März 29th, 2006
Schwule Herzen schlagen höher – Die Soul-Diven Whitney Houston, Natalie Cole und Dionne Warwick touren zusammen in Deutschland.
Für zehntausende Besucher in Berlin, Hamburg, München und Oberhausen macht der Kaffee-Röster Tchibo vom 2. bis zum 11. Juli das Unmögliche möglich. Drei der größten amerikanischen Diven, Whitney Houston, Dionne Warwick und Natalie Cole, geben vier gemeinsame Konzerte und singen die unzähligen Hits ihrer langen Karrieren. Alle drei sind für viele schwule Fans seit jeher absolute Kult-Stars und werden eine der Top-Attraktionen des ohnehin ereignisreichen Tour-Sommers 2004.
Dabei hatte es gerade die 40-Jährige Whitney Houston zuletzt nicht leicht. Häusliche Auseinandersetzungen mit Ehemann Bobby Brown, der Flop ihres Albums “Just Whitney” und ihre angeblichen Drogen-Probleme machten sie eher zu einer Queen der Klatsch-Spalten, als zu einer der Hitparaden. Unbestritten sind aber ihre überragenden Erfolge seit 1985: Alleine in den USA rund 50 Millionen verkaufte Alben sechs Grammys und der Rekord für die meisten Nummer-eins-Hits hintereinander – insgesamt sieben Ihr Film-Debüt “The Bodyguard” machte Whitney auf der Kino-Leindwand zum Star, die dazugehörige Filmmusik verkaufte sich fast 15 Millionen Mal und gehört zu den erfolgreichsten Soundtracks aller Zeiten.
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März 29th, 2006
London Eine Nacktszene aus Colin Farrells neuem Film soll auf Wunsch des Regisseurs aus dem Film geschnitten werden, da sie das Publikum “beunruhigen” könnte. Nach einem Bericht der Tageszeitung “Sun” habe sich das Publikum bei Testvorführungen von “A Home At The End Of The World”, in der Farrell einen Bisexuellen in einer Dreierbeziehung spielt, von der Nacktszene zu sehr vom Film ablenken lassen – offenbar aufgrund der Größe von Farrells Genital. “Die Frauen waren zu erregt und die Männer zu eingeschüchtert”, fasste ein Verantwortlicher den Grund für die Ablehnung zusammen. In der DVD-Edition soll die Szene aber zu sehen sein. Im Film “Tigerland” von Joel Schumacher wurde Farrells Penis jedoch nicht herausgeschnitten.
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März 29th, 2006
London Der britische Popstar Elton John wird die Songs für das geplante “Billy Elliot”-Musical schreiben. Der schwule Musiker sei von dem Film so tief bewegt gewesen, dass er sich sofort zu dieser Arbeit bereit erklärt habe. Das Musical soll ab November in Newcastle und ab dem nächsten Jahr im Londoner West End gespielt werden. Bei einer Pressekonferenz in London sagte Johns Partner David Furnish, der Film habe seinen Freund berührt, da dessen Vater ihn in die Armee schicken und von der geplanten Karriere als Musiker nichts wissen wollte. Das Musical wird geschrieben von Lee Hall, der auch das Drehbuch zum Film verfasste, und Stephen Daldry, Regisseur des Films.
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März 29th, 2006
London Mit einem Kerzenmarsch in London soll an diesem Mittwoch dem getöteten jamaikanischem Homo-Aktivisten Brian Williamson gedacht werden. Der Gründer der Organisation J-Flag war Anfang Juni in der Hauptstadt Kingston durch zahlreiche Messerstiche getötet worden. Der Bürgermeister Londons, Ken Livinstone, hat eine Teilnahme an dem Marsch zugesagt.
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März 29th, 2006
Schwule fühlen sich nach wie vor diskriminiert und haben Angst vor dem Altern. Das sind die Hauptergebnisse einer Fragebogenaktion im Auftrag der Stadt München, an der sich über 2.500 Personen beteiligt haben. Grund für die Erhebung: Die städtische Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen hat dieses Jahr als Schwerpunktthema “Lebenssituationen von Schwulen und Lesben im Altern” gewählt, da der Bevölkerungsanteil von älteren Menschen in den nächsten Jahren rapide ansteigen wird.
Insgesamt berichten über 80 Prozent der Befragten, dass sie selbst Opfer von Ausgrenzung und Benachteiligung geworden seien. 21 Prozent erzählen sogar von tätlichen Übergriffen und ganze 14 Prozent geben an, aufgrund ihrer sexuellen Identität am Arbeitsplatz belästigt worden zu sein. Über 60 Prozent kennen Situationen, in denen sie große Angst gehabt haben, als homosexuell erkannt zu werden. Besonders erschreckend: Die Studie widerspricht der Annahme, dass sich diese Lage in den letzten Jahren verbessert habe. “Würde die These der verbesserten Situation von Schwulen tatsächlich stimmen, so müsste zumindest in der Altersstufe der unter 25-jährigen eine abnehmende Tendenz feststellbar sein”, argumentieren die Autoren, “das ist aber nicht der Fall.”
Des weiteren zeigt die Befragung, dass schwule Männer weit mehr als lesbische Frauen davon ausgehen, sehr früh sozial zu altern. So halten sich nur 6 Prozent mit 45 für alt, aber 55 Prozent denken, ihre Umwelt hält sie für “Klappergreise”. Viele befürchten, im späteren Lebensabschnitt keine Freunde mehr zu haben: So haben ganze 90 Prozent der Befragten Angst vor Einsamkeit im Alter. Sie gehen davon aus, dass es immer schwieriger wird, in der Szene neue soziale Kontakte aufbauen zu können. Zur Furch vor Einsamkeit kommt das Misstrauen gegenüber Altersheimen: Über 90 Prozent der Befragten glauben nicht, dass diese Einrichtungen im Umgang mit Schwulen kompetent sind, drei Viertel erwarten dort Diskriminierung.
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März 29th, 2006
Schweden hat schon einige erfolgreiche Bands mit dem Anfangsbuchstaben “A” hervorgebracht. Alcazar reihen sich nahtlos in diese Tradition ein. Von Kennern wurden sie schon als Hybrid zwischen ABBA, Daft Punk und ihren Freunden und Mentoren Army Of Lovers bezeichnet.
Alcazar fanden sich vor rund vier Jahren. Andreas Lundstedt war damals bereits ein bekannter Solo-Künstler in Schweden, Tess war Direktorin einer Musik-Theater-Gruppe und Annikafiore debütierte mit ihrer ersten Bühnenrolle als Frida im Abba-Musical. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich das schwedische Trio mit seiner Party-Granate “Crying At The Discotheque” in den europäischen Charts.
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März 29th, 2006
Er ist der Super-Star der EM 2004: Wayne Rooney. Der 18-Jährige wird in England schon als “der neue Pelé” gefeiert, als “Rakete”, “König von England”, “Wonderboy” – sprich: als “Heroo”. Der junge Spieler aus Liverpool, der in den letzten beiden England-Spielen vier Tore schoss und damit bei weitem David Beckham und Michael Owen übertraf, dürfte auch für Schwule nett anzusehen sein.
Denn er ist das genaue Gegenteil eines David Beckham: er ist nicht meterosexuell, trägt sicherlich keine Gesichtscreme auf, spricht sein Englisch alles andere als akzentfrei, sieht auch nicht nach aufwändigem Lebensstil aus, eher nach jemand, mit dem man sich im Pub besser nicht anlegt. Der Junge vom FC Everton steht für Fußball, wie er früher war: männlich. Gerade deswegen stürmt der Kleine jetzt auch in unsere schwulen Herzen.
In England, in der Schwule ganz gerne ihren Footballkit-Fetisch ausleben, dürfte ihn die Community bereits ins Herz geschlossen haben. Wie er mit schwulen Fans umgeht, wissen wir noch nicht; auf dem Fußballplatz hat er zumindest schonmal einen Mitspieler geküsst Ansonsten küsst er allerdings seine Freundin.
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März 29th, 2006
Berlin Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, hat erneut an den polnischen Botschafter in Deutschland geschrieben und die Wahrung der Grundrechte von Lesben und Schwulen in Polen angemahnt. “Das Verbot der für den 11. Juni geplanten Christopher-Street-Day-Demonstration am 11. Juni 2004 in der Stadt Warschau durch den Bürgermeister der Stadt ist eine Beschränkung der Grundfreiheiten der Lesben und Schwulen in der Republik Polen, die so in keiner Weise akzeptabel ist”, so Beck. Er habe auch “das Auswärtige Amt gebeten, ebenfalls gegenüber der Polnischen Regierung initiativ zu werden”, denn die Republik Polen habe “wie alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Europäische Menschenrechtskonvention unterschrieben, die allen Bürgerinnen und Bürgern die Wahrnehmung der Grundfreiheiten wie die freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit garantiert”, so Beck, der bereit nach den Übergriffen auf den CSD in Krakau einen Brief an den Botschafter richtete. Für Freitag haben mehrere Homo-Organisationen zu einem Protest vor der polnischen Botschaft aufgerufen.
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März 29th, 2006
Washington Der schwule Aktivist John Aravosis hat angekündigt, schwule Kongresspolitiker zu outen, die die geplante Verfassungsänderung gegen die Homo-Ehe unterstützen wollen. Das Outing solle auch die Mitarbeiter und Rechtsanwälte der Politiker umfassen, so Aravosis. Bereits vor zwei Wochen hat der Aktivist Mike Rogers in den Büros der Politiker angerufen, und gefragt, wie man einerseits die Verfassungsänderung unterstützen und andererseits schwul sein könne, bzw. einen schwulen Mitarbeiter beschäftigen könne. Der schwule Kongressabgeordnete Barney Frank sagte, in wenigen Fällen sei ein Outing angebracht. “Ich denke, wenn der Abgeordnete extrem anti-schwul ist, ist es angebracht”, so der Demokrat.
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März 29th, 2006
Vancouver Ein offen schwules Mitglied des kanadischen Parlaments ist wegen Diebstahls angezeigt worden. Svend Robinson, der seit 25 Jahren im Parlament von Vancouver sitzt und sich dort als erster Abgeordneter outete, hatte bereits im April zugegeben, in einem Auktionshaus einen Diamantring gestohlen zu haben. In der tränenreichen Pressekonferenz hatte er angegeben, er habe den Ring als Verlobungsring für seinen Partner besorgen wollen, bereits zuhause habe ihm der Vorfall leid getan und er habe versucht, das Kaufhaus zu erreichen. Aufgrund der Osterfeiertage schlug dies fehl, so dass er den Vorfall der Polizei meldete. Die war jedoch bereits von dem Auktionshaus informiert worden, der Vorfall war von einer Videokamera aufgezeichnet worden. Der 52-jährige Robinson, der sich seitdem krank gemeldet hat, tritt nicht mehr bei den Wahlen an – am Montag wird in Kanada ein neues Parlament gewählt.
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