März 26th, 2006
Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland will mit einer Frist der rot-grünen Bundesregierung im Bereich der Homo-Politik Druck machen. Auf dem Verbandstag am Wochenende in Köln wurde beschlossen, der Regierung bis zum CSD im Juni Zeit zu geben, ein Antidiskriminierungsgesetz zu verabschieden und eine Reform des Lebenspartnerschaftsgesetzes voranzutreiben.
“Wenn die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft und das Antidiskriminierungsgesetz nicht vorankommen, muss sich die Bundesregierung mitten im Sommer 2004 warm anziehen”, so LSVD-Sprecher Manfred Bruns. Sonst werde der Verband “dafür Sorge tragen, dass die CSD-Paraden, zu denen Hunderttausende von Schwulen und Lesben auf die Straße gehen, dieses Jahr zu Massen-Protesten gegen die Untätigkeit der Bundesregierung werden.”
Die Forderungen sind konkret ein Gesetz zur Überarbeitung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft, mit einer umfassenden Gleichstellung in allen Bereichen, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedürfen. Dazu zählt die Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rentenversicherung ebenso wie das Adoptionsrecht. Ebenso verlangt der LSVD einen neuen Anlauf in Richtung Bundesrat durch die Neueinbringung eines verbesserten Ergänzungsgesetzes zur Gleichstellung in so wichtigen Fragen wie dem Steuerrecht. Ebenfalls unter den Forderungen: eine “taugliche Gesetzesvorlage für ein umfassendes
Antidiskriminierungsgesetz”.
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März 26th, 2006
München Der Bundesvorstand der Lesben und Schwulen in der SPD hat in einer Pressemitteilung die Ergebnisse des SPD-Sonderparteitages vom Sonntag begrüßt und den neuen Parteivorsitzenden Franz Müntefering sowie seinen Generalsekretär Klaus-Uwe Benneter zu ihren neuen Aufgaben beglückwünscht. Gemeinsam mit ihnen sollten jetzt die wichtigsten homopolitischen Fragen angegangen werden, fordert Tom Becker vom Schwusos-Bundesvorstand. Viele Wahlversprechen, darunter das Antidiskriminierungsgesetz und die Gleichstellung der Lebenspartner mit Eheleuten, waren bisher “im partei- und regierungspolitischen Alltag nur ungenügend oder gar nicht angegangen worden” und sollten nun rasch umgesetzt werden. Müntefering sei “schon in seinem bisherigen Wirken als Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender Garant für einen breiten Dialog mit und innerhalb der Partei” gewesen, so Becker.
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März 26th, 2006
New York Die Profi-Golferin Rosie Jones hat sich in einem Gastbeitrag in der “New York Times” als lesbisch geoutet. Seit ihrem Karrierebeginn hätten Kollegen und Kollegen von ihrem Lesbischsein gewusst, aber sie lebe seit 25 Jahren lesbisch, da habe die Öffentlichkeit ein Recht, die Wahrheit zu erfahren. Die 44-Jährige habe jedoch nie Falsches über sich berichtet. Ihr Verband, die Ladies Professional Golf Association, habe sie beim Coming-out unterstützt, so Jones in dem Artikel.
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März 26th, 2006
Leavenworth County Eine transsexuelle Frau ist im US-Bundesstaat Kansas verhaftet worden, nachdem sie sich auf einem offiziellen Dokument zur Eingehung einer Ehe als Frau bezeichnete. Der Staatsanwalt von Leavenworth County sagte, zwar sei der Name der Transsexuellen nach der Operation unter anderem im Führerschein geändert worden, die Gesetze des Staates Kansas würden aber das neue Geschlecht nicht anerkennen. Die Angabe von der 48-jährigen Sandy Clarissa Gast, die ihren Freund George Somers heiraten wollte, seien demnach Urkundenfälschung gewesen. Es gebe auch ein Urteil des Obersten Verfassungsgerichts, wonach eine Geschlechtsumwandlung eine “Schönheitsoperation” sei und keine Auswirkung auf das offizielle Geschlecht habe. Gast wurde gegen eine Kautionszahlung entlassen und muss sich am Mittwoch vor Gericht verantworten; ihr droht eine Geldstrafe von bis zu 500 US-Dollar.
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März 26th, 2006
“Singles – Flirt up your Life” ist die Simulation der aufregenden Liebesbeziehung zwischen Mike und und seinem Geliebten. Das Spiel zeigt das Zusammenleben der beiden in ihrer Wohnung, wobei es natürlich nicht zuletzt um die Bewältigung des Alltags geht: Kochen, Fernsehen oder Aufräumen werden da genauso wichtig wie Gespräche oder Kuscheln. Und natürlich gehen beide auch ihren jeweiligen Berufen nach … Viel Spaß beim Verkuppeln.
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März 26th, 2006
Berlin Der “tv total”-Castingstar Max singt für Deutschland: Der 22-jährige Abiturient aus Baden-Württemberg hat am Freitagabend in der Arena in Berlin-Treptow den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest deutlich gewonnen. Mit dem von Stefan Raab geschriebenen Lied “Can’t Wait Until Tonight” setzte er sich bei der Stichwahl mit 92,05 Prozent Zustimmung der TV- Zuschauer gegen die Hamburger Technoband Scooter durch, die überraschend weitergekommen war. Nun wird Max am 15. Mai in Istanbul mit den europäischen Konkurrenten wetteifern.
“Der ‘Eurovision Song Contest’ ist wieder jung. Unser Konzept ist aufgegangen. Wir haben über das junge Publikum einen musikalisch glaubwürdigen Vertreter Deutschlands für Istanbul gefunden”, so NDR Redakteur Jürgen Meier-Beer, der deutsche “Grand Prix”- Verantwortliche. Jedoch lockte die Show am Freitagabend nur 5,5 Millionen Menschen vor die Bildschirme, selbst Günther Jauchs RTL-Quiz verfolgten rund zwei Millionen Menschen mehr. Im vergangenen Jahr war das Interesse am Grand-Prix-Vorentscheid noch leicht höher gewesen obwohl der Musikwettbewerb im Schatten der RTL-Show “Deutschland sucht den Superstar” rund 3 Millionen Zuschauer verloren hatte.
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März 26th, 2006
Madrid Nur wenige Tage nach seinem Wahlsieg hat der spanische Sozialistenchef Jose Luis Rodriguez Zapatero die Einführung der Homo-Ehe versprochen. In einem Interview sagte der künftige Premierminister: “Wir werden ein Gesetz einführen, dass schwule und lesbische Paare auf die gleiche Stufe setzt wie Eheleute”. Gegenüber dem Fernsehsender Telecinco sagte Zapatero, die Partnerschaft werde jedoch nicht unbedingt Ehe heißen, sie werde aber die gleichen Rechte umfassen. Die Volkspartei seines Vorgängers hatte in der Vergangenheit Rufe nach einer Homo-Ehe immer wieder abgewiesen.
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März 26th, 2006
Nashville Nur einen Tag nach seiner Feststellung, dass Homosexuelle aufgrund eines “Verbrechens gegen die Natur” verhaftet werden müssten, hat der Landrat von Rhea County im US-Bundesstaat Tennessee den einstimmigen Beschluss zurückgenommen. Der Landrat hatte am Mittwoch beschlossen, eine entsprechende Gesetzesinitiative in den Senat des Staates einzubringen. Der regionale Justizbevollmächtigte wurde zugleich mit allen acht Stimmen des Landrates aufgefordert, eine Verordnung aufzusetzen, die es erlauben sollte, Schwule aus dem Kreis zu verweisen. Nachdem dieser jedoch deutlich auf die Schwachsinnigkeit der Aktion hinwies und fast jede TV-Station des Landes in die Stadt einfiel, wurde die Entscheidung zurückgenommen. Es ist nicht das erste mal, dass der Landkreis mit Rückwärtsgewandtheit von sich reden macht: 1925 wurde ein Highschool-Lehrer zu einer Strafe von 100 US-Dollarn verurteilt, weil er die Evolutionslehre lehrte.
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März 26th, 2006
San Francisco Die Stadt San Francisco hat beim Verfassungsgericht des Staates Kalifornien Berufung gegen ein Urteil eingelegt, wonach die Stadt keine Ehen zwischen Homosexuellen schließen darf, bis über die Frage in der Hauptsache entschieden ist. Das Gericht hatte letzte Woche einen entsprechenden Eilstopp verhängt und das Verfahren nicht direkt angenommen. Vielmehr sollten erst die unteren Instanzen entscheiden, so dass eine Entscheidung in der Hauptsache in frühestens einem Jahr zu erwarten ist. Zum Antrag San Franciscos wird es im Mai oder Juni eine Anhörung geben. In New York hat indessen am Donnerstag ein Priester der Metropolitan Community Church drei Homo-Paare vor dem Eingang des Rathauses “verheiratet”, um gegen das Fehlen der staatlichen Ehe zu demonstrieren.
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März 26th, 2006
Der US-Schauspieler Mel Gibson, dessen Jesus-Film in den Kinos anläuft, hat Angst davor, als Schauspieler für schwul gehalten zu werden.
Der Mann hatte wirklich Angst: Schauspieler zu werden, sei ja sein Traum gewesen. Aber die Umwelt denke ja so gemeine Sachen über diese Berufsgattung. Der verängstigte Mel Gibson hatte das Schlimmste zu befürchten: Er könnte für schwul gehalten werden. Diese Angst äußerte er kürzlich in einem Interview.
Der Star aus Action-Reißern wie “Mad Max” und “Lethal Weapon” bezieht diese Angst vor allem aus seinem fundamentalistisch-christlichen Glauben. Nachdem er in den 80er Jahren unter Depressionen litt, fand er Zuflucht in einer katholischen Sekte, der die traditionelle römisch-katholische Kirche noch viel zu fortschrittlich ist. Vor seiner Hinwendung zum “wahren Glauben” habe Gibson eigenen Angaben zufolge “wie ein Monster” gelebt und sei “spirituell bankrott” gewesen. Die Hauptinteressen des Schauspielers und Regisseurs lagen nun im Konzept der Sünde – kein Wunder also, dass er Angst davor hatte, als schwul durchzugehen.
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