb ist sie erst jetzt bekannt geworden.
bdquo;Warum die Landesregierung bis heute die Gesetzesänderung verschwieg, ist unklarldquo;, kommentierte Maik Exner-Lamnek, Mitglied im Bundesvorstand des VelsPol Deutschland e.V. und Beauftragter des Bundesvorstandes des LSVD in Mecklenburg-Vorpommern: bdquo;Möglicherweise, weil die CDU auf Landesebene dem Gesetz zustimmte, auf Bundesebene aber die Bundeskanzlerin nicht in Misskredit bringen wollte.ldquo; (dk)
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Oktober 21st, 2008
() Ein Rauschen im Blätterwald - nun scheint es doch wahr zu werden: Madonna lässt sich vom britischen Regisseur Guy Richie scheiden.
Durch die Scheidungsabfindung wird er zu einem (noch) reicheren Mann. Gerüchten zufolge soll er ca. 60 Millionen Dollar bekommen, dazu noch ein Landhaus und ein Pub in London.
Seit Juli sollen die beiden ausverhandelt haben, was nun bekannt wurde. Für Madonna sind die 60 Millionen eine Kleinigkeit - interessant wird die Frage des Sorgerechts. (ma)
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Oktober 21st, 2008
() Anthony Morley, Mr. Gay UK von 1993, wurde in Leeds von den Geschworenen für schuldig befunden. Das Urteil wird in den nächsten Tagen gefällt werden.
Morley hat den Werbemanager Damian Oldfield mit mehr als 30 Messerstichen ermordet und Teile davon gegessen. Morley arbeitete als Koch.
Morley und Oldfield haben eine lockere Beziehung geführt, wobei Morley immer wieder in SMS-Botschaften von seinen Problemen mit seiner Sexualität sprach. Am 24. April 2008 ermordete er Oldfield. Morley stellte sich selber der Polizei. (ma)
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Oktober 18th, 2008
() Eine Mehrheit der Sachverständigen sprach sich bei einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages am Mittwochnachmittag für eine Anpassung aus. Die Anhörung befasste sich mit der Ausweitung des Schutzes gegen Diskriminierung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Dazu hatten die Grünen und die Linksfraktion Anträge eingereicht.
Der Berliner Professor Christian Armbrüster kritisierte, dass sich bislang Regelungen zur Beihilfe, zum Familienzuschlag und zum Witwengeld im Beamtenrecht sowie für Berufssoldaten ausschlieszlig;lich auf Ehepartner bezögen. Er halte eine Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Lebenspartner für geboten. Weil es sich bei der eingetragenen Lebenspartnerschaft um eine der Ehe in vermögens- und fürsorgerechtlicher Hinsicht weitgehend gleichgestelltes Rechtsverhältnis handele, stelle eine unterschiedliche Behandlung eine unzulässige Benachteiligung aufgrund der sexuellen Identität dar.
Diese Position vertrat auch Manfred Bruns, ehemaliger Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof und Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland. Er verwies dabei unter anderem auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes im Fall Maruko vom April 2004, nach dem die Benachteiligung von Lebenspartnern gegenüber Ehegatten eine unmittelbare Benachteiligung wegen ihrer sexuellen Ausrichtung darstelle. Bruns verwies darauf, dass mehrere deutsche Bundesländer in ihrem Beamtenrecht die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe bereits vollzogen hätten oder dies planten. Er forderte den Bund auf, seine verpartnerten Beamten, Richter und Soldaten mit ihren verheirateten Kollegen ebenfalls gleichzustellen.
Auch die Bonner Professorin Nina Dethloff unterstützte diese Forderung, da durch die Lebenspartnerschaften eine auf Lebenszeit angelegte Verantwortungs- und Einstandsgemeinschaft begründet werde. Eingetragene Lebenspartner und Ehegatten befänden sich deshalb hinsichtlich der diskutierten beamtenrechtlichen Leistungen in einer vergleichbaren Lage. Professorin Beate Rudolf von der Freien Universität Berlin sagte, dass der Ausschluss von Beamten und Soldaten, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten, von den beamtenrechtlichen Beihilfe- und Versorgungsleistungen gegen Europarecht verstoszlig;e. Katharina Vera Boesche von der Freien Universität Berlin führte aus, dass die meisten Klagen im Zusammenhang mit dem AGG sich gegen die Ungleichbehandlung von Lebenspartnerschaften richteten. Sie empfahl, vor einer möglichen Gesetzesänderung ein anhängiges Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof abzuwarten. (pm/dk)
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Oktober 17th, 2008
() Marcus Alder, 48, aus Cambridgeshire, leugnet dass er die Familie von Phillip Tyssen-Gee um sein Erbe bringen will. Alder fand seinen Freund tot in der Wohnung und behauptete, dass er Selbstmord begangen habe.
Alder schrieb einen Abschiedsbrief, worin er zumindest 100.000 britische Pfund erben sollte. Alder behauptet auch, dass er und Phillip Liebhaber gewesen seien. Die Ex-Frau von Alder meint jedoch, dass er 100 % heterosexuell sei. Der Prozess wird fortgesetzt. (ma)
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Oktober 17th, 2008
() Der britische Superstar Elton John schreibt gerade einen lustigen Musical-Film über einen aidskranken Mann ndash; als Hauptrolle hat der 61-Jährige den US-Komiker Ben Stiller im Kopf.
bdquo;Ich will versuchen, einen Musical-Film für Ben Stiller zu schreibenldquo;, erklärte der Sänger nun nach Angaben von MSNBC. bdquo;Es geht darin um einen Typen am Broadway, der schwul ist, HIV-positiv und an Aids erkrankt. Er muss zurück zu seiner Frau und seinen Kindern gehen, die er verlassen hat. Es ist sehr lustigldquo;, so der Engländer ndash; und fügt an: bdquo;Das mag zwar nicht so lustig klingen, ist es aber!ldquo;.
Selbst sei er ein Fan von klassischen Musicals wie der bdquo;West Side Storyldquo;, so der Brite weiter. Er hat schon Erfahrungen mit dem Genre gesammelt: So vertonte er unter anderem den Film bdquo;Billy Elliotldquo; für die Londoner Bühne. Zuletzt sorgte der extrovertierte Künstler aber für Aufsehen, als er öffentlich seine Koks-Nase lobte. (dk)
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Oktober 17th, 2008
() Bishof Eria Paul Luzinda aus Mukono, Uganda, behauptet, dass die Homosexualität deswegen im Steigen begriffen ist, weil ein verwerflicher Wunsch nach Wohlstand besteht.
Er hielt eine Rede vor Schülern und Lehrern: Viele glauben, dass Geld alles ist und sind bereit, alles dafür zu tun. Und weil die Menschen so habgierig sind, werden sie auch noch homosexuell und lesbisch. Sie versuchen, die Jugend zu beeinflussen, aber ich warne euch, lasst euch nicht zu verwerflichen Taten hinreiszlig;en.
Er forderte dann noch die Schulbehörde auf, nach Homosexuellen Ausschau zu halten. (ma)
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Oktober 16th, 2008
() Konservative Priester haben während der Global Anglican Future Conference (GAFCON) empfohlen, die Church of England zu verlassen. Der Grund liegt im Umgang mit Homosexuellenrechten und auch Frauen.
Die Reformkonferenz in London zeigte, dass Toleranz von den meisten schon als progressiv angesehen wird. Reverend Rod Thomas meinte, dass die Gefahr bestünde, Konservativismus zu Gunsten von Wohlfühlargumenten für Homosexuelle und Frauen aufzugeben. Und das wollen sie auf keinen Fall zulassen.
Empfehlung war, sich einen konservativen Bischof zu suchen, sollte der zuständige nicht konservativ genug sein. 25 Kirchen haben schon Interesse bekundet, sich von der Church of England loszusagen und sich der Fellowship of the Confessing Anglicans zu unterstellen. (ma)
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Oktober 15th, 2008
() Der Bishof von Lancaster, Patrick Orsquo;Donoghue, hat einer christlichen Adoptionsagentur gedroht, sie aus der Kirche ausschlieszlig;en zu lassen, wenn sie sich an die neuen Gleichbehandlungsgesetze halten sollte.
Die Catholic Caring Services of Lancashire wollen auch Kinder an gleichgeschlechtliche Paare vermitteln. Sie bekamen ein Ultimatum von einer Woche, um ihren Standpunkt zu überdenken.
Der Bischof schrieb in seinem Brief an die Agentur: Es ist undenkbar, eigentlich bricht mir das Herz, dass CCS sich der neuen Gesetzgebung unterwirft. Besonders, da CCS ja mit der Katholischen Kirche eng verbunden ist. Als Bischof kann ich keine Erlaubnis erteilen, dass eine christliche Agentur gegen die Lehrmeinungen ihrer Kirche handelt. Wir glauben, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht zum Wohle der Kinder beitragen können. Sie sollten von einem verheiratetem Paar aufgezogen werden. Jede Abweichung davon, bedeutet eine Gefahr für die Kinder. CCS wird für die Konsequenzen aus ihrem Standpunkt gerade stehen müssen. (ma)
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