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Köln fiebert Cologne Pride-Parade entgegen 29.03.06

Köln Der Countdown läuft! Zur farbenprächtigen Parade des größten CSDs in Europa am kommenden Wochenende erwartet Köln wieder über eine Millionen Zuschauer. Die 14. CSD-Parade unter dem Motto “Schluss mit Mogelpackungen” findet am kommenden Sonntag, den 04. Juli, in der Zeit von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. Fast 80 Veranstalter und 30.000 Teilnehmer werden dieses Jahr demonstrieren. Hauptthemen des diesjährigen CSDs sind die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe und die Forderung, dass Lesben und Schwule Kinder adoptieren können. In der Kölner Altstadt findet außerdem vom 2. bis 4. Juli das große schwul-lesbische ColognePride-Straßenfest statt.

Der ColognePride bietet einen Rahmen für Events jeglicher Art, ganz gleich ob Sportturnier oder Kulturfestival, Diskussion oder Party. Am 2. Juli wird bespielsweise die alljährliche a href=”http://www.lassdiesonneindeinherz.de” target=_blank>Benefizgala-Gala der AIDS-Hilfe Köln/a> im Maritim stattfinden. Diese Gala bringt vier Stunden brillante Unterhaltung, unter anderem mit Sascha Korf, Villaine, West Side Story und dem Pop-Duo Wonderwall. Am CSD-Samstag, dem 3. Juli, findet ferner auf der Hauptbühne am Heumarkt erstmalig “Kerzenlichter – Gegen das Vergessen !” ein gemeinsames Erinnern und Gedenken an AIDS-Verstorbene, statt.

www.gayportal24.de 29.03.06

Mehr Gewalt gegen Jungschwule 29.03.06

San Francisco Eine Studie der Universität von San Francisco ergab, dass junge Schwule mehr homophober Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt seien als ältere. Von den 18 bis 27-jährigen berichteten ein Drittel von Belästigungen und fünf Prozent von antischwuler Gewalt. Bei den Unter-21-Jährigen wurde gar die Hälfte bedroht, 21 Prozent seien tätlich angegriffen worden. “Besonders alarmierend in unserer Studie war, dass junge Männer, die homophober Gewalt ausgesetzt waren, ein sehr geringes Selbstwertgefühl haben und des öfteren an Selbstmord denken”, so der Psychologe David Huebner, der die Studie geleitet hatte. Für die Untersuchung haben die Wissenschaftler über 1.200 schwule und bisexuelle Männer in Phoenix, Austin und Albuquerque befragt.

Mobbing bei Foot Locker? 29.03.06

Columbia Die Schuhladenkette Foot Locker ist in Columbia verklagt worden, weil Vorgesetzte einen schwulen Mitarbeiter systematisch diskriminiert haben sollen. “Kevin Dunbar wurde einer albtraumhaften Arbeitsatmosphäre ausgesetzt und rausgeschmissen, weil er schwul ist”, so Rechtsanwalt Greg Nevins, der den ehemaligen Angestellten vertritt. Der Konzern habe seine eigenen Antidiskriminierungsrichtlinien nicht eingehalten, so Nevins. Dunbar arbeitete zwischen Mai und August 2002 bei Foot Locker. Er habe zweimal die Filiale wechseln müssen, nachdem er sich über das Mobbing durch Vorgesetzte beschwert habe. Drei Kunden haben eidesstattlich versichert, dass Dunbar regelmäßig von seinem Chefs Sätze wie “Ich will dich hier nicht haben, du schwule Sau” ertragen musste. Foot Locker hat weltweit 2.700 Filialen, davon knapp 90 in Deutschland.

Supreme Court: Online-Sex ist OK 29.03.06

Washington Der Oberste Gerichtshof der USA hat ein 1998 erlassenes Gesetz gegen Pornografie im Internet als verfassungswidrig beurteilt. Der Supreme Court verweist den so genannten Child Online Protection Act zurück an ein Berufungsgericht, berichtet das “Wall Street Journal”. Dort soll geprüft werden, ob seit dem Erlassen des Gesetzes im Jahr 1998 bereits Technologien entwickelt wurden, die einen besseren Schutz für Kinder vor pornografischen Inhalten gewährleisten. In seiner jetzigen Form schränke das Gesetz aber die freie Meinungsäußerung zu sehr ein. “Die Entscheidung zeigt, dass es viele weniger restriktive Wege gibt, um Kinder zu schützen, ohne für Erwachsene vorgesehene Kommunikation einzuschränken”, kommentierte Ann Beeson, Anwältin der Bürgerrechtsgruppe ACLU das Urteil. Das Gesetz sieht hohe Strafen bis zu 50.000 US-Dollar für das Platzieren von Online-Content vor, der für “Minderjährige schädlich” ist. Das Gesetz, das noch unter der Clinton-Administration erlassen wurde, ist nie in Kraft getreten. Die ACLU hat das Gesetz sofort bekämpft, unter anderem im Namen von Künstlern, Online-Buchhändlern und anderen Website-Betreibern. Es könne keine Strafen für die Verbreitung von legalen Inhalten geben, so die Argumentation der ACLU. Die Bush-Regierung hat sich aber hinter das Gesetz gestellt und sich zweimal an den Supreme Court gewandt, um das Gesetz zu retten.

CDU/CSU gegen Adoptionsrecht 29.03.06

Berlin Die Union hat sich gegen das Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare ausgesprochen: “Die Möglichkeit der Kindererziehung ist genau das, was die Ehe auszeichnet”, so der rechtspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Norbert Röttgen gegenüber der “Rheinischen Post”. “Das kann man nicht mit homosexuellen Lebenspartnerschaften gleichsetzen.” Der CDU-Politiker warnt, dass mit den Plänen der Regierung, die “Stiefkindadoption” einzuführen, eine “entscheiden Schwelle überschritten” werde. Das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule sei lediglich “ein ideologisches Projekt von Rot-Grün” und stelle nicht “das Kindeswohl” in den Vordergrund. Das geplante Gesetz wird am Freitag im Bundestag beraten. Es bedarf nicht der Zustimmung des unionsdominierten Bundesrates. Bei der Stiefkindadoption darf ein Eingetragener Lebenspartner das Kind des Partners adoptieren, falls der andere leibliche Elternteil zustimmt. Für den stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Joachim Hacker ist diese Regelung laut “Welt am Sonntag” ein “erster Schritt zur Verwirklichung des allgemeinen Adoptionsrechtes”.

“Mit diesem neuen Gesetzentwurf wollen wir für die rechtliche Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften einen weiteren wichtigen Beitrag leisten”, argumentiert der parlamentarische Geschäftsführer der grünen Fraktion, Volker Beck. Damit treibe die Regierung die Gleichstellung von Homo-Paaren in auch in anderen Bereichen voran, “die im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig sind. Dazu zählen zum Beispiel das Güterrecht, das Unterhaltsrecht oder die Einführung des Versorgungsausgleichs sowie des Verlöbnisses.” Der Lesben- und Schwulenverband begrüßt die Gesetzesinitiative der Regierungskoalition zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts. “Die Richtung stimmt”, freut sich Philipp Braun, Sprecher des LSVD. Dagegen kritisiert der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Jörg van Essen, die “Halbherzigkeit” von Rot-Grün: “Ganz wesentliche Rechte werden gleichgeschlechtlichen Paaren weiterhin vorenthalten”. Er nennt als Beispiele das Beamtenrecht und Steuerrecht. Diese Bereiche erfordern jedoch die Zustimmung des Bundesrates. Hier hatten die unionsregierten Länder 2001 das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz scheitern lassen.

Hamburg: Homo-Ehe verbessern 29.03.06

Hamburg Der Hamburger Senat will mit einer Bundesratsinitiative die Regierung auffordern, die Homo-Ehe aufzuwerten. Besonders im Steuerreicht bestehe bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer Handlungsbedarf. “Mit dem heutigen Beschluss setzt der Hamburger Senat ein Signal, um die Benachteiligung eingetragener Lebenspartnerschaften zu beenden”, begründet der CDU-Justizsenator Roger Kusch die Initiative. “Hamburg wird sich dafür einsetzen, die Unterstützung weiterer Bundesländer für dieses wichtige Vorhaben zu gewinnen.” Klaus Jetz vom Lesben- und Schwulenverband begrüßt das Vorgehen des Senats als ein “bedeutendes politisches Signal”: “Erstmals startet ein CDU-regiertes Bundesland eine Initiative in der Länderkammer, die auf eine Verbesserung der Rechtsstellung Eingetragener Lebenspartnerschaften abzielt.” Allerdings gehe die Initiative nicht weit genug, da unter anderem “Regelungen im Einkommenssteuerrecht” ausgeblendet werden sollen. Das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz, das die weitestgehende Gleichstellung der Homo-Ehe vorgesehen hatte, ist 2001 am Widerstand der unionsregierten Länder gescheitert.

Marla Glen heiratet in Heilbronn 29.03.06

Heilbronn Am Freitag wird die in Chicago geborene Blues-Sängerin Marla Glen ihre zwanzig Jahre jüngere Lebensgefährtin Sabrina Conley in Heilbronn heiraten. Die Lebenspartnerschaft wird im Rathaus von Heilbronn 11 Uhr geschlossen. Glen, die seit einigen Jahren Heilbronn zu ihrer Wahlheimat gemacht hat, traf im letzten Jahr auf die gebürtige Schwäbin Sabrina Conley: “Sabrina und ich sind das absolute Traumpaar”, so die Sängerin. “Mit Sabrina bin ich endlich komplett in Deutschland angekommen.” Im Anschluss an die Eintragung der Partnerschaft wird sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft nach Waltrop bei Dortmund begeben. Dort spielt Marla Glen mit ihrer Band um 22:30 Uhr auf dem Waltroper Parkfest.

Engelmann: 8000€ Geldbuße 29.03.06

Bremen Der ehemalige Vorsitzende der Schwusos, Michael Engelmann, ist vom Amtsgericht Bremen zu einem Jahr auf Bewährung und einer Geldbuße von 8.000 Euro verurteilt worden. Das berichtet die Oldenburger “Nordwest-Zeitung”. Engelmann war wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt worden, nachdem die Polizei bei einer Durchsuchung seines Hauses umfangreiches Beweismaterial sicher gestellt hatte Das Gericht entschied weiter, dass sich der 35-jährige frühere Bürgerschaftsabgeordnete einer Psychoanalyse unterziehen muss. Nach Angaben seines Anwalts akzeptiert Engelmann den Strafbefehl.

Pride will wieder groß werden 29.03.06

In den letzten Monaten hat es immer neue Horrormeldungen von der Arbeitsagentur gegeben: 4,3 Millionen Menschen ohne Job, weniger Ausbildungsplätze, kaum neue Anstellungen. Die Kölner Pride GmbH will dem nun entgegensteuern: Über 200 neue Stellen will die Kommunikationsagentur besetzen – am liebsten mit “Gays, Lesbians and Friends”, wie Gründer Michael Adamczak erzählt.

Die Pride GmbH ist keine unbekannte Größe: Schon 1996 startete das Unternehmen als “Pride Telecom” die erste schwul-lesbische Mobiltelefongesellschaft. Noch heute werden Handyverträge von T-Mobile, Vodafone und E-Plus vermittelt. Die Idee der großen Pride-Firmengruppe im Franchise-System scheiterte jedoch: Angebote wie “Pride Assekuranz”, “Pride Finance” oder “Pride Online” gingen pleite oder wurden sang- und klanglos wieder eingestellt.

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