März 30th, 2006
Hamburg Nach 13 gemeinsamen Jahren steht die Lebensgemeinschaft von Sänger Patrick Lindner und seinem Manager Michael Link vor dem Aus: “Es ist alles aus!” sagt Michael Link in einem vorab verbreiteten Interview mit der Zeitschrift “das neue”. “Fakt ist, dass wir jetzt alles andere als eine private Beziehung haben. Aber das kann man nicht von heute auf morgen auflösen”, so Lindner. Was mit dem siebenjährigen Adoptivkind Daniel aus Russland geschieht, ist noch unklar. “Obwohl Michael Link den gemeinsamen Adoptivsohn am intensivsten betreut, ihn morgens zur Schule bringt, für ihn kocht, bei den Schulaufgaben hilft und abends Schlaflieder singt, hat der 38-Jährige gesetzlich keine Rechte”, berichtet das Blatt. Der gesetzliche Adoptivvater sei Patrick Lindner. Link dementierte, inzwischen eine Beziehung mit einem anderen Mann zu führen, mit dem er bereits zusammen mit Daniel in einem Skiurlaub gewesen sein soll. “Ich habe definitiv nichts Neues”, dementiert der Manager die Gerüchte. “Das ist Mario, der jetzt als väterlicher Freund für mich da ist. Er ist seit 18 Jahren glücklich liiert.”
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März 30th, 2006
Jerusalem Führer der drei Weltreligionen wollen den für August in Jerusalem geplanten World Pride 2005 verhindern, berichtet die dpa. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwochabend in Jerusalem sprachen sich jüdische, christliche und islamische Würdenträger erstmals vereint gegen das Schwulenfest in der heiligen Stadt aus und forderten eine Absage seitens der Veranstalter. Die zehntägige Veranstaltung mit einem Filmfestival, Gottesdiensten, Workshops, Straßenmarkt und einer Parade sorgt schon seit Monaten für Proteste von Gläubigen, die Ablehnung wird jedoch in der Wortwahl zunehmend heftiger. Der israelische Oberrabbiner Schlomo Amar sagte laut dpa, Homosexuelle fügten ihren Eltern viel Schmerzen zu. Auch in einer Demokratie dürfe nicht alles erlaubt sein. Der lateinische Patriarch Michel Sabbah sagte, man respektiere die Freiheit der Anderen, “aber diese müssen wiederum unsere religiösen Gefühle respektieren”. Es gebe “genug Spannungen in der Stadt”. Der armenische Patriarch von Jerusalem, Torkom Manoogian, betonte, Gott habe die Einwohner von Sodom und Gomorrha für ihre Homosexualität bestraft. Und der Scheich Abdel Asis Buchari warnte, Gott werde die heilige Stadt bestrafen, sollten die religiösen Führer der Weltreligionen nicht gemeinsam die Veranstaltung verhindern. Auch der päpstliche Gesandte in Israel, Erzbischof Pietro Sambi, schloss sich dieser Ansicht an. Eine Umfrage unter der Bevölkerung Jerusalems ergab kürzlich, dass über 75 Prozent die Veranstaltung ablehnen.
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März 30th, 2006
Tegucigalpa Der mittelamerikanische Staat Honduras hat mit einer Verfassungsänderung den Weg frei gemacht für ein Verbot der Homo-Ehe. Die Nationalversammlung stimmte einstimmig für die Vorlage, die lesbischen und schwulen Paaren auch die Adoption verbietet. Auch in anderen Staaten abgeschlossene Homo-Ehen werden in dem 5,5-Millionenstaat nicht mehr anerkannt.
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März 30th, 2006
Alfons Schuhbeck geht in seinem neuesten Kochbuch “Gerichte mit Geschichte” den Gründungsmythen von Pommes und Co. auf den Grund.
Dass es sich bei Sternekoch Alfons Schuhbecks neuestem Streich um kein gewöhnliches Kochbuch handelt, wird schon auf der Titelseite klar: Hier lächeln sich vor einem überdimensionalen Kaiserschmarrn Karlheinz Böhm und Romy Schneider aus dem Schmachtfetzen “Sisi” zärtlich an. Die Historie über das österreichische Nationalgericht gibt es dann auf Seite 132. “Sherlock” Schuhbeck lässt seiner detektivisichen Ader in “Gerichte mit Geschichte” freien Lauf und deckt gnadenlos auf: Wer weiß schon, dass das Szegediner Gulasch schon seit über 1.000 Jahren gegessen wird? Oder dass Chili con Carne gar nicht aus Mexiko kommt? Und Ketschup nicht aus Amerika? 100 oft recht unscheinbaren Gerichten werden so die letzten Geheimnisse entrissen. Und wie es sich für ein Kochbuch gehört, gibt es natürlich auch Rezepte dazu.
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März 30th, 2006
Wien Die österreichische SPÖ hat am Dienstag einen Gesetzesentwurf zur eingetragenen Partnerschaft von Lesben und Schwulen vorgelegt, der eine Grundlage für die künftige Regierungsbeteiligung sein soll. Interessant sei vor allem Paragraf 4, womit “sämtliche durch Bundesgesetz an das Vorliegen einer Ehe geknüpften Rechtsfolgen” auch für eingetragene Partnerschaften gelten sollen, berichtet die Zeitung “Standard”. “Das sind auch Familien”, sagte die SPÖ-Politikerin Gabriele Heinisch-Hosek zum Entwurf, der jedoch kein Adoptionsrecht für “fremde” Kinder umfasst. Das Gesetz soll bis Mitte Mai in den Nationalrat eingebracht werden, die SPÖ hofft auf die Stimmen weiterer Parteien.
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März 30th, 2006
Bonn Die Deutsche Post muss einem verpartnerten Angestellten nachträglich den Ortszuschlag bezahlen, entschied das Bonner Amtsgericht. Bereits in einer ersten Verhandlung im September 2004 hatte der Richter das Unternehmen auf ein entsprechendes Urteil des Bundesarbeitsgerichts hingewiesen und Zeit für eine gütliche Einigung eingeräumt. Da das Unternehmen jedoch dazu keinen Anlass sah, wurde es nun zur Zahlung verurteilt. Der 35-Jährige hat bisher rückwirkend knapp 3500 Euro mehr Lohn geltend gemacht, berichtet der “Express” aus Bonn. Die Deutsche Post hat bereits Berufung beim Landesarbeitsgericht eingelegt.
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März 30th, 2006
Lynchburg, Virginia Der US-Prediger Jerry Falwell, einer der größten Gegner von Lesben- und Schwulenrechten, liegt unter Lebensgefahr in Krankenhaus, berichten amerikanische Medien. Der TV-Prediger wurde am Montag zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen aufgrund einer durch einen Virus bedingten Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert und liegt mittlerweile an einer Beatmungsmaschine. Der Gründer der “Moral Majority” hatte 1976 seinen ersten Erfolg, als er zusammen mit Anita Bryant ein Adoptionsverbot für Schwule und Lesben in Florida durchsetzt. Weltweit bekannt wurde Falwell 1999, als er die Figur Tinky Winky von den Teletubbies als schwul outete. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center machte er “Abtreibungen, Feminismus und schwulen Lebensstil” für die Attacken verantwortlich.
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März 30th, 2006
Seine Homosexualität ist nach wie vor umstritten: Der dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen wäre dieser Tage 200 Jahre alt geworden.
Er ist eines der Aushängeschilder des kleinen Königreichs Dänemark: Die Homosexualität Hans Christian Andersens ist jedoch in seiner Heimat nach wie vor umstritten. Forscher gehen heute davon aus, dass der Autor von Märchen wie “Des Kaisers neue Kleider” oder “Die Prinzessin auf der Erbse” schwul oder bisexuell gewesen ist - er habe seine Neigungen zum gleichen Geschlecht aber nie ausgelebt.
Andersen erwischte keinen glücklichen Start ins Leben: Er wurde am 2. April 1805 als uneheliches Kind auf der dänischen Insel Funen geboren. Von Anfang an litt er an seinem Körper. Er galt nie als schöner Mensch: Sein Kopf war viel zu groß, seine Nase unförmig und seine schlacksigen Arme baumelten unwirsch von seinen Schultern herunter.
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März 30th, 2006
Der Karlsruher Georges Schott alias Yoschi entschied die Wahl für sich und vertritt nun ein Jahr lang die Leder- und Fetischszene.
Der Mr. Leather Baden-Württemberg hat die Juroren überzeugt: Der Karlsruher Georges Schott alias Yoschi setzte sich beim achten “Mr Leather”-Wettbewerb gegen seine sechs Mitbewerber durch. Damit wurde der 25-Jährige in der Nacht vom Ostersonntag zu Ostermontag vor etwa 1.300 Lederkerlen der Nachfolger von Philip Tanzer der im vergangenen Jahr das Rennen für sich entschieden hatte. Hinter Yoschi belegte der 32-jährige Less aus Berlin den zweiten Platz, dicht gefolgt vom 40-jährigen Claude Nicolas Kolz, der ebenfalls aus der Hauptstadt kommt.
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