März 30th, 2006
Koufax legen mit “Hard Times Are In Fashion” ihr drittes Album vor. Der Mix aus Glam-Rock, New Wave und Indie-Pop erinnert an David Bowie.
Die harten Zeiten sind also laut Koufax in Mode Angesichts von Hartz IV und nicht enden wollenden Naturkatastrophen von denen wir in unserem warmen Nest nur von der Ferne etwas mitbekommen, ist diese Theorie gar nicht so falsch. Koufax stammen aus dem mittleren Westen der USA und setzen sich aus dem Sänger/Gitarristen Robert Suchan, seinem Partner und Pianisten Jared Rosenberg, dem Bassisten/Gitarristen Ben Force und dem Geschwisterduo Ryan und Rob Pope zusammen. Das neue Album wurde hauptsächlich in einer kleinen Stadt in Kansas aufgenommen.
“Die Leute kriegen genau das, was sie verdienen”, gröhlt Suchan beim Song “Why Bother At All” zu einem würsten Soundmix. So pendeln die Jungs zwischen Glam-Rock, New-Wave, Punk und Indie-Pop wobei die Melodiösität fast nie verloren geht. Bei Songs wie “Stephen James” oder “Isabelle” erinnern Koufax sogar an die Glam-Phase von David Bowie. Dabei rocken die Amerikaner frei von der Leber weg, ohne dass sie über irgendwelche modischen Fallstricke stolpern. Die hierzulande noch recht unbekannte Band kommt bald auch auf große Promo-Tour durch Deutschland. Dann präsentieren sie auch Songs aus ihren ersten beiden Alben “It Had To Do With Love” und “Social Life”
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März 30th, 2006
Mainstream-Programm für Homos soll auch für Werber attraktiv werden. Orbitz, Subaru und Paramount Pictures haben bereits gebucht.
In den USA bekommen Schwule und Lesben zusehends ihr eigenes Fernsehprogramm. Neben einigen Pionieren in diesem Sektor startet Viacom als zweitgrößter Besitzer von Kabel-Sendern in den Vereinigten Staaten seinen eigenen Gay-Channel namens “Logo”. Ursprünglich sollte der Sender laut New York Times bereits Mitte Februar On-air gehen. Jetzt wird der 30. Juni dieses Jahres anvisiert.
Inhaltlich drehen sich TV-Kanäle wie “Logo”, die als Zielgruppe homosexuelle Frauen und Männer haben, nicht um Pornographie. Mit diesem Vorurteil muss sich auch Regent Entertainment herumschlagen als Entwickler des TV-Senders “Here”, der Mainstream-TV-Programme für schwul-lesbische Amerikaner gestaltet.
Paul Colichman von Regent kämpft gegen die stereotypen Vorstellungen, wonach sich Homosexuelle primär in Bars herumtreiben würden, immer auf der Suche nach anonymem Sex. Arbeiten würden sie vornehmlich als Haar-Stylisten oder Dekorateure. Der Gay-Community würde eben diese allgemeine Unterhaltung fehlen, wie es im heterosexuellen Mainstream auch alltäglich ist. Dieses Programm-Bedürfnis für Schwule, Lesben und Transsexuelle will Viacom mit dem neuen Sender bedienen. Ein weiterer Punkt für das Engagement von Viacom ist die Erkenntnis, dass mit solchen Programmen auch Geld verdient werden kann. Jedoch nicht ohne gewisse Probleme. Laut Colichman ist die Verbreitung von TV-Programmen für Homosexuelle außerhalb der Metropolen durchaus nicht so leicht und immer sehr kontrovers.
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März 30th, 2006
Hamburg Der Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat erneut Pläne der rot-grünen Bundesregierung für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz kritisiert. Vor rund 100 Vertretern des Wirtschaftsrates sagte er im Hotel Steigenberger: “Jede einzelne Norm ist ein Meilenstein bei der Arbeitsplatzvernichtung.” Das Gesetz wäre schlecht für die strukturstarke Stadt Hamburg, etwa beim Wohnungssektor, so Kusch laut “Hamburger Abendblatt”. Auch Georg Nern, Geschäftsführer des Hamburger Landesverbandes des Wirtschaftsrates Deutschland, kritisierte das Gesetzesvorhaben bei dem “politischen Frühstück”.
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März 30th, 2006
Hamburg Der Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat erneut Pläne der rot-grünen Bundesregierung für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz kritisiert. Vor rund 100 Vertretern des Wirtschaftsrates sagte er im Hotel Steigenberger: “Jede einzelne Norm ist ein Meilenstein bei der Arbeitsplatzvernichtung.” Das Gesetz wäre schlecht für die strukturstarke Stadt Hamburg, etwa beim Wohnungssektor, so Kusch laut “Hamburger Abendblatt”. Auch Georg Nern, Geschäftsführer des Hamburger Landesverbandes des Wirtschaftsrates Deutschland, kritisierte das Gesetzesvorhaben bei dem “politischen Frühstück”.
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März 30th, 2006
Berlin Am Sonntag, dem 17. April 2005, finden die Veranstaltungen zum 60. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen statt. Darauf wies der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland hin. Erstmals findet ein Gedenken auf dem Standort des Männerlagers in Ravensbrück statt. Gegen 12.20 Uhr sprechen nahe dem Tor in der östlichen Außenmauer Eberhard Zastrau, der für LSVD dem Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten angehört, und Walter Morgenbesser, der als Kind im Männerlager inhaftiert war und heute in Holon, Israel, lebt. Die dezentrale Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Rosa-Winkel-Häftlinge in Sachsenhausen findet statt gegen 14.00 Uhr an der Gedenktafel im Zellenbauhof. Unter anderem spricht Andreas Pretzel über die Prozesse des Jahres 1939, in denen die NS-Justiz mit den Zuständen im Konzentrationslager Sachsenhausen konfrontiert wurde. Vor ordentlichen Gerichten in Berlin wurden Häftlinge des KZ Sachsenhausen wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Lagerhomosexualität angeklagt. Weitere Infos, auch zur Anreise, bietet der LSVD auf einer speziellen Webseite. Auch in zahlreichen anderen Konzentrationslagern wird in den nächsten Wochen den Opfern des Nationalsozialismus gedacht.
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März 30th, 2006
Punk-Rocker Billy Idol spuckte in den 80s gerne bei Konzerten um sich. Jetzt steht sein neues Album “Devil’s Playground” in den Läden.
Eigentlich hatte sich Billy Idol schon aus dem Musikbusiness zurückgezogen um sich ganz seiner Familie zu widmen. Sein letztes Studio-Album “Cyber Punk” datiert aus dem Jahre 1993 und war der vergebliche Versuch mit der neuen Grunge- und Techno-Generation Schritt zu halten. Mit seinem neuen Album “Devil’s Playground” besinnt sich der Engländer nun auf seine Punk-Wurzeln und rotzt seine Rock-Songs wieder so geradlinig daher wie in den 80er Jahren. Seinen Major-Label-Deal hat er nicht erneuert, sondern vertraut diesmal auf die Künste einer Indie-Firma: Sanctuary Records, die nicht nur Nancy Sinatras Comeback verantworteten, sondern auch das “zu Hause” von Morrissey sind. 13 neue Lieder nahm er für “Devil’s Playground auf” und platzierte sich in den deutschen Alben-Charts auf Anhieb unter den Top-15, in den USA immerhin auf Platz 46. Ein Zeichen, dass ihm seine Fans hierzulande besonders die Treue gehalten haben.
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März 30th, 2006
Ob das dem seligen Freddie Mercury gefallen hätte? Am 14. April startet die Deutschland-Tour von Queen mit Sänger Paul Rodgers.
Wer hätte gedacht, dass die Rock-Giganten von Queen auch ohne den verstorbenen Freddie Mercury ein solches Comeback hinlegen würden? In Köln schlägt sich das Musical “We Will Rock You” bereits rekordverdächtig: In den ersten acht Wochen verkauften die Veranstalter rund 250.000 Karten. Mit einer Auslastung von 97 Prozent übertreffen Queen sogar das Disney-Spektakel “König der Löwen” in Hamburg. Kein Wunder, dass die Produktion bis voraussichtlich 2007 in Köln aufgeführt werden soll. Indes packte die beiden verbliebenen Original-Mitglieder Brian May und Roger Taylor das Reunion-Fieber, während Bassist John Deacon keinerlei Interesse an einer Wiederbelebung ohne Mercury hatte. Mit einer Greatest-Hits-Show sind May und Taylor nun auf Welttournee unterwegs. Anstelle des charismatischen und stimmgewaltigen Freddie Mercury interpretiert Paul Rodgers die alten Songs.
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März 30th, 2006
Frankfurt/Oder Weil sie ein schwules Paar bei lebendigem Leib verbrannten, müssen zwei Männer in Brandenburg lebenslang hinter Gitter. Der 30- und der 40-Jährige wurden am Montag vom Landgericht Frankfurt/Oder des gemeinschaftlich begangenen Doppelmordes für schuldig befunden, berichten verschiedene Nachrichtenagenturen. Das Gericht erkannte auf besondere Schwere der Schuld und schloss damit eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Haftjahren aus. Es sei erwiesen, dass die Angeklagten am 17. Mai 2004 nach einem Trinkgelage in die Wohnung ihrer Opfer in Buckow östlich von Berlin gestürmt waren. Dort bezichtigten sie einen der Männer einer Vergewaltigung, die es laut Gericht aber nie gegeben hatte. Vor allem die 30 und 40 Jahre alten Haupttäter schlugen und traten ihrem Opfer ins Gesicht, stachen ihm ein 25 Zentimeter langes Brotmesser in den Bauch, brachen ihm den Arm, stachen ihm eine Schere in den Unterleib und versuchten, ihm den Penis abzuschneiden. Anschließend zerschlugen sie eine Bierflasche auf dem Kopf des Mannes und rammten ihm den abgebrochenen Flaschenhals mehrmals in den Bauch. Der Vorsitzende Richter Andreas Dielitz zeigte sich schockiert über das Ausmaß der Brutalität, mit der die Taten begangen wurden. Die Mordmerkmale niedere Beweggründe, Heimtücke sowie Mord zur Verdeckung einer weiteren Straftat seien erfüllt. Zwei 20- und 36-jährige Mitangeklagte müssen für drei Jahre und neun Monate Jugendstrafe sowie siebeneinhalb Jahre in Haft. Mit den Urteilen folgte das Gericht weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und kündigte Revision an.
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März 30th, 2006
München Rund 15 Jahre nach der Ermordung des Schauspielers Walter Sedlmayr gibt es neue Spuren in dem Fall, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. Nun seien zwei mutmaßliche Komplizen ins Visier der Ermittler geraten. Wie die Zeitung berichtet, will die Strafkammer am Landgericht Augsburg in den nächsten 14 Tagen entscheiden, ob das Verfahren gegen die verurteilten Mörder Wolfgang Werlé und Manfred Lauber noch einmal aufgerollt wird, da es Hinweise auf zwei Komplizen gebe. Bei einem handele es sich um einen vorbestraften 44-Jährigen, dessen Fingerabdruck in der Sedlmayr-Wohnung 1998 eindeutig identifiziert werden konnte. Der Mann aus Ingolstadt hatte sich einen Tag nach dem Mord nach Spanien abgesetzt. Bei einem Verhör 2001 in Marbella hatte er bestritten, die Wohnung des Schauspielers je betreten zu haben - obwohl der Spurenfund dies widerlegte. Mangels weiterer Beweise konnte der Verdächtige damals jedoch nicht belangt werden. Jetzt werde Ralf Z. durch die Aussage eines Landwirts aus Landau an der Isar erneut belastet, berichtet die Zeitung. Außerdem ist den Angaben zufolge ein Bekannter Werlés ins Visier der Fahnder geraten, der mit einer Uhr von Sedlmayr gesehen worden sein soll. Er hatte zur Tatzeit Hafturlaub und konnte kein Alibi vorweisen. Lauber und sein Halbbruder Werlé waren am 21. Mai 1993 wegen Mordes an Sedlmayr zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft München I gibt ihren Anträgen auf Wiederaufnahme wenig Chancen. “Wir gehen davon aus, dass das Wiederaufnahmeverfahren erfolglos bleiben wird”, sagt Sprecher Anton Winkler. Der Fall des ermordeten, schwulen Volksschauspielers hatte damals für Furore gesorgt, Medien hatte von einem Mord im “Stricher- und Homomilieu” gesprochen.
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März 30th, 2006
Ab heute auf ProSieben wird der Quotenhit aus den USA zum Kult unter deutschen Schwulen.
Pünktlich zum Ende von “Sex and the City” startete der US-Sender ABC vor wenigen Monaten die neue Serie “Desperate Housewives” - eine wilde Kreuzung aus “Sex and the city”, “American Beauty” und “Absolutely Fabulous”, versetzt mit einem Schuss “Twin Peaks”. In Amerika schauen durchschnittlich 20 Millionen zu, in Deutschland geht es nun nach unzähligen Zeitungsberichten am 12. April auf ProSieben mit dem Pilotfilm “Schmutzige Wäsche” los Zuvor war die Serie bereits erfolgreich auf Premiere gelaufen. In der Szene sorgte die Serie auf Anhieb für Gesprächsstoff und selbst bei Gayromeo trifft man immer häufiger auf Profile mit Screenshots und Infos zu “Desperate Housewives”.
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